Essbare Blumen und Blüten - Genuss aus dem Garten

Chrysanthemen haben essbare Blüten für Suppen und SalateBlumen und Blüten werden in der Regel nur als Dekorationszwecke eingesetzt. Sie schmücken Wohnungen oder einen festlich eingedeckten Tisch und sind auch im heimischen Garten ein Hingucker. Ihr einzigartiger Duft ist der Ausgangsstoff für so manch ein hochwertiges Parfüm. Außerdem gelten sie als Vorboten für die Obst- und Gemüseernte. Dabei können auch unzählige Blüten in der Küche verwendet werden. Die lieblichen zarten Geschöpfe finden mit ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen den Weg auf unsere Teller.

Trend oder

Tradition?


Das Essen und Kochen von Blumen und Blüten ist kein neuer Trend aus der Gastronomie, sondern hat jahrhundertlange Tradition. Bereits unsere Vorfahren nutzten die Blüten von Färberdistel und Ringelblume, um Speisen zu färben. Die Römer aromatisierten ihren Wein mit Borretsch- oder Rosenblüten. Die Blütenknospen von Kapuzinerkresse, Ringelblume und Gänseblümchen waren in der damaligen Zeit ein origineller Ersatz für Kapern.

Riesige Auswahl

Blumen und Blüten auf dem Teller sind ein Fest für unsere Sinne. Hier isst das Auge sprichwörtlich mit. Mit zarter Anmut und bunten Farben verschönern sie nicht nur Salate, Suppen und Desserts, sondern erfreuen auch den Gaumen als essbare Dekoration.

Ackerhellerkraut
  • Blütezeit: April bis Juni
  • Verwendung: im Salat und gedämpft zu Gemüsegerichten
  • Geschmack: mild, kohl- bis senfartig
Chrysantheme
  • Blütezeit: August bis Dezember
  • Verwendung: In Suppen und Salat, als Garnierung, in gefüllten Eiern, zum Ausbacken
  • Geschmack: herb bis bitter
Gänseblümchen
  • Blütezeit: fast das ganze Jahr hindurch
  • Verwendung: im Salat, als Garnierung und Kapernersatz, auf Butterbrot, kandiert und zu Kräuterquark
  • Geschmack: nussig, leichte Schärfe
Kapuzinerkresse hat Blüten und Blätter mit würzigem GeschmackKapuzinerkresse
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Verwendung: zu Eierspeisen, auf Butterbrot, zum Garnieren, zum Salat und als Würze im Essig
  • Geschmack: pfefferähnlicher Geschmack
Lavendel
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Verwendung: zum Verzieren von Salaten und Desserts, getrocknet als Gewürz zu Fisch, Fleisch und Eintopf
  • Geschmack: säuerlich
Löwenzahn
  • Blütezeit: April bis Oktober
  • Verwendung: als Gemüse, Kapernersatz, Magenbitter, zur Garnierung, im Salat
  • Geschmack: würzig, bitter
Ringelblume
  • Blütezeit: Mai bis November
  • Verwendung: zu Nudeln, Reis und im Salat, als Garnierung und im Kuchen
  • Geschmack: würzig, ähnlich wie Schnittlauch
Rosen
  • Blütezeit: Mai bis August
  • Verwendung: im Salat, zum Garnieren, für Desserts, Gelees, Marzipan und kandiert
  • Geschmack: zart und mild
Rotklee
  • Blütezeit: Mai bis September
  • Verwendung: zum Ausbacken und als Gemüse im Salat
  • Geschmack: Blüten schmecken süßlich, Blätter erinnern an den Geschmack von Erbsen
Stiefmütterchen gehören zu den essbaren BlumenStiefmütterchen
  • Blütezeit: Frühjahr bis Hochsommer
  • Verwendung: als Gemüse im Salat oder kandiert im Nachtisch
  • Geschmack: kaum Aroma
Schafgarbe
  • Blütezeit: Juni bis September
  • Verwendung: Blüten zum Essen zu zäh, getrocknet als Gewürz zu Tomatengerichten und als Kräutersalz
  • Geschmack: würzig, eher herb
Taubnessel
  • Blütezeit: April bis Oktober
  • Verwendung: an Suppen, zu Salat und für Soßen
  • Geschmack: süßlich, honigartig
Veilchen
  • Blütezeit: Februar bis März
  • Verwendung: Verfeinern von Süßspeisen, in Salaten und Suppen, kandiert
  • Geschmack: mild, leichter Lakritzgeschmack
Zucchini
  • Blütezeit: den ganzen Sommer über
  • Verwendung: Blüte gefüllt mit Reis, Kräutern, Fleisch, Fisch, in Tomatensoßen, zum Ausbacken und auf Spinat
  • Geschmack: mildes, feines Aroma
Tipp: Bananen- und Zucchiniblüten lassen sich hervorragend panieren oder braten und die Blüten der Orchideen tauchen Naschkatzen gerne in Schokolade.

