Baumfällarbeiten - Kosten, Preise und Vorschriften

Baumfällarbeiten müssen mit geeigneten Werkzeugen und Maschinen durchgeführt werdenDas Fällen von einem oder mehreren Bäumen ist nicht wirklich einfach. Besonders große Bäume stellen stets eine Herausforderung dar, die man im besten Falle immer einem Fachbetrieb überträgt. Hier kennt man sich aus und kann auch schwierige Fällarbeiten ohne großen Aufwand betreiben.

Zudem haben Fachbetriebe die benötigte Ausrüstung zum Fällen von Bäumen, die man als Privatperson mit Sicherheit nicht aufbringen kann. Denn anders als die allgemeine Meinung, wird beim Fällen von Bäumen mehr als

eine Säge benötigt. Hebebühnen, Gurte und Seile kommen in vielen Fällen ebenso zum Einsatz wie die passende Schutzkleidung und große Fahrzeuge, die für den Abtransport des gefällten Baumes sorgen. Dieser kann zwar nach dem Fällen auf handliche Stücke zurechtgeschnitten werden. Doch meist gilt dies nur für den Baumstamm. Die Äste müssen anderweitig weiterverarbeitet werden und benötigen entsprechende Transportmittel.

Doch kann man auch selbst Hand anlegen? Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen getroffen werden? Welche Kosten entstehen und wer kümmert sich um den Abtransport des Baumes? All diese Fragen sollen nun etwas genauer beantwortet werden.

Selbst Hand anlegen?

Generell sollte man nur dann einen Baum selbst fällen, wenn man dies auch kann. Empfehlen tut sich dies nur dann, wenn man nicht nur über das benötigte Werkzeug und die Schutzkleidung verfügt, sondern auch über die Fachkenntnisse. Denn ein Baum fällt nun einmal nur dann richtig, wenn er im Vorfeld richtig bewertet und vorbereitet wurde. Aus diesem Grund sollte man nur dann selbst aktiv werden, wenn kleine Bäume oder größere Sträucher im Weg stehen, die gut händelbar sind und auch von einem Laien gekürzt oder gefällt werden können. Ansonsten kann nur empfohlen werden, die Profis mit dieser Aufgabe zu betrauen und einen passenden Anbieter zu suchen.

Anbieter suchen

Nun ist es zwar möglich, in den Gelben Seiten einfach nach einem Unternehmen zu suchen, welches Baumfällarbeiten anbietet. Dieses ordert man dann und der Baum wird sachgemäß gefällt. Doch so einfach sollte man es sich im eigenen Interesse nicht machen. Das Fällen von einem Baum kostet nämlich Geld. Und dieses sollte man schon gezielt ausgeben. Zudem muss im Vorfeld immer geklärt werden, ob das ausgesuchte Unternehmen überhaupt in der Lage ist, den vorhandenen Baum zu fällen. Nicht jeder bringt die passende Ausrüstung mit, um beispielsweise einen besonders großen Baum mit einer großen Krone zu fällen. Ein Vergleich der einzelnen Anbieter und das Einholen von einem Kostenvoranschlag sind aus diesem Grund immer zu empfehlen.

Tipp: Wer auf dem Land wohnt und einen guten Draht zur dortigen Freiwilligen Feuerwehr hat, kann diese fragen, ob sie den Baum fällt. Die Kameraden sehen das als Übung an und machen dies meist kostenlos oder gegen eine kleine Spende für die Vereinskasse. Ausrüstung und Kenntnisse bringen sie ausreichend mit. Nur um den Abtransport muss man sich dann noch selbst kümmern.

Baumfällarbeiten sind für Profis auch auf engstem Raum kein ProblemKosten

Wie bei vielen Dingen auch, so können auch die Kosten für das Fällen von Bäumen nicht pauschal benannt werden. Zu vielseitig können die Bäume wie auch der Arbeitsaufwand ausfallen, um einen festen Preis nennen zu können. Aus diesem Grund ist es ja

immer wichtig, dass man sich im Vorfeld um einen Kostenvoranschlag bemüht, der die Kosten genau aufzeigt.

Schaut man sich einige Angebote an, kann jedoch gesagt werden, dass bei großen Bäumen mit Kosten
zwischen 500 und 1.000 Euro gerechnet werden muss. Kleinere Bäume fallen deutlich günstiger aus. Hier geht es bereits bei 200 Euro los. Hat man mehrere Bäume zu fällen, wird dies im Paket meist auch günstiger, als wenn man sie einzeln fällen lassen würde. Große Sträucher werden ebenfalls zu einem günstigeren Preis angeboten. Hier geht es in der Regel bei 100 Euro los. Werden sie in Kombination mit einem großen Baum beseitigt, dann kann es sogar passieren, dass die Unternehmen den Strauch ohne zusätzliche Kosten entfernen.

