Amberbaum, Liquidambar styraciflua - Pflanzen & Pflege

Im Herbst verfärbt sich das Laub des Amberbaums rot bis goldigDer Amerikanische Amberbaum oder Liquidambar styraciflua erinnert an den bekannten Ahorn, setzt sich von ihm jedoch durch seine kompakten Ausmaße ab. Für kleine Gärten geeignet, benötigt er zumindest in jungen Jahren einige Pflege und Aufmerksamkeit - Hobbygärtner mit wenig Zeit werden an ihm also nur bedingt Freude haben. Hat sich der Amberbaum aber erst einmal etabliert, ist der für ihn erforderliche Aufwand überraschend gering. Die Mühe belohnt der Baum mit dekorativen Blüten, Früchten

und einer Herbstfärbung, die ihresgleichen sucht.

Standort

Je heller desto besser - das ist die Devise des Amerikanischen Amberbaums. Sein Standort sollte vollsonnig sein, denn bereits im lichten Schatten kann es dem Liquidambar styraciflua zu dunkel werden. Zudem ist das Gehölz sehr wärmebedürftig, gerade in den ersten Jahren. Kalter Wind oder Regen, der ungehindert auf das Bäumchen einwirken kann, ist daher denkbar ungünstig. Optimal sind Bereiche, die durch Hauswände, Mauern oder andere Gewächse etwas abgeschirmt aber dennoch sehr sonnig sind. Weiterhin ist die Größe des Baums zu beachten. Mit einem Kronendurchmesser von bis zu vier Metern benötigt das Gehölz doch einigen Platz und entsprechenden Abstand zu anderen Gewächsen. Tipp: Aufgrund der anfänglichen Empfindlichkeit ist es ratsam, den Amberbaum zunächst im Kübel zu kultivieren. Auf diese Weise ist es einfacher, ihn vor Witterungseinflüssen zu schützen.
 
Substrat

Das ideale Substrat für den Amberbaum ist ein frischer, lehmiger und nährstoffreicher Boden. Verdichtungen in diesem verträgt der Liquidambar styraciflua jedoch nicht, weswegen etwas Sand zur Auflockerung untergemischt werden sollte. Um den Nährstoffgehalt zu erhöhen, sind Zugaben von Kompost und Hornspänen oder -mehl ideal.

Pflanzen

Die Pflanzung des Amberbaums in den Garten ist im frühen Herbst und spätem Frühjahr möglich. Weil gerade junge Bäumchen noch empfindlich auf Frost und kalten Wind reagieren können, sollte der Frühling vorgezogen werden. Dann hat Liquidambar styraciflua noch ausreichend Zeit, um anzuwachsen und sich auf den Winter vorzubereiten. Die folgende Anleitung weißt auf weitere Besonderheiten hin.
  1. Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen sein.
  2. Die vorbereitete Erdmischung wird zur Auskleidung des Pflanzlochs verwendet.
  3. Die Wurzeln werden so tief eingesetzt, dass die Veredelungsstelle knappe unter der Erdoberfläche liegt.
  4. Das Laub des Amberbaums erinnert an den AhornGemeinsam mit dem Bäumchen ist ein stabilisierender Pfahl einzusetzen, der das Gehölz nicht nur gerade hält, sondern auch bei der Bewurzelung hilft. Dazu muss der Stamm natürlich sicher mit dem Stab verbunden werden.
  5. Nach dem Auffüllen mit lockerer Erde erfolgt ein schwemmendes Gießen.
  6. Als Schutz kann zusätzlich eine dicke Mulchschicht auf der Baumscheibe aufgebracht werden.
Gießen

Mit nassem Boden kommt der Amberbaum sehr gut zurecht, mit Trockenheit hingegen gar nicht. Vor allem in den ersten Standjahren können die jungen Liquidambar styracifluas noch nicht ausreichend auf die Reserven im Boden zurückgreifen und müssen daher zusätzlich gegossen werden. Das darf gern schwemmend sein. In den heißen und trockenen Phasen des Sommers bis zu zweimal wöchentlich. Ansonsten nach Bedarf. Und zwar so, dass der Boden stets zumindest leicht feucht bleibt. Bei der freien Pflanzung im Garten sollte während des Winters ebenfalls ein Austrocknen vermieden. Geringe Wassergaben an frostfreien Tagen können also durchaus notwendig sein.

