Blumenzwiebeln - Tuplen, Narzissen, Krokusse

Am natürlichsten wirken kleine und große Gruppen in Beeten, vor Gehölzen oder im Rasen. Dies erreicht man durch einen beherzten Wurf einer handvoll Zwiebeln. Wo sie hinfallen, werden sie eingepflanzt. Wer es nicht so wild mag, sollte Tuffs von ca. 25 Zwiebeln bilden. Besonders Traubenhyazinthen und Narzissen wirken in solchen Gruppen auch kombiniert am besten. Immer mehr setzen sich auch Sommerzwiebeln wie die Riesenhyazinthe, Montbretie, Kapgladiole und Tigerblume durch, die man am besten im April setzt. Zu Unrecht vernachlässigt werden die Herbstblüher, die im Juli gesetzt werden, wie Herbstzeitlose, Goldkrokus und herbstblühender Krokus.

Blumenzwiebeln

Für alle Zwiebeln gilt: Staunässe ist tödlich. Daher sollte die Erde mit z.B. etwas Sand aufgelockert werden, damit das Wasser besser abfließen kann. Der Boden sollte trotzdem immer gut gewässert werden, da die Zwiebeln leicht eintrocknen. Ist die darüber liegende Erde nicht begrünt, wird sie mit Mulch abgedeckt, um den Boden nicht so leicht austrocknen zu lassen. Die Blätter sollten nach der Blüte bis sie sich leicht abzupfen lassen an den Zwiebeln verbleiben, damit diese für die nächste Blüte genügend Nährstoffe aufnehmen kann. Daher passen sie gut zwischen Stauden, die beim Austreiben mit ihrem frischen Laub die wenig attraktiven Blätter verdecken. Als Faustregel für die Pflanztiefe gilt die doppelte Höhe der Zwiebeln, bei kleineren wie den Traubenhyazinthen jedoch 10cm.

Auch für die Balkonbepflanzung sind einige kleinere Arten wie Krokusse, Schneeglöckchen, Märzbrecher, Blausternchen und Winterlinge gut geeignet. Ebenso sind kleinblühende Iris, Zwergnarzissen und niedrige Tulpen zu empfehlen.

Erfahren Sie mehr über Blumenzwiebeln wie Schneeglöckchen, die Kaiserkrone, Gladiolien, Dahlien und

Amaryllis.

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Schneeglöckchen

Schneeglöckchen sind eine wunderbare Unterpflanzung für Gehölze und Sträucher, da sie den Halbschatten lieben. Sie teilen sich gerne und bilden so schnell ganze weiß blühende Teppiche. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Zwiebelblumen, die attraktive Schattenkünstler sind und in der ersten Jahreshälfte für Farbe unter Baumkronen sorgen. So sind auch Traubenhyazinthen, Märzbrecher, Elfenkrokus und Hyazinthen sowohl im Schatten als auch in der Sonne schöne Farbtupfer, die den Frühling einleiten.

Kaiserkronen

Wer Akzente in Staudenbeete setzen möchte, kann dies mit den Kaiserkornen tun, die noch den äußerst positiven Nebeneffekt habe, daß sie Wühlmäuse und Maulwürfe vertreiben, da ihre Wurzeln einen leichten knoblauchartigen Geruch verströmen. Oder man greift zu einer der hohen Sorten des Zierlauches. Die attraktiven Kugelblüten sind gefragt, da sie vom späten Frühjahr bis zum Hochsommer blühen. Es sind auch viele niedrig bleibende Sorten des Zierlauches im Handel, die mit einer Höhe von 20-60cm Höhe in Gruppenpflanzungen ganz groß rauskommen.

Gladiolen und Dahlien

Dahlie Gladiolen und Dahlien sind nicht winterhart und müssen aus dem Boden genommen werden, wenn die Blätter noch ein wenig grün zeigen. Am einfachsten geht dies, legt man sie gleich beim Pflanzen einzeln in ein im Fachhandel angebotenes Körbchen, daß man im Herbst komplett aus der Erde nimmt. Überwintern sollten sie kühl und trocken, wobei man vorher die Blätter noch bis auf ca. 3cm wegschneidet.

Amaryllis

Ganz besondere Aufmerksamkeit hat die etwa zur Weihnachtszeit im Zimmer blühende Amaryllis verdient. Wenn draußen alles trist ist, bringt sie herrliche Blüten hervor. Ein schmaler Topf mit wenig Erde reicht ihr, wobei das Substrat nur bis etwa Bauchmitte der Zwiebel eingefüllt werden sollte. Nach einmaligem

guten Wässern sollten auch die Wassergaben eher spärlich gehalten werden, damit die Blütenbildung nicht zugunsten vieler Blätter ausbleibt.

Beim Zwiebelkauf muß man immer auf gesunde, feste und vor allem ganze Zwiebeln achten, damit sie später auch Freude bereiten. Kaputte Zwiebeln sollten ebenso Kranke und Faule lieber weggeworfen werden.

Egal, welche Zwiebeln Sie bevorzugen, ob klein oder groß, ob in der Wohnung, auf dem Balkon oder im Garten, ob Frühlings-, Sommer-, Herbst- oder Winterblüher: Sie alle machen ohne viel Arbeit für lange Zeit Freude.

Kerstin Burger