Vogelfutterhäuschen - vor Katzen sichern

Vogelfutterhäuschen - vor Katzen sichern

So unterhaltsam es auch ist, die heimischen Gartenvögel beim Fressen und Streiten im Futterhäuschen zu beobachten: Wenn Katzen die gefiederten Piepmätze entdecken, hört der Spaß schnell auf. Katzen lieben es, zu jagen. Auf seltene Arten oder wunderhübsch anzusehende Sangeskünstler nehmen sie dabei keine Rücksicht.

Es ist ihnen auch nicht zu verdenken, denn es liegt in ihrer Natur. Manche Tierfreunde fordern daher Glöckchen um den Hals der Katze, damit die Vögel rechtzeitig gewarnt werden. Doch das ist ebenso Tierquälerei, denn der helle Ton

des Glöckchens wird im empfindlichen Ohr des Jägers zum lauten, quälenden Lärm, dem sie nicht entfliehen können.

Besser ist es daher, die Futterhäuschen so zu sichern, dass die Stubentiger auf Freigang keine Chance haben, die Vögel beim Fressen zu erreichen. Wer das Futterhäuschen auf einen einfachen Holzständer stellt, gibt Katzen die besten Klettermöglichkeiten. Besser für die Vögel ist es, wenn das Haus auf einer glatten Eisenstange steht, möglichst höher als zwei Meter, denn diese Distanz überwinden Katzen per Sprung
mit Leichtigkeit.

Nachteil hierbei: Das Futterhaus ist auch für den Menschen schlecht zu erreichen, Körner nachfüllen oder säubern ist nur noch mit Leiter möglich.

Eine andere Möglichkeit bietet die Sicherung mit einer Manschette. Abwehrgürtel und Schutzmanschetten sind entweder aus Metall im Handel erhältlich oder können auch aus Tannenzweigen selbst gebaut werden, die so an den Standfuß des Häuschens gebunden werden, dass sie abstehen und der Katze keinen Halt bieten.

Auch ein unzugänglicher Balkon oder eine Hauswand, an denen das Futterhaus aufgehängt werden kann, bietet Schutz vor den Räubern. Wichtig ist, dass die Vögel beim Fressen eine gute Rundumsicht haben, damit sie sich sicher fühlen. Deshalb sollten Futterhäuschen möglichst nicht in der Nähe von Sträuchern und Bäumen angebracht werden, die den Katzen Deckung zum Anschleichen geben.

Ideal sind freie Flächen im Garten ohne unübersichtliche Sträucher und Staudenbewuchs, in denen sich Fressfeinde unbemerkt anschleichen können. Wer die Möglichkeit hat, kann auch mehrere Futterstellen im Garten anbieten. Am besten eignen sich dafür Meisenknödel und Futterglocken, Körnerampeln und andere Fressstellen, die an dünnen Befestigungen so aufgehängt werden, dass Katzen auch nicht von oben an die Vögel heranklettern können.

Dann können die gefiederten Piepmätze in Ruhe ihr Futter genießen.