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Pfeifenstrauch (Philadelphus)
Pflanzen im Garten - Bäume & Sträucher II

Der Pfeifenstrauch

Der Pfeifenstrauch wird auch falscher Jasmin oder Bauernjasmin genannt. Er lässt sich der Familie der Hortensiengewächse zuordnen und zählt damit zu den Ziergehölzen. Der Bauernjasmin ist in Südosteuropa und Italien beheimatet und zudem ein beliebter Zierstrauch in Gärten und Parks. Der Pfeifenstrauch ist sommergrün und erreicht Wuchshöhen von ein bis zu vier Metern. Die Zweige des Strauchs haben eine hellbraune raue Rinde. Seine Blätter sind hellgrün, gegenständig angeordnet, zudem hellgrün, eliptisch und schwach gezähnt. An Kurztrieben sitzen fünf bis zehn Blüten zusammen, die stark duften. Diese können unterschiedlich ausgebildet sein und reichen von einfach über halbgefüllt bis hin ...
zu gefüllt. Der Pfeifenstrauch gehört zu den Duftgartenpflanzen.

Der Pfeifenstrauch ist für alle Gartenböden geeignet, bevorzugt aber leichte trockene Böden. Bei tonigen Böden kann es erforderlich sein, eine Drainage zu legen. Als Standort eignet sich für den Pfeifenstrauch Sonne und Halbschatten, doch auch mit Schatten kann er leben. Da der Philadelphus stark wächst ist es notwendig, überaltes Holz nach der Blütezeit in der Nähe des Bodens zu entfernen.  Dadurch wird das Blühvermögen des Pfeifenstrauches gefördert und unterstützt.

Empfohlen wird dieses Handeln erstmals nach dem dritten, beziehungsweise vierten Jahr nach der Pflanzung und dann im Abstand von zwei bis drei Jahren. Wer seinen Pfeifenstrauch gut pflegen und lang Freude daran haben möchte, sollte zudem alle Nebentriebe einkürzen und auch die Triebe, die nach innen oder kreuzweise wachsen. Um dem Pfeifenstrauch die besten Voraussetzungen zu geben, sollte man den Wurzelbereich von Unkraut freihalten. Um den falschen Jasmin fortzupflanzen sollten Stecklinge gesetzt werden. Der Pfeifenstrauch ist zur Heckenpflanzung bestens geeignet und dient gemeinsam mit Flieder und Schneeball auch zur Hangbefestigung. Eine Naturhecke aus den zuvor genannten Pflanzen schluckt Lärm und Staub. Der Pfeifenstrauch eignet sich zudem hervorragend zur Bienen- und Hummelnährung. Vom Bauernjasmin existieren zudem viele Hybriden. Er ist in normalen Lagen winterfest und kann in Kübeln im Freien überwintern. Wichtig ist jedoch, dass er giftig ist und daher gerade bei Kindern Acht gegeben werden sollte, da er sich hervorragend für den Vasenschnitt eignet.

Man sollte zudem beachten, dass der Pfeifenstrauch im Winter als Wirtspflanze für Bohnen- und Wickenblattläuse dient. Da gerade diese Blattlausgattungen die Pflanzen schwächen, sollte man darauf achten, dass der Boden immer locker gehalten und bei Bedarf auch mehrmals bewässert wird. Da das Wurzelsystem des Pfeifenstrauchs dicht unter der Erdoberfläche liegt, muss man bei Gartenarbeiten sehr vorsichtig vor gehen, um es nicht zu beschädigen.

Wer die Anschaffung eines Pfeifenstrauchs plant, sollte diesen in der Zeit von Oktober bis März pflanzen. Wird der falsche Jasmin über Stecklinge fortgepflanzt, sollte dies in dem Zeitabschnitt Juli/August mit Stecklingen von halbreifem Holz erfolgen oder von September bis November über lange Stecklinge von reifem Holz. Bei der Düngung wird empfohlen Blaukorn im März zu geben, beziehungsweise im April und Mai mit Torf zu mulchen. Wächst der Pfeifenstrauch zu langsam, kann man im Sommer erneut Blaukorn hinzugeben.
Der Pfeifenstrauch ist also auch für diejenigen geeignet, die sich erstmals an einer eigenen Hecke versuchen möchten. Er ist relativ anspruchslos und sehr pflegeleicht. Zudem duftet er angenehm und macht in jedem Garten eine gute Figur.
 


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