Düngen

Der Amberbaum benötigt vergleichsweise

große Nährstoffmengen. Vor allem Mineralien müssen daher zusätzlich zugeführt werden. Für ein Gehölz in überraschend großen Mengen. Etwa von Mai bis September wird zu diesem Zweck ein Mineraldünger aller zwei Wochen verabreicht. Wird dieser ausgebracht, sollte danach gut gewässert werden. Anderenfalls können die Wurzeln durch zu starke Konzentrationen Schaden nehmen.

Verschnitt

Der Amberbaum benötigt keinerlei Formschnitt, von einem regelmäßigen Auslichten profitiert er jedoch. Entfernt werden sollten lediglich abgestorbene Äste, beschädigte Zweige und Triebe, die einzeln aus der Krone herausragen oder nach innen wachsen. Ein verjüngendes Schneiden, bei dem rundum Zweigspitzen entfernt werden, ist ebenfalls möglich und kann einen dichteren Wuchs fördern sowie den Baum kompakt halten. Der Herbst bietet sich für radikalere Eingriffe an. Im Frühjahr sollten - vor
dem Austrieb - nur kleine Korrekturen durchgeführt werden. Erfolgt der Schnitt wenn bereits Triebe sichtbar sind, wird der Baum an dieser Stelle kahl bleiben und erst m Folgejahr wieder neu austreiben.

Vermehrung

Die Vermehrung des Amberbaums erfordert einige Geduld und die passende Vorbereitung der Samen. Hinzukommt, dass der Liquidambar styraciflua im eigenen Garten einen Großteil nicht keimfähiger Samen trägt. Es müssen also zahlreiche Samen angesetzt werden, um Erfolge verbuchen zu können. Bevor die Samen überhaupt zur Keimung gebracht werden können, müssen sie zudem stratifiziert werden. Das bedeutet nichts anderes, als sie für etwa zwei Monate im Kühlschrank zu lagern oder aber über den Winter im Freien zu lassen, denn für den ersten Austrieb benötigen sie einen Kälteimpuls. Im Anschluss werden sie auf Anzuchterde verbracht und feucht gehalten. An einem hellen Ort sollten sie nun bei etwa 20 °C gehalten werden. Tipp: Aufgrund der geringen Keimquote ist es sinnvoll, Samen aus dem Fachhandel zu erwerben.

Den Amberbaum schmücken im Herbst seine kugeligen FrüchteÜberwinterung

Ist der Amberbaum einmal angewachsen und gedeiht am gewählten Standort bereits seit einigen Jahren, benötigt er im Winter keinerlei Schutz. Junge Bäumchen hingegen schon. Diese sollten mit Tannenreisig, Stroh, Mulch oder Mist angehäufelt werden, um die Wurzeln zu isolieren. Zusätzlich ist das Umwickeln des Stamms mit Gartenvlies empfehlenswert. In der Kübelkultur bietet es sich an, den Liquidambar styraciflua im Haus zu überwintern. Hier sollte er kalt aber frostfrei und hell stehen.

Typische Krankheiten, Pflegefehler und Schädlinge

Von Krankheiten und Schädlingen bleibt der Amerikanische Amberbaum in der Regel verschont. Schäden durch Pflegefehler können jedoch auftreten. Typisch sind hier:
  • ein zu dunkler Standort
  • verdichteter Boden
  • nicht ausreichend Wasser
  • fehlende Nährstoffe
Der Liquidambar styraciflua quittiert diese mit schlechtem Gedeihen, Blattverlust und Verfärbungen. Auch das Absterben des Gehölzes ist nicht ungewöhnlich, vor allem zu wenig Feuchtigkeit.

