Nordmanntanne - Pflanzen, Pflege, Krankheiten - Nordmanntannen

Nordmanntanne - Pflanzen, Pflege, Krankheiten

Die Nordmanntanne ist vor allem als Weihnachtsbaum bekannt, ob geschnitten oder getopft. Die getopften sind zwar dafür gedacht, dass man sie nach dem Fest einpflanzen kann, aber das Anwachsen gelingt nur selten. Die Nordmanntanne ist ein Pfahlwurzler. Beim Ausgraben wird die tiefe Wurzel abgetrennt und die Bäume überleben selten mehr als zwei Monate.

Bevor man eine Nordmanntanne pflanzt, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass sie bei guten Bedingungen ordentlich groß werden kann, bis zu 60 Meter hoch. Sie kann im Jahr bis zu 40 Zentimeter zulegen.

Der Baum benötigt auch Platz ringsum, damit er sich gleichmäßig entwickeln und ausbreiten kann.
Der Standort für die Tanne sollte halbschattig sein. Besser ist ein schattiger Platz, als zu viel Sonne, vor allem bei Jungpflanzen. Ideal ist ein gleichmäßig feuchter und nährstoffreicher Boden. Humusreicher Lehmboden ist sehr gut geeignet.  Junge Setzlinge sollten vor starker Sonneneinstrahlung, Ostwind und Frost geschützt werden. Wenn die
Bäumchen älter sind, sind sie recht unempfindlich und ziemlich pflegeleicht. Der Boden darf nicht austrocknen, bei Trockenheit muss also regelmäßig gründlich gewässert werden.

Nordmanntannen reagieren empfindlich auf Bodenverdichtung und Luftverschmutzung. Sie sind hoch empfindlich gegen Lufttrockenheit und Hitze.

Gedüngt wird am besten mit Koniferenlangzeitdünger. Mit einer einzigen Düngung erhalten die Tannen alle wichtigen Haupt- und Spurenelemente für sechs Monate.

Geschnitten wird die Nordmanntanne erst, wenn sie drei Jahre alt ist. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist nach der Blüte, also etwa im Juni.

Die Nordmanntanne ist in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet kaum durch Krankheiten und Schädlinge bedroht. Günstig ist, dass sich keine parasitierenden Pilze auf die Nordmanntanne spezialisiert haben. Borkenkäfer befallen die Tannen hin und wieder und auch die Weißtannentrieblaus kann Schaden anrichten. Sie besiedeln überwiegend dünnrindige Stämmchen, Äste oder Triebe in sonniger Lage. Ideal sind bis 1,50 Meter große Jungtannen. Chemische Bekämpfungsmittel sind derzeit nicht zugelassen, man kann nur mechanisch gegen die Schädlinge vorgehen. Das heißt Baum fällen, damit sich die Laus nicht ausbreiten kann.