Nistkasten und Nisthilfen für Spechte

Nistkasten und Nisthilfen für Spechte

Spechte leben im Wald und ziehen ihre Jungen in der Regel in Baumhöhlen auf. Durch die uniformen Nutzungsforste oder Stadtparks, in denen ältere oder morsche Bäume regelmäßig ausgeholzt werden, verlieren Spechte die Möglichkeit, Nester zu bauen. So muss der Mensch mit Nistkästen aushelfen.

Spechte  nutzen gern Nistkästen, die eigentlich für andere Vogelarten vorgesehen waren. Die Einflugöffnung machen sie sich passend für ihre Größe zurecht.

Das Hämmern ist nun einmal die Leidenschaft der Spechte. Findige Tüftler haben deshalb für die Vögel eines Nistkasten bzw eine Nisthilfe entwickelt, bei welchem sie sich

erst ein Loch hineinhacken müssen. Die Einflugöffnung ist verschlossen. Die Spechte wissen ganz instinktiv, dass der Kasten für sie aufgehängt wurde.

Um den Bestand an Spechten zu fördern, müssen nicht nur Nistkästen bereitgestellt
werden. Abgestorbene Bäume sind für die Vögel besonders wichtig. Man sollte solche alten Bestände stehen lassen und keinesfalls fällen. Ohne alte Bäume siedeln sich keine Spechte an.

Die Nisthilfen bzw. Nistkästen bringt man in einer Höhe von mindestens 2,5 bis 3 Meter an. Das schützt einigermaßen vor Störenfrieden und dienst der Einhaltung der Fluchtdistanz.  Das Einflugloch sollte in etwa nach Osten bzw. Südosten zeigen. Er darf nie den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt sein. Grundsätzlich bringt man einen Nistkasten nur dort an, wo Spechte auch genügend Nahrung für ihren Nachwuchs finden.

Wenn man ein Spechtpaar in seinem Garten aufgenommen hat, sollte man trotzdem dafür sorgen, dass die Spechte keine anderen Nester plündern können. Das kann man verhindern, indem man z.B. um das Einflugloch eine Metallplatte befestigt, damit sie das Loch nicht vergrößern können. Manchmal klopfen sich die Spechte auch durch die Seitenwände. Wenn man das bemerkt, muss man da auch Abhilfe schaffen.