Kiwibaum-Pflege, Pflanzen, Schneiden, Überwintern


KiwibaumKiwibäume mögen säuerliche, durchlässige Böden an einem sonnigen, aber windstillen Standort. Die Südwestseite bietet sich daher für diese Pflanzen sehr an.

Die Kiwipflanze ist äußerst frostempfindlich, daher sollte sie in der späten Frühjahrszeit gesetzt werden, nach den Eisheiligen. Sie sollten dabei auch an einem frostgeschützten Ort stehen.

Die Kiwibäume sind zweigeschlechtlich. Damit sie Früchte tragen, werden also immer männliche und weibliche Pflanzen benötigt.

Kiwipflanzen, die aus Samen gezogen werden, blühen erst nach etwa zehn Jahren. Werden Samen oder Stecklinge aus einem Fachhandel

gekauft, die veredelt wurden, tritt die erste Blüte zwei bis drei Jahre eher ein.

Nach einem Beschnitt kann es sein, dass der beschnittene Ast anfängt, zu bluten. Schneidet man den Kiwibaum zu spät, kann dieses ausbluten einige Wochen dauern. Auch, wenn das schlimm aussehen mag, sollte hier die Geduld aufgebracht werden, bis es aufhört. Die Pflanze stirbt nicht davon und das Bluten hört sicher irgendwann auf.

Pflegen und schneiden

Am besten wird der Kiwibaum im Herbst geschnitten, also direkt nach der Blüte.

Es gibt auch die These, man sollte ihn im Frühjahr schneiden, doch in dem Fall würde der Baum den ganzen Sommer über ausbluten, was ihm nicht sehr zuträglich ist.

Kiwibaum pflanzenDabei wird immer der Neutrieb auf etwa einen halben Meter zurückgeschnitten. Ein Kiwibaum verträgt auch einen starken Rückschnitt. Hierbei sollte man beachten, dass dann allerdings die Blüte im nächsten Frühjahr aus bleibt. Das liegt daran, dass die bereits angelegten Blütenknospen mit abgeschnitten werden.

Allgemein mögen Kiwipflanzen schweren Boden mit Sand oder Sägemehl, damit er durchlässig ist. Düngung findet im Frühjahr statt, ausgenommen sind Jungpflanzen. Sehr gut eignet sich die Hauswand, denn dort steht der Baum windgeschützt und hat die Möglichkeit
zu klettern. Eine Kletterhilfe ist etwas, wofür die Kiwi sehr dankbar ist.

Überwinterung

Der Kiwibaum ist nicht immergrün, er wirft im Herbst also alle Blätter ab. Gänzlich nackt ist er für gewöhnlich erst sehr spät, Ende November bis Mitte Dezember ist da nicht ungewöhnlich.

Den Kiwibaum richtig und sicher überwintern lassen

Sobald die kalten Wintermonate kommen und die Außentemperatur ins Minus rutscht, müssen auch die Kiwibäume winterfest gemacht werden. Nachdem die Kiwibäume die Blätter abwerfen, ist es Zeit, diese zu schützen. Wie man den Kiwibaum am besten über den Winter bringt, kommt darauf an, ob dieser im Topf oder im Freien gepflanzt ist. Im Winter selbst braucht der Kiwibaum keinerlei Dünger, sondern eher Ruhe, sodass eine Überwinterung dieser Pflanze in der Regel keine Probleme darstellen sollte.

Die Überwinterung von einem Kiwibaum im Topf

Für Besitzer, die ihren Kiwibaum im Topf gepflanzt haben, ist die Überwinterung der Pflanze im Haus die einfachste Lösung. Wie der Zitronenbaum auch, benötigt der Kiwibaum nur sehr wenig Feuchtigkeit im Winter und sollte daher nur bedingt gegossen werden. Wer eine sogenannte Sprühflasche zur Hand hat, sollte den Kiwibaum ausschließlich mit Wasser besprühen. Wer seine Pflanze zu oft gießt, wird dies schnell merken, denn nun kann es passieren, dass die Wurzeln schimmeln und Äste braun wirken. Wichtig ist es,

den Kiwibaum an einen besonders hellen Standort zu stellen, an dem der Baum nun für die Winterzeit stehen bleibt. Wer nun den eingetopften Kiwibaum zu oft hin und her schiebt, verursacht ausschließlich Stress, was fatale Folgen mit sich bringen kann.

Die Überwinterung für einen Kiwibaum im Freien

Wurde der Kiwibaum im Freien gepflanzt, sollte dieser in den kalten Wintertemperaturen vor eisigen Temperaturen ausreichend geschützt werden. Besonders hilfreich ist das Laub, welches im Herbst von den Bäumen fällt. Ob Ahorn- oder Eichenlaub spielt dabei keine Rolle, wichtig ist nur, dass ausreichend Laub genutzt wird. Sehr wichtig ist es, das Laub auf eine Höhe von 40-50 cm aufzuschütten, sodass der Baum nicht nur an den Wurzeln, sondern am Stamm selbst ebenfalls Schutz bekommt und nicht erfriert. Sobald das Laub anfängt zu verrotten, wird es von innen warm und gibt diese Wärme an den Kiwibaum weiter. Aufgrund der Tatsache, dass die Erde im Winter in der Regel eh feucht ist und nicht so trocken wie im Sommer, kann auf das Gießen komplett verzichtet werden. Wichtig ist es jedoch, das Laub im Frühling wieder komplett zu entfernen und dem Kiwibaum mit frischem Dünger zu neuen Kräften zu verhelfen.

Die Überwinterung von Kiwipflanzen im Überblick
  • Topfpflanzen im Haus überwintern lassen
  • Pflanze an einen hellen Ort stellen und nur wenig gießen
  • Kiwibäume, die im Freien stehen mit Laub schützen
  • Laub 40-50 cm hoch aufhäufen
  • Baum im Freien nicht gießen, nur im Frühling düngen und Laub entfernen