Bauernhortensie - Pflege der Hydrangea macrophylla

Bauernhortensie

... ist eine der wenigen Hortensien, die man bedingt auch als Zimmerpflanze verwenden kann. Auch als Kübelpflanze ist sie gut geeignet. Die Blütenfarben reichen von Weiß über Rosa und Rot bis zu Blautönungen. In der Natur blüht die Bauernhortensie von Mai bis August. Im Handel bekommt man sie aber schon ab Februar. Sie stammt aus Treibhäusern und ist recht empfindlich.

Als Kübelpflanze kann die Bauernhortensie bei guter Pflege etwa 150 cm hoch und sehr üppig werden. Sie bevorzugt einen schattigen, etwas kühleren und windgeschützten Standort. Man sollte sie nicht nach

draußen stellen, solange es noch Nachtfröste geben kann.

Bauernhortensien sollten täglich mit kalkarmen Wasser gegossen werden. An sehr heißen Tagen ist es besser, morgens und abends zu gießen, als einmal richtig zu wässern. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Günstig ist, nicht auf Blüten und Blätter zu gießen, um Mehltau vorzubeugen. Von März bis August kann man alle 7 bis 10 Tage
mit kalkarmen Flüssigdünger für ausreichend Nährstoffe sorgen.

Bauernhortensien kann man gut überwintern. Vor dem ersten Frost müssen die Pflanzen in ein Winterquartier geräumt werden. Ein dunkler, ausreichend belüfteter Raum mit Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad ist ideal. Der Wurzelballen darf nie austrocknen, aber ansonsten benötigt die Pflanze nicht viel Wasser. Wenn im März der Neuaustrieb beginnt, muss die Hortensie heller, aber nicht wärmer stehen. Jetzt muss täglich etwas gegossen werden. Ältere Triebe und beschädigtes Holz müssen ausgelichtet werden.
Alle zwei Jahre sollte die Bauernhortensie umgetopft werden. Die Erde sollte sauer und kalkfrei sein.

In der Regel benötigt die Bauernhortensie keinen Schnitt. Sollte es doch einmal nötig werden, sie zurück zuschneiden, sollten nicht die nächstjährigen Blütentriebe abgeschnitten werden. Bauernhortensien blühen an den Trieben, die im Vorjahr gewachsen sind. Am besten wird nur das Triebstück entfernt, das die welke Blütendolde trägt. Am sichersten ist es, die Bauernhortensie erst dann zu schneiden, wenn die Knospen deutlich zu erkennen sind. Das ist etwa ab Ende September der Fall. Trockene Blütenstände können aber auch den Winter über an den Pflanzen verbleiben. Erst wenn die Pflanzen aus der Form geraten oder überaltern, ist ein radikaler Rückschnitt nötig. Der wird im allgemeinen gut vertragen. Die Pflanze treibt dann von unten wieder neu aus.

Auch die Bauernhortensie wird, wie fast alle Hortensienarten über Stecklinge vermehrt. Im Topf kultivierte Bauernhortensie kann man nach der Blüte in den Garten pflanzen. Allerdings muss man sie erst an die Sonne gewöhnen und ausreichend gießen.