Wichtig bei den Kosten ist auch immer, ob man sich um den Abtransport und die Entsorgung des Baumes selbst kümmert, oder ob dies das Unternehmen übernimmt. Kümmert man sich selbst, kann das Holz in vielen Fällen als Brennholz verwendet werden. Und über die Äste, die klein gehäckselt als Ausgangsmaterial für die Kompostierung oder als natürlicher Bodenbedecker eingesetzt werden können, freut sich mit Sicherheit der eigene Garten oder aber ein Gartenbauunternehmen, welches vielleicht sogar den einen oder anderen Euro dafür zahlt.

Ablauf Baumfällarbeiten
  1. Bäume und große Sträucher heraussuchen, die gefällt werden müssen
  2. überprüfen, ob eine Genehmigung für das Fällen benötigt wird
  3. passenden Anbieter finden und gegebenenfalls Nachbarn informieren
  4. Kostenvoranschlag erstellen lassen und Termin vereinbaren
  5. Grundstück am Tag der Arbeiten großzügig absperren, damit niemand zu Schaden kommt
Die beste Zeit für Baumfällarbeiten

Da in Deutschland klare Vorschriften für alle Vorgänge und Arbeiten existieren, ist es nur logisch, dass auch das Fällen vom Bäumen nach genauen Vorschriften stattzufinden hat. So dürfen Baumfällarbeiten nicht im Zeitraum vom 1. März bis zum 31. September durchgeführt werden. Während dieser Zeit dienen die Bäume als Nist- und Brutplätze für Vögel und dürfen nicht gefällt werden. Wer einen Baum fällen möchte, sollte dies also vom 1. Oktober an bis spätestens 28. Februar erledigt haben.

Vorschriften

Damit ein Baum auch wirklich sicher gefällt werden kann, muss im ersten Schritt immer erst einmal die Umgebung abgesichert werden. Dies sollte möglichst weiträumig geschehen. Viele unterschätzen die Größe eines Baumes und wundern sich dann, wenn dieser in einem ungünstigen Winkel irgendwo einschlägt. Ist der Baum sehr groß, muss er im Vorfeld gekürzt werden. Neben dem Entfernen der Äste wird auch der Baumstamm von oben beginnend so gekürzt, dass dieser beim Fällen keine Gebäude, Zäune, Stromanlagen oder ähnliches treffen kann. Besonders in Wohngebieten sollte deshalb immer ein Fachbetrieb die Fällarbeiten übernehmen. Nicht dass der Baum am Ende hohe Kosten verursacht, weil er auf ein teures Auto fällt oder die Fassade vom Nachbarhaus beschädigt.

Baumfällarbeiten umfassen auch die Zerlegung der gefällten BäumeTipp: In vielen Fällen muss eine Genehmigung für das Fällen eingeholt werden. Sollte es sich nur um einen kleinen Baum auf dem eigenen Grundstück handeln, der nicht geschützt ist, geht alles ohne Genehmigung. Größere geschützte Bäume, die beispielsweise außerhalb einer geplanten Bebauung gefällt werden sollen, verlangen stets nach einer Genehmigung für das Fällen. Beim zuständigen  Amt (meist Grünflächenamt) können die entsprechenden Formulare ausgefüllt und abgegeben werden. Die Bearbeitung des Antrages kostet rund 40 Euro. Dies kann allerdings von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein. Zur Genehmigung muss zudem sichergestellt werden können, dass ein Ersatzbaum gepflanzt wird.

Wissenswertes zu Baumfällarbeiten in Kürze

  • Baumfällarbeiten lässt man besser vom Experten durchführen.
  • Fachfirmen sind bestens mit den Vorschriften der Durchführung, den gesetzlichen Bestimmungen und den Sicherheitsvorkehrungen vertraut.
  • Die Gemeinden sind für die Bestimmungen zuständig, welche die Vorschriften für Baumfällarbeiten beinhalten.
  • Erteilt wird die Genehmigung von Ordnungsämtern und Gemeinden.
  • Baumfällarbeiten ohne Genehmigung können sehr teuer werden, Strafen können bis zu 50.000 Euro betragen.
  • Ausgenommen sind Obstbäume, die Vorschriften zur Fällung sind bundesweit im Kleingartengesetz festgehalten.
  • Wer eine Genehmigung erwirken möchte, sollte nachweisen können, dass von dem zu fällendem Baum eine Gefahr ausgeht.
  • Wird eine Fällgenehmigung erteilt, ist sie oft mit einer bestimmten Auflage verbunden, z.B. die Neupflanzung eines Baumes.
Achtung: In Städten oder in der Nähe von Wohnhäusern werden Bäume nicht gefällt, sondern von oben nach unten abgesägt. Zuerst Zweige und Äste, dann der Stamm.

Ist der Baum gefällt, stellt sich die Frage nach der Entsorgung. Wenn es sich um verwertbares Holz handelt, bieten einige holzverarbeitende Betriebe an, Stämme kostenlos abzuholen. Ist dies nicht der Fall, muss ein entsprechendes Abfuhrunternehmen beauftragt werden.