Juckpulver selber machen - mit und ohne Hagebutten

Juckpulver selber machen - mit und ohne Hagebutten PfefferAls Kind macht man sich nicht so viele Gedanken darüber, wer der Mensch ist, mit dem man Scherze treibt; ist er krank, psychisch labil oder vielleicht in einer schwierigen Lebensphase. In jungen Jahren freut man sich einfach nur über den geglückten Schabernack, genießt den übrigen Tag mit den Freunden und erzählt die Geschichte mit dem Juckpulver wieder und wieder. Seit sie wissen, wie man Juckpulver selber herstellen kann, können sie den Scherz so

oft wiederholen, bis er langweilig wird.

Juckpulver ist ein Scherzartikel und es sollte im Vorfeld abgeklärt werden, ob es sich bei dem "Opfer" um jemanden handelt, der unter Atemwegserkrankungen leidet oder Neurodermitis hat, Hepatitis oder eine Stoffwechselstörung, denn das Juckpulver kann im schlimmsten Fall allergische Hautreaktionen oder Atemnot auslösen.

Juckpulver herstellen, mit Hagebutten:

Die Herstellung von Juckpulver mithilfe von Hagebutten ist wohl die gebräuchlichste Methode bei diesem Scherzartikel:

Man braucht auch nur drei Utensilien dafür:

Reife Hagebutten, die man am besten im Spätsommer pflückt, einen Teelöffel und ein scharfes Messer. Die kleinen orangenen Früchte an den wilden Rosen oder Hundsrosen, wie man sie nennt, enthalten in ihrem Innern viele winzige Nüsse, deren Härchen Widerhaken besitzen und bei Hautkontakt stark jucken. Die Nüsse sind am einfachsten mit einem Teelöffel aus der Frucht zu entfernen und dann zu isolieren. Fertig ist die Vorbereitung für die Höllenqual. Das Pulver der Hagebutte wird übrigens im medizinischen Bereich in der Arthrose-Therapie eingesetzt.
Juckpulverherstellung ohne Hagebutten:

Man kann Juckpulver auch ohne Hagebutten selber machen. Es gibt mehrere Möglichkeiten:
  • Juckpulver aus Pfeffer
  • Juckpulver aus der ostindischen Juckbohne
  • Juckpulver als Scherzartikel online bestellen, besteht zum größten Teil ebenfalls
  • aus den Haaren der Juckbohne
  • Juckpulver aus Mehl mit trockener Erde vermengt
  • Juckpulver aus getrockneten Eihüllen der Wellhornschnecke
  • Juckpulver aus Keksen, die als Krümel besonders im Bett sehr unangenehm sein können
  • Juckpulver aus Sägespänen
und nicht zuletzt gab es früher Juckpulver aus gemahlener Glaswolle. Da dieses Experiment nachweislich gesundheitsschädlich ist, sollte man davon Abstand nehmen.

Juckpulver herstellen

Das Juckpulver aus Pfeffer ist leicht selber herzustellen; man braucht schwarze oder weiße Pfefferkörner, die gemahlen sind und
getrocknet und einen Mörser mit Stößel.

Man gibt eine kleine Menge Pfefferkörner in den Mörser und zerkleinert sie mit dem Stößel, sodass die Konsistenz grob bleibt. Dieses Pulver kann man dann, wie die Hagebutten in den Nacken seines Opfers streuen. Beide Substanzen,ebenso wie das übrige Juckpulver braucht immer den Kontakt zur Haut, um wirksam zu werden.

Wenn das Juckpulver seine Wirkung entfalte und sich das arme "Opfer" zu Tode kratzt, gibt es natürlich auch ein paar Gegenmittel, die mehr oder weniger Linderung verschaffen:
Da gibt es die Möglichkeit, kalt zu duschen oder sich einzucremen mit einer Körperlotion. Talkum und Menthol, aber auch Eukalyptus und Kampfer tun mitunter ihre Dienste recht gut bei der Bekämpfung des Juckreizes.

Hingegen sind die möglichen Einsatzorte für das Juckpulver, mit und ohne Hagebutten äußerst vielfältig und tückisch. Da sei jegliche erreichbare Kleidung erwähnt, unter engen Partnern wird auch schon Mal das Bett gewählt oder direkt von hinten in den Nacken, sodass das Pulver den Leib herunterrieseln kann. Auf der Toilette

ist zu allen Zeiten für fremde "Opfer" ein sehr beliebter Ort gewesen und ist es bis heute noch.

So kann man als Schüler den langweiligen Familienausflug endlich dafür nutzen, sich ein bischen in der Natur umzuschauen und die auffallenden Früchte der Hagebutte, die sich bis in den Winter an den Sträuchern halten, zu sammeln, um sie mit den guten Freunden zu teilen.

Juckpulver aus Hagebutten

Bei der Hagebutte handelt es sich um eine Sammelfrucht, die in ihrem Inneren eine Vielzahl kleiner Nüsschen enthält. Die Frucht wird heute gern gesammelt, da es zahlreiche Rezepte gibt.

hagebutten_flSo lässt sich aus der Hagebutte beispielsweise Marmelade, Mus, Likör, Fruchtwein und  Tee herstellen. In vielen Früchteteemischungen, die im Handel angeboten werden findet man die Hagebutte als Bestandteil.

Nicht nur eine gesundheitsfördernde Pflanze

Die verschiedensten Teile der Hagebutte werden aber auch in der Heilkunde verwendet, sie gilt als eine beliebte Heilpflanze. Dem Hagebuttenpulver wird beispielsweise eine heilende Wirkung bei Arthrose -Erkrankungen nachgesagt.

Doch auch schon Kinder kennen die Hagebutte und wissen über ihre Wirksamkeit. Denn wer hat nicht selbst früher als Kind aus den roten Früchten Juckpulver hergestellt und anderen in den Pullover gesteckt? - Die Herstellung des Juckpulvers ist ebenso kinderleicht.

Juckpulver aus Hagebutten zubereiten

Benötigt werden für den hinterhältigen Wirkstoff nur drei einfache Zutaten:
  • reife Hagebutten, die sich im Herbst sammeln lassen
  • ein Teelöffel
  • ein scharfes Messer 
Mit dem Messer wird die Hagebutte vorsichtig aufgeschnitten und anschließend werden die kleinen Nüsschen mit dem Löffel herausgeholt. Die kleinen Nüsschen sind mit einer Vielzahl von widerhakenbestückten und feinen Härchen bedeckt. Sie sind es, die den Juckreiz auslösen, wenn sie mit der menschlichen Haut in Berührung kommen.

Nimmt man ein paar dieser Nüsschen und steckt sie dem Streichopfer in den Kragen, so rieseln sie unvermeidlich langsam am Rücken herunter. Dabei streichen die feinen Härchen über die Haut und verursachen so einen Juckreiz. Doch Vorsicht: Die Berührung kann auch Schmerzen oder Allergien hervorrufen. Nicht jeder verträgt Hagebutten!