Kerbel (Anthriscus cerefolium)
Kräuter und Gartenkräuter - Kräuter / Gartenkräuter / Gewürze

Kerbel

Kerbel (Anthriscus cerefolium) 
Kerbel - das Gewürz für die Küche


Der Kerbel oder auch Körbelkraut genannt, wird heutzutage überall in Europa angebaut. Seine Wurzeln jedoch sind im Kaukasus in Südrussland beheimatet. In Deutschland ist der Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) weit verbreitet. Der Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium) wird angebaut und als Suppenkraut und Gewürz für Gemüse oder Salate verwendet. Der Kerbel gehört mit seinen ca 50 cm hohen Stengel und hellgrünen Blättern zur Gattung der einjährigen doldenblütigen Gewächsen (Apiaceae). Ihre Blätter sind leicht an der Unterseite behaart und weisen eine Petersilienartige Ähnlichkeit auf. Ihre Blüte kommt dabei in dezenten weißen ...

Dolden zum Vorschein. Kerbel hat ein feines Aroma, das ein wenig an Anis erinnert.

Anbau:

Für den halbschattig gedeihenden Kerbel ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit von höchster Wichtigkeit, dabei stellt er jedoch keine besonderen Anforderungen an den Boden. Die Aussaat sollte in einem 15cm Reihenabstand angeordnet und Mitte März vollzogen werden. Dabei reichen 150 Korn pro laufenden Meter völlig aus. Wichtig dabei ist das Sie die Samen in keinem Fall abdecken, denn Kerbel ist ein Lichtkeimer. Jedoch gedeiht Kerbel auch im Blumentopf. Hier reichen 20 Korn für einen 8cm tiefen Topf aus.

Ernte

Die Ernte ist nach ca. 5 Wochen möglich nachdem die Keimzeit nach 14-20 tagen beendet ist. Bei Blütenständen werden diese kurzerhand abgeschnitten. Dieser Schritt ist besonders wichtig da so die Blätter schön zart bleiben. Nach 4 Wochen und dem ersten Schnitt ist dann auch ein zweiter Schnitt nötig und von Vorteil.

Verwendung und Heilwirkung:

Kerbel findet heutzutage vielerlei Anwendung. In der Küche leistet die Pflanze in Soßen, Suppen, Gemüse, Eintopf, Fleisch, Geflügel, Salaten, Fisch, Kräuterbutter, Eierspeisen, Omeletts und Quarkspeisen ihren Dienst. Ein besonderer Tipp von uns: Am Besten schmeckt Kerbel mit Sellerieblättern auf Butterbroten oder aber als Beilage zu Tomaten und Käse. Sein anderes Anwendungsgebiet findet Kerbel in der Volksheilkunde. Er wirkt magenstärkend, blutreinigend und entwässernd. Zudem sagt Man ihm auch eine Wirkung gegen Hautentzündungen und Hautgeschwülste nach. In der Kosmetik wird Kerbel für
 Kompressen, Dampfbäder oder als Aufguss aus Kerbelblättern verwendet. Dies wirkt besonders bei fettiger und unreiner Haut wahre Wunder.

Tipps & Tricks:

Zum Thema Kerbel haben wir zum Abschluss noch ein paar besondere Tipps für Sie.
Achten Sie darauf dass sie nie getrockneten Kerbel kaufen, dieser verliert Farbe, Aroma und Geschmack. Und dies verfälscht das Geschmacksbild des Kerbels ungemein. Zur Haltbarkeit lässt sich sagen dass er gut im Kühlschrank gelagert werden kann und sogar eingefroren werden darf. Geben sie beim Kochen zudem immer Acht, dass sie den Kerbel erst in den letzten Minuten des Kochens dazugeben.

 

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