Ranunkelstrauch / Kerrie - Pflege, Schneiden

Ranunkelstrauch - Kerrie Rote Ranunkel in PflanzschaleKerrien (Ranunkelstrauch) bezaubern durch ihre butterblumengelben Blüten. In der Regel handelt es sich um die gefüllt blühende alte Gartensorte Kerria japonica Pleniflora, die sich mit ihren langen Trieben zur Wandbegrünung eignet. Sie wird bis zu 3,6 m hoch. Die reine Art hat ungefüllte Blüten und wird bis zu 2m hoch. Der sommergrüne Strauch besitzt hellgrüne, am Rand gesägte Blätter, die in schönem Kontrast zu den Blüten stehen.

Der Ranunkelstrauch wird oft als Heckenpflanze für frei

wachsende Hecken verwendet.

Die Kerrie - ein perfekter Strauch für den Hausgarten

Zunächst kommt die Japanische Kerrie aus Ostasien, sie ist damit in einem Klima beheimatet, das sie auch die Winter in Mitteleuropa recht gut überstehen lässt, wenn Sie in kälteren Regionen auf Winterschutz achten. Dann passt die Kerrie von der Größe her, die sich in einem sehr gemäßigten Rahmen hält, ebenfalls sehr gut in unsere Gärten.

Noch besser passt sie deshalb in unsere Gärten, weil sie sich als ausgesprochen widerstandsfähig gegen Abgase erwiesen hat. Deshalb kann mit den Ranunkelsträuchern so mancher Vorgarten an einer Hauptstraße dekorativ begrünt werden, der sonst allenfalls ein paar kümmerliche Nadelhölzer durchgebracht hätte. Das Gewächs wird sogar als industriefest bezeichnet, wenn Sie also den Boxenstopp an einer Rennbahn umgrünen möchten - hier ist Ihre Pflanze.

Aber mal im Ernst, die Kerrie wird deshalb Goldröschen genannt, weil sie ziemlich mit ihren leuchtendgelben Blüten eben einfach goldig aussieht, und sogar im Winter sieht sie
mit ihren strahlend grünen Zweigen richtig gut aus - wieder Argumente zu ihren Gunsten.

Vom Ranunkelstrauch werden gleich drei attraktive Kulturformen angeboten, die in allen Teilen größer sind als die Wildform:
  • Die "Pleniflora" ist die bekannteste Zuchtform, mit goldgelbe und bis zu 5 cm großen Blüten, die anders als bei den wilden Typen gefüllt sind.
  • Für den Naturgarten ist die "Simplex" die richtige Sorte, mit einfachen ungefüllten Blüten, die denen der wilden Sträucher ähneln.
  • Die Sorte "Picta" ist eine etwas seltenere Zuchtform, die mit grün-weiß panaschierten Blätter überrascht.
Wenn Sie das alles noch nicht überzeugen konnte - da die Kerria japonica sehr früh im Jahr, direkt nach der Forsythie, das erste Mal blüht, schenkt sie uns einfach noch ein zweites Mal Blüten, und zwar im September!

Der Schnitt der Kerrie

Sie müssen einen Ranunkelstrauch überhaupt nicht schneiden, wenn er als freiwachsende Hecke gepflanzt wird. Sie können ihn aber schneiden, dann direkt nach der ersten Blüte. Dieser Stutzschnitt führt dann dazu, dass die Kerrie eine wesentlich kompaktere Wuchsform ausbildet. Wenn Sie die Kerrie frei wachsen lassen, brauchen Sie ihr nur in großen Abständen einen Auslichtungsschnitt gönnen, weil sie von alleine weniger dicht wächst.

Frische Ranunkelblüten - eine Pracht im GartenBesondere Pflegetipps
  • Die Kerrie kann leicht durch Stecklinge vermehrt werden. Sie verbreitet sich aber zusätzlich auch noch durch lange Ausläufer, die Sie ebenfalls zur Vermehrung nutzen können: Einfach warten, bis sich ein Ausläufer bewurzelt hat, und diesen dann abtrennen, schon haben Sie eine neue Kerrie.
  • Düngen sollten Sie die Kerrie lieber nicht, weil sie sonst schnell

    zu wuchern beginnt und weniger blüht. Sie wächst ohnehin in jedem nicht vollkommen übersäuerten Gartenboden und ist dann auch noch ausgesprochen schnellwüchsig.
Wissenswertes zum Ranunkelstrauch in Kürze
  • Höhe 2 bis 3,6 m
  • Blüte von Frühlingsmitte bis Spätfrühling
  • normaler Gartenboden
  • sonniger oder halbschattiger Standort
  • winterhart, sommergrün
Pflanzzeit
Die Pflanzen werden ab Frühjahrsmitte an vollsonnigen, geschützten Standorten in lehmige Mischböden, am besten vor eine schützende Wand gesetzt. Zu Frühjahrsbeginn sollte man alle vom Frost geschädigten Triebe zurückschneiden. In kalten Lagen ist Winterschutz erforderlich.

Vermehrung
Im Hochsommer werden ungefähr 7,5cm lange Achselstecklinge aus halb verholzten Seitentrieben abgenommen und in Vermehrungsbeete mit Torf- Sand-Mischung eingesetzt. Die bewurzelten Stecklinge werden in Töpfe mit speziellem Anzuchtsubstrat umgepflanzt und können im Frühbeet oder Gewächshaus überwintern, im Frühjahr ins Freiland setzen.