Häufig gestellte Fragen
  • Ist der Amberbaum giftig? - Der Amerikanische Amberbaum ist in Teilen reizend bis giftig. In verarbeiteter Form unbedenklich ist das Harz, das sogar zeitweise als Basis für Kaugummis genutzt wurde. Gerade Kinder, empfindliche Menschen und Tiere können durch Kontakt zu dem Liquidambar styraciflua jedoch Vergiftungserscheinungen erleiden.
  • Kann ich den Liquidambar styraciflua im Kübel ziehen? - Der Amberbaum kann im Laufe seines Lebens zwar einen beachtlichen Kronendurchmesser erreichen, während der ersten Jahre ist er jedoch problemlos für die Kultur in einem Kübel geeignet. Gerade in härteren oder längeren Wintern ist das sogar sinnvoll, da die jungen Gehölze nur bedingt frosthart sind.
Wissenswertes zum Amberbaum in Kürze
  • Der Amberbaum, lateinisch Liquidambar styraciflua, kommt aus Amerika und wird unter anderem auch Seesternbaum genannt.
  • Der Baum verdankt diesen Namen der Optik seiner Blätter, die wie grüne Seesterne aussehen.
  • Er wird in Nordamerika bis zu 45m hoch und erfreut sich auch in der heimischen Gartenlandschaft immer größerer Beliebtheit.
  • In unseren Breiten ist das Wachstum meist jedoch auf bis zu 15 m eingeschränkt.
  • Dies ist ein weiterer Grund, weshalb der Amberbaum in immer mehr Gärten anzutreffen ist.
Frost kann dem Amberbaum gefährlich werdenÜberwinterung
  • In Amerika ist der Amberbaum im Norden beheimatet, was ihn für die Auspflanzung in Europa hervorragend geeignet macht.
  • Zum Thema Amberbaum Pflege sollte man berücksichtigen, dass er zwar draußen überwintert, doch eine Frostabdeckung benötigt.
  • Obwohl er in Nordamerika wächst, ist er nicht frostresistent. Es reicht jedoch, den Boden jüngerer Pflanzen mit Laub gut abzudecken.
  • Ältere, größere Pflanzen sind robust und überstehen problemlos einen Winter mit Schnee und Eis.
  • Jüngere Pflanzen können in große Gefäße gepflanzt und im Winter zum Schutz im Haus überwintern.
Standort
Wer sich für einen Amberbaum entscheidet, kann die Pflanze entweder direkt in den Garten verpflanzen, sollte jedoch auf ausreichenden Platz zu anderen Pflanzen achten und die maximale Höhe des Baumes beachten. Wichtig ist, dass für den Amberbaum (Liquidambar styraciflua) ein sonniger Platz gewählt wird, wobei vor allem auf die Wahl der richtigen Erde Wert gelegt werden sollte. In Nordamerika wächst der Baum am besten auf einem Boden mit hohem Sand- und Lehmanteil, daher sollte man beim Auspflanzen auch auf eine solche Bodenmischung achten. Für ein gesundes Anwachsen sollte die Erde ständig recht feucht, jedoch nicht zu nass gehalten werden.

Gießen
  • Der Baum ist aufgrund des Wasserbedarfs im Sommer ein wenig Pflegeintensiver als in anderen Jahreszeiten.
  • Es empfiehlt sich, den Baum im Sommer von Hand zu bewässern, da die Regenmenge im Sommer für den Baum nicht ausreicht.
  • Dafür sind vor allem ältere Bäume recht anspruchslos und bedürfen nicht viel Pflege.
  • Wie andere Laubbäume auch, verliert der Amberbaum im Herbst seine Blätter, so dass hier entsprechend gehandelt werden muss.
Rückschnitt
  • Vor allem das Beschneiden von Ästen oder der Baumkrone entfällt beim Amberbaum gänzlich.
  • Selbstverständlich kann man den Amberbaum beschneiden, vor allem in der Höhe und Breite ist dies in einigen Fällen notwendig.
  • Beim Amberbaum kann man der Natur den Lauf lassen und die Wuchsrichtung des Baumes ohne Eingriff von außen genießen.
Neben dem geringen Pflegeaufwand macht auch die fast völlige Schädlingsresistenz den Amberbaum zu einem immer beliebteren Gewächs in den Gärten. Einzig die Wurzeln können anfällig für Krankheiten sein. Diese Krankheiten resultieren jedoch meist aus schlechter Bewässerung und können somit vermieden werden. Schädlinge an Blättern oder am Stamm sind, im Gegensatz zu vielen anderen Baumarten, nicht zu befürchten; bei jungen Pflanzen können jedoch Blattläuse die Blätter beschädigen - bei älteren Pflanzen hat man damit keine Probleme mehr.