Kletterhortensie - Pflege, Schnitt der Hydrangea petiolaris

Kletterhortensie - Pflege, Schnitt Kletterhortensien können mit Rankhilfen zur Fassadengestaltung eingesetzt werdenKletterhortensien sind Selbstklimmer. Mit Haftwurzeln klettert diese Pflanze in beachtliche Höhen. Allerdings ist das Höhenwachstum geringer, als bei anderen Kletterpflanzen. Sie wachsen auch gern in die Breite und sind auch als Bodendecker geeignet.

In den ersten Jahren nach der Pflanzung wachsen die Kletterhortensien nur langsam. Sie starten erst später mit dem Wachstum durch. Kletterhortensien bevorzugen einen halbschattigen bis schattigen Standort. Der Boden sollte humos, sauer  bis neutral, in

jedem Fall feucht oder sogar nass sein. Kalk mögen sie gar nicht, ebenso wie Bodenverdichtung.

Kletterhortensie - Steckbrief zur Pflege
  • Als Dünger ist Moorbeetdünger empfehlenswert. Man düngt alle 14 Tage. Ende August werden die Düngergaben eingestellt. Zum Gießen sollte nur weiches Wasser verwendet werden.
  • Ein Schnitt der Kletterhortensie im Frühjahr fördert die Verzweigung der Triebe. Zu mehr Blütenansätzen kann man ihr aber so nicht verhelfen.
  • Die Kletterhortensie blüht sowieso erst nach einigen Jahren und dann auch nur weiß, nicht in anderen Farben wie die restlichen Hortensien.

  • Zum Klettern benötigen die Hortensien eine Kletterhilfe. Eigentlich ist die Kletterhortensie winterhart. Im Pflanzjahr sollte man sie aber mit etwas Reisig vor Frost schützen.
  • Die Kletterhortensie ist auch als Kübelpflanze geeignet. Dann muss man jedoch auf ausreichende Bewässerung achten und ziemlich viel gießen. Die Erde darf nie austrocknen.
  • Vermehrt wird die Kletterhortensie durch Teilung oder durch Stecklinge aus Seitentrieben im Spätsommer. Die Stecklinge sollten keine Knospen besitzen und nur die obersten zwei Blätter
    behalten.
Der Schnitt der Kletterhortensie

Die Kletterhortensien (Hydrangea petiolaris) gehört zu den Hortensiengewächsen, die uns in Bezug auf ihr Aussehen eine echte Abwechslung zu den beliebten Garten- oder Bauernhortensien bietet, aber von Schnitt her eigentlich ganz ähnlich wie diese zu behandeln ist.

Denn auch die Kletterhortensie legt unter der Blüte bereits den Blütenstand für das nächste Jahr an, auch bei den Kletterhortensien müssen Sie beim Schnitt also darauf achten, dass Sie nicht die Blüten der kommenden Saison abschneiden. Wie die Gartenhortensien kommt die Kletterhortensie jedoch in der Regel ohne viel Schnitt aus, eigentlich reicht es vollkommen, wenn Sie sie im Frühjahr von den abgeblüten Blüten des Vorjahres befreien.

Je nachdem, wo Ihre Kletterhortensie sich entfalten darf - an einer Hauswand oder am Boden in die Breite - können Sie die Pflanze dabei auch gleich etwas auslichten, dabei können Sie die alten Triebe möglichst nah am Boden abschneiden und erst nach dem Vertrocknen vorsichtig entfernen.

Selbstverständlich sollten Sie beim Schnitt wie bei jeder Pflanze auch alle geschädigten oder abgestorbenen Triebe entfernen, und wenn eine Kletterhortensie ihr Rankgitter zu schnell erklimmt, können Sie sie in beliebigem Maße kürzen. Möglicherweise müssen Sie dann aber in der kommenden Saison auf eine prächtige Blüte verzichten, da Sie die Blütenanlagen mit weggeschnitten haben.

Wenn Ihre Kletter-Hortensie nach oben rankt, sollten Sie auch die Triebe kürzen, die von der Mauer oder von Rankgerüst weg wachsen, wenn diese sich ungehindert entwickeln können, könnte das Rankgerüst irgendwann Übergewicht bekommen oder die ganze Kletterpflanze wird von der in die falsche Richtung wachsenden Pflanzenmasse nach unten gezogen.

Die Kletterhortensien - nicht nur von ökologischem Wert

Die

Kletter-Hortensie ist für unsere Insekten als Futterpflanze von hohem ökologischen Wert: Sie entwickelt nicht wie manche Hortensien-Arten nur sterile Scheinblüten, sondern auch fruchtbare und mit Nektar gefüllte echte Blüten. Sterile Randblüten hat sie zwar auch, aber auch die werden verwertet: Unsere Vögel verwenden die weichen Blätter gerne, um ihre Nester damit zu bauen.

Wertvoll für manche Hausbesitzer ist die Kletterhortensie auch noch aus anderen Gründen: Wenn eine Fassadengestaltung nur sehr schlecht eine Installation eines Rankgitters denkbar macht, ist die Kletter-Hortensie die Lösung. Diese Pflanze hat in den Wäldern Japans kräftige Haftwurzeln entwickelt, die ihr völlig ohne Kletterhilfe ermöglichen, in die Senkrechte aufzusteigen. Das kann entscheidend dafür sein, dass eine Kletterpflanze überhaupt das Haus verschönern darf, z. B. immer dann, wenn die Durchlöcherung der Fassade zur Anbringung einer Kletterhilfe den Dämmwert herabsetzen würde. Die Kletterhortensie kann sogar den dekorativen Zierwein ersetzen, der ohne Rankgitter nicht auskommt: Sie entwickelt gegen Ende der Saison eine ähnlich attraktive, leuchtend gelbe Herbstfärbung.

Die Kletterhortensie ist auch für Designs eine gute Wahl, bei denen eine Pflanze etwas begrünen soll, aber der Einsatz einer Kletterhilfe optisch unangebracht wäre. Es gibt nur wenig Materialien, an denen die Haftwurzeln dieser Pflanze keinen Halt finden.