Eisenmangel bei Pflanzen

Eisenmangel RhododendronEisenmangel hat für viele Pflanzen gravierende Folgen. Eisen ist einer der wichtigsten Bausteine, welche Pflanzen zum Wachsen und Gedeihen benötigen. Anzeichen für Eisenmangel bei Pflanzen sind gelbe Blätter und ein vermindertes Wachstum.

Pflanzen, bei denen oft Eisenmangel vorkommt

Rosen mit Wildcharakter, Rhododendren, Magnolien, Bauernhortensien, Apfel- und Quittenbäume, Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Zitrusgewächse, Petunien, Gurken, Paprika, Tomaten, Wein, Primel, Pfirsich, Pflaume, Gerbera, Zierquitten

Eisendünger?

In der Regel reicht normaler Dünger für die Versorgung der Pflanzen. Zeigen sich aber erste Anzeichen von Eisenmangel, macht

es Sinn, einen reinen Eisendünger zu nutzen. Die darin enthaltenen Eisenchelate können von den Pflanzen gut aufgenomen werden. Das Gute ist, dass diese Chelate auch bei höheren pH-Werten noch aufgenommen werden können.
Besonders empfehlenswert ist Eisen in Rasendüngern. Dort dient es zur kurzfristigen Moosvernichtung. Eine reine Eisendüngung ist aber in den meisten Fällen nicht notwendig.

Gefahren durch Eisendünger

Vor allem Eisenmittel gegen Moos im Rasen können wohl erhebliche Nebenwirkungen haben. Eisendünger kann den hochgiftigen Wirkstoff Eisen-II-Sulfat enthalten. Beim Kontakt mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten entstehen Gase bzw. sogar Schwefelsäure. Diese kann zu Reizungen der Augen, Haut und Atemwege führen. Auf den meisten Verpackungen wird deshalb empfohlen, Schutzkleidung zu tragen. Seien Sie also im Umgang mit Eisendünger sehr vorsichtig!!!

Blattdüngung?

PetunieEisen kann gut über die Blätter aufgenommen werden. Eisen selbst ist in einer Pflanze nur wenig mobil. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, eine Blattdüngung vorzunehmen.  Wichtig
ist, die Dosierung genau zu beachten! Bei einer Überdosierung kann es zu Blattverbrennung kommen. Empfehlenswerter Dünger: Folicin DP (6,5 % Eisen) oder Fetrilon 13 %.

Wichtig!

Eisendünger kann auf Pflastersteinen und Terrassenplatten und auch an Hauswänden unschöne rötliche Flecken hinterlassen!

Welche Eisendünger gibt es?
  • Yara Tenso Fe - Hochwirksames wasserlösliches Eisenchelat mit großem Wirkspektrum (EDDHMA); pH-Wert 3,5 bis 10; hohe UV-Stabilität; im Boden sehr strukturstabil, auch für Moorbeetpflanzen geeignet, rückstandsfreie Auflösung im Wasser, mischbar mit anderen Düngemitteln, Sofortwirkung, schnelle Wiederergrünung; Preis 50 g reichlich 5 Euro
  • FERTY® - verschiedene Dünger im Angebot, je nach pH-Wert des Bodens und betroffenen Pflanzen.
  • Sequestrene 138 FE Granulat - 6 % FE-wasserlösliches Eisen, erste Ergebniss nach 8 bis 14 Tagen, nachhaltige Wirkung, löslich im pH-Wert-Bereich von 2,5 bis 11; Preis pro Kilogramm etwa 50 Euro.
  • Fetrilon 13 % Eisen - hoch konzentrierter wasserlöslicher Eisendünger, ideal als Blattdünger, mischbar mit anderen Düngern, für pH-Wert 4 bis 6: Preis 50 g etwa 5 Euro
  • Optifer – biologischer Eisendünger, 6 % Eisen; Naturprodukt, aus Tannenrinde hergestellt, zum Spritzen und Gießen, mischbar mit anderen Düngern und Spritzmitteln außer mit Kalk und Ammoniumdünger, wirkt auch bei hohen pH-Werten; Preis: 1 Liter etwa 25 Euro
Eisen im Boden

Eisen ist im Boden in der Regel vorhanden, allerdings können es die Pflanzen schwer aufnehmen, da es wasserunlöslich ist. Das aufgenommene Eisen muss von den Pflanzen erst umgewandelt werden, bevor es in die Pflanzenzellen gebracht werden kann.

Verfügt der Boden über einen pH-Wert von 4,5, können die Pflanzen das Eisen am besten aufnehmen. Um Eisenmangel vorzubeugen, sollte also in regelmäßigen Abständen der pH-Wert überprüft werden. Zu viel Nitrat und Phosphat im Boden

macht es den Pflanzen ebenfalls schwer, das Eisen zu gewinnen.

Einige Pflanzen sind für Eisenmangel besonders empfänglich. Dazu zählen Magnolien, Rhododendron und naturbelassene Rosen. Bei Kübelpflanzen zeigt sich ebenfalls oft Eisenmangel. Bereits das Gießen mit Leitungswasser kann einen Eisenmangel auslösen. Daher sollte man zum Gießen vorwiegend auf entkalktes Wasser oder Regenwasser zugreifen.

Wichtig ist auch die Beschaffenheit des Bodens, um für die Pflanzen optimale Bedingungen für die Aufnahme des lebensnotwendigen Eisens zu schaffen. Ideal ist gut gelockerter Boden, auf dem keine Staunässe entsteht.

Zur Behebung von Eisenmangel reicht meist ein Mehrnährstoffdünger, der zusätzlich Spurenelemente enthält, aus. Das benötigte Eisen wird über die Blätter aufgenommen. Liegt ein Eisenmangel vor, kann daher gleichfalls eine Blattdüngung Abhilfe schaffen.