Tipps zum Sammeln


Wer die Blüten und Blumen in freier Natur sammeln möchte, sollte einige Dinge beachten:
/>
  • Duft und Aroma sind am

    stärksten, wenn die Blüten morgens geerntet werden.
  • Vorzugsweise Knospen und Blüten sammeln, die sich gerade geöffnet haben.
  • Nur bekannte Blüten sammeln, um Verwechslungen mit giftigen Pflanzen auszuschließen.
  • Immer so viel sammeln, wie verwertet werden können.
  • Pflanzen am Straßenrand und in der Nähe von landwirtschaftlichen Flächen sowie Industrieanlagen stehen lassen.
  • Generell ist das Pflücken von Pflanzen in Naturschutzgebieten verboten.
Essbare Blumen und Blüten gedeihen in beinahe jedem GartenFrische Blüten verwenden

Frisch gepflückte Blüten verwelken schnell. Daher ist es ratsam, sie kurz vor der Verwendung zu sammeln. Ganze Blüten lassen sich für einige Stunden haltbar machen, wenn sie behutsam in eine Schale mit kaltem Wasser gelegt werden. Wer nur einzelne Blütenblätter nutzen möchte, pflückt diese unmittelbar vor dem Servieren der Speise. Bevor die Blüten ihren Platz im Salat oder als Dekoration auf dem Teller einnehmen, ist es wichtig, Stempel, Staubgefäße, Kelchblätter und den restlichen Stiel zu entfernen. Mitunter haben Nelken und Rosen einen leicht bitteren Ansatz, der einfach mit der Schere abgeschnitten werden kann.

Getrocknete Blüten verwenden

Blüten lassen sich frisch, aber auch getrocknet verwenden. Dazu werden die einzelnen Blumen und Blüten nach dem Sammeln locker gebündelt und kopfüber aufgehängt. Ebenfalls ist es möglich, die Blüten liegend zu trocknen. Dazu werden sie auf ein Gitter gelegt und an einen warmen Platz gestellt. Alternativ können sie im Backofen (auf niedrigster Stufe) getrocknet werden. Allerdings muss die Tür vom Backofen einen Spalt offen sein und die Temperatur darf 35 °C nicht übersteigen. Anschließend werden sie in festverschließbare Dosen oder Gläser an einem dunklen, kühlen Ort trocken aufbewahrt.

Vorsicht giftig!

Im Garten sind Blumen wunderschön anzusehen. Doch nicht alle tragen essbare Blüten. Aus dem Grund ist es wichtig, sich bereits im Vorfeld einen Überblick über die Blumen und Blüten zu verschaffen, die wirklich gegessen werden können. Nachfolgend einige Pflanzen, deren Blüten nicht gegessen werden dürfen:
  • Blauer Eisenhut
  • Hortensie
  • Tollkirsche
  • Christrose
  • Fingerhut
  • Maiglöckchen
  • Buschwindröschen
  • Schierling
  • Seidelbast
  • Besengingster
Pflanzen aus der Natur zu nutzen wissen

Die traditionell angebauten Nutzpflanzen stellen nur einen geringen Teil dessen dar, was die Natur uns an pflanzlicher Nahrung bietet. Dabei sind unzählige Wildpflanzen reich an Mineralstoffen, Spurenelementen und anderen Nährstoffen, die nicht nur aromatisch, sondern auch geschmackvoll sind. Blüten und Blumen aus der Natur bieten vorzügliche Verwendungsmöglichkeiten in der Küche und bereichern mit ihrem farbenprächtigen und teilweise filigranen Anblick jede Speise auf dem Teller. Zum Teil Die kleinen Blüten der Ringelblume sind essbarlassen sich aus den Blüten und Blumen Tees, Aufgüsse, Salben, Tinkturen und verschiedene wohl schmeckende Sirupsorten herstellen, die zudem einen gesundheitsfördernden Aspekt beinhalten. Natürlich nur, wenn ein fundiertes Wissen zu diesem Thema vorhanden ist. Denn nur so kann eine Verwechslung mit giftigen Blüten ausgeschlossen werden. Tipp: Ein Geheimtipp in der Blütenküche ist die gemeine Ochsenzunge. Die leuchtenden blauen bis violetten Töne dieser Pflanze schmücken Salate, verzieren Süßspeisen und können auch in Essig eingelegt werden.

