Magnolie Susan