Brunnenkresse Pflege: Anbau und Ernte, Verwendung

Brunnenkresse mit BlütenAnbau

Wer Brunnenkresse anbauen möchte, hat nicht viel Arbeit. Brunnenkresse brauch es immer schön Feucht. Man sollte die Brunnenkresse von Ende Mai bis Anfang Juli in einer wasserdichten Schale aussäen. Die Schale muss, wie schon erwähnt, immer feucht gehalten werden.

Nach 7-20 Tagen keimt die Brunnenkresse. Wenn die Pflanzen ca. 4-6 cm goß sind, müssen sie pikiert werden. Wenn dies gemacht wurde, kann man soviel gießen, das 1 cm über der Erde Wasser ist. Circa alle 2 Wochen kann

man die Brunnenkresse einmal düngen. Wenn man dies macht, entwickelt sie sich besonders kräftig. Dabei sollte man beachten, dass die Brunnekresse dann nicht mehr als Würzkraut verwendet werden soll, da womöglich der Dünger ins Kraut übergeht.

Wer einen Teich besitzt, kann die Brunnenkresse auch in den Uferbereich anpflanzen. Dazu benötigt man aber klares und sauberes Wasser. Wenn es kälter wird, muss man die Brunnenkress eins tiefere Wasser setzen. Ernten kann man die Brunnenkresse von Oktober bis Mai.
 
Verwendung und Heilwirkung der Brunnenkresse

Brunnenkresse hat viel Vitamin C sowie Vitamin A und B und schmeckt schwarfwürzig. Das sind mit die Gründe, warum sie so begehrt ist.

Die 5-10 cm langen Triebe werden kleingehackt und in Kräutersoßen und Salaten gemixt. Dadurch bekommen die Soßen auch einen scharfwürzigen Geschmack.  Auch in der Medizin wird Brunnenkresse benutzt. Z.B. zur Anregung des Stoffwechsels bei Rheuma, Gallenfluß.
 
Auch gegen Haarausfall oder Beseitigung von Mitessern und Pickeln eignet sich Brunnenkresse ideal.Ein durchaus nützliches Kraut im Garten. In einem Kräutergarten darf Brunnenkresse auf keinem Fall fehlen, ebenso wie auch die anderen Kräuter aus unserere Reihe Gartenkräuter.

Brunnenkresse in jedem Garten - mit ein paar Tricks ist das möglich

Wenn Sie das nährstoffreiche, ein wenig nach Meerrettich schmeckende Kraut einmal gekostet und für köstlich
befunden haben (und so geht es recht vielen Menschen), werden Sie nicht darauf verzichten möchten, auch wenn Sie weder über einen Teich verfügen noch ein Bach durch Ihren Garten läuft.

Mit ein paar Tricks brauchen Sie trotzdem nicht auf das würzige Kraut verzichten: Wenn Sie eine Kräuterspirale mit Wasserzone im Garten haben, wird die Kresse auch dort gut gedeihen, und die Brunnenkresse könnte sogar im ganz normalen Gartenboden gedeihen. Dann sollten Sie ihr allerdings eine halbschattige Zone suchen, am besten in der Nähe des Wasserhahns oder einer Regenwasser-Sammeltonne, und das Brunnenkresse-Beet mit einem kleinen Wall ausstatten. Der kann aus allen möglichen Restmaterialien, aber auch einfach aus Erde bestehen, er muss nur fähig sein, aufgebrachtes Wasser ein wenig zu stauen.

Wässern und Überwintern der Brunnenkresse

Wenn Sie Ihre Brunnenkresse nur immer kräftig wässern (das Wasser darf ruhig ein paar Millimeter über der Erde stehen), sodass sie immer auf einem feuchten Boden steht, und vielleicht noch mit Naturdünger nachhelfen (Kunstdünger würden Sie schmecken), werden Sie gut ernten können. Und das den ganzen Winter über, die Brunnenkresse ist ein ausdauerndes, mehrjähriges Kraut. Im Profi-Bereich wird extensiv angebaute Brunnenkresse bis zu 10 Jahren beerntet, hier arbeitet man allerdings mit Gräben in der Erde und reguliertem Wasserzulauf und Ablauf. Diesen Aufwand mit Abläufen unter der Erde werden die meisten Freizeitgärtner

ablehnen, und Sie müssen sich bewusst sein, dass bei der oberirdischen Variante Ihre Kresse sicher gelegentlich Mängel leiden wird. Vor allem müssen Sie sie bei Frost sehr dick einpacken: Normalerweise wird viel Aufwand betrieben, damit die Pflanzen im Winter ständig in nicht gefrorenem Wasser stehen, dieses Wasser können Sie bei dieser Anbauvariante nur durch dicke Schichten von Vlies ersetzen.

Falls Ihre Brunnenkresse einmal einen Winter nicht übersteht, ist das bei diesem wuchsfreudigen Gewächs allerdings nicht ganz so tragisch. Dann machen Sie es einfach, wie es im intensiven Anbau jedes Jahr gemacht wird - Sie pflanzen neue Brunnenkresse an.

Am besten lassen Sie sich die Brunnenkresse übrigens wirklich frisch geschnitten schmecken: Getrocknet schmeckt sie wie Heu, eingefrorene Blätter werden beim Auftauen zu einem nicht sehr appetitlichen grünen Matsch, konservieren lässt sich die Brunnenkresse höchstens als Kressebutter (einfrieren), als Pesto (im Kühlschrank) und vielleicht auch in Salz geschichtet, für andere Kressearten wurde das zumindest schon erfolgreich erprobt.