Häufig gestellte Fragen
  • Kann man auch gekaufte Blumen essen? - Nein. Da Blumen aus dem Handel nur zu Dekorationszwecken dienen, werden in der Regel mit Schädlingsbekämpfungsmitteln und anderen Chemikalien behandelt.
  • Wie gesund sind essbare Blüten? - Blumen und Blüten enthalten nur wenige Kalorien und sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen. In der Naturheilkunde werden sie gerne zur Wundheilung eingesetzt. Außerdem wirken verschiedene Blüten schleimlösend, krampf- und schmerzstillend sowie leicht abführend.
Wissenswertes zu essbaren Blumen und Blüten in Kürze
  • Kleine Blüten verwendet man im Ganzen, größere werden zerteilt. Bei Blüten von Korbblütlern, z.B. der Ringelblume, Chrysantheme und von Zichorie werden nur die zarten, äußeren Blütenblätter genutzt.
  • Rosen sind wohl die bekanntesten essbaren Blumen. Man verwendet die Blüten natürlich viel als Dekoration, aber auch für Likör, Rosenzucker und Süßspeisen. Am besten geeignet sind historische Duftrosen. Die Blüten sind stark gefüllt und duften verführerisch.
  • Die beliebten Taglilien heißen in ihrer chinesischen Heimat gelbes Blumengemüse. Man nutzt nur nicht aufgeblühte Knospen. Diese ähneln geschmacklich chinesischen Pilzen, was eher erstaunt.
  • Super dekorieren kann man mit der Kapuzinerkresse. Die Blüten schmecken aber auch gut, leicht scharf. Sie passen gut zu jeder Art von Salat. Auch die Blätter können zum Einsatz kommen. Sie können auch für Tees verwendet werden. Dieser hat eine unterstützende heilende Wirkung bei Erkältungen und Harnwegsinfektionen.
  • Auch die kleinen blauen Veilchenblüten eignen sich gut für Salate. Ihr Aroma ist unvergleichlich und Sie sollten sie unbedingt einmal probieren.
  • Dahlienblütensalat gilt als Delikatesse. Nutzen Sie ihre Dahlien einmal anders und probieren Sie!
  • Zucchiniblüten kann man füllen, auch sehr lecker.
  • Einige Tagetessorten sind essbar, z.B. die 'Orange Gem'. Sie überzeugt durch ihr Orangenaroma. Ein wunderbares Vanillearoma haben weiße und violette Heliotrope.
  • Die hübschen Blüten der Duftpelargonien aromatisieren Tees und Süßspeisen.
  • Aus den Blüten von Löwenzahn, der allgemein aber als Unkraut gilt, lässt sich ein leckerer Honig herstellen.
  • Blüten von Salbei, Borretsch und Rotklee sind schmackhaft und essbar. Sie sind auch groß genug, so dass das Sammeln nicht so mühsam ist.
  • Auch Gänseblümchen, Goldmohn, Ringelblumen und kann man essen. Sie sind aber nicht sehr kräftig im Geschmack.
  • Die Blüten vom Holunder können für einen Sirup verwendet werden. Dieser ist sehr lecker. Auch Sekt kann man aus Holunderblüten brauen.
Essbare Blüten ernten
Egal welche Blüten, sie werden am besten morgens geerntet. Dann ist der Tau schon getrocknet, aber die Blüten haben noch nicht die pralle Sonne abbekommen.  So sind die Aromastoffe der Blüten am intensivsten. Man wäscht sie nur unter fließendem Wasser ab und tupft sie vorsichtig mit Haushaltspapier ab. Stempel, Staubblätter und grüne Teile werden vorsichtig entfernt. Wichtig ist, nur Blüten von ungespritzten Pflanzen verwenden!

Giftige Blüten kennen

Man sollte auch um die giftigen Pflanzen im Garten wissen. Die Blüten von vielen Pflanzen sind giftig, z.B. von Maiglöckchen, Akelei, Tollkirsche, Seidelbast, Pfaffenhütchen, Christrose, Eisenhut, Fingerhut, Goldregen. Oleander, Herbstzeitlose, Rainfarn und Scharfer Hahnenfuß.