Erbse, Gartenerbse - Anbau, Pflege
Vitaminreiche Erbsen sind doppelt nützlich. Frische Erbsen aus eigner Ernte sind im Geschmack unübertroffen, gleichzeitig tragen sie zur Verbesserung der Bodenqualität bei.
Denken Sie nicht, dass ... sich der Anbau von Erbsen in Garten nicht lohnt. Wer es einmal probiert hat, wird jedes Jahr neu aussäen. Die Kultur ist relativ leicht, und durch die stickstoffsammelnden Knöllchenbakterien, die sich an den Wurzeln bilden, wird die Erde zusätzlich gedüngt. Frische Erbsen weisen zudem im Gegensatz zu Trockenerbsen einen hohen Gehalt an Vitamin C auf: 10 Milligramm pro 100 Gramm.
Aussatzeit ist von Mitte März bis Mitte April. Am beliebtesten sind Markenerbsen, während Pal- oder Schalerbsen seltener angebaut werden. Unbedingt ratsam ist die Aussaat von Zuckererbsen, denn die findet man später im Angebot der Gemüsegeschäfte nicht so häufig.
Erbsen ranken am besten an einem Maschendraht oder an trockenen Zweigen hoch, die man in die Beetreihen steckt. Der Abstand zwischen den Reihen sollte 60 - 70 cm betragen. Buscherbsen wachsen dagegen vergleichsweise niedrig und benötigen nicht unbedingt eine Stütze. Als Reihenabstand genügen hier 30 - 40 cm. Platzsparend ist der Anbau in Doppelreihen mit je 20 cm Abstand. ...
Die Samenkörner legt man 8 - 10 cm auseinander. Ungewöhnlich ist die Saattiefe von 5 cm.
Nach dem Säen sollte man das Beet mit einer Folie abdecken, denn Vögel naschen gern von der Erbsensaat. Sobald die Jungpflanzen 10 cm hoch sind, werden sie angehäufelt, um die Standfestigkeit zu erhöhen. Wenn die Beete mit viel Kompost versorgt werden, ist eine Zusatzdüngung unnötig. Überflüssig sind auch Pflanzenschutzmaßnahmen.
Mehltaubefall verhindert man durch ausreichende Reihenabstände und Bevorzugung von nicht zu sehr geschützten Lagen. Empfehlenswert ist die Mischkultur mit Salat, Kohlrabi, Möhren, Rettich und Mangold, die ebenfalls im April gesät werden.
Frühe Sorten sind nach knapp drei Monaten erntereif, späte Sorten nach höchstens vier Monaten. Man sollte Erbsen möglichst jung pflücken, denn dann bieten sie den besten Geschmack. Nach der Ernte werden die Sträucher kurz über den Boden abgeschnitten, das Wurzelwerk bleibt in der Erde und tragen hier zur Anreicherung mit Stickstoffdünger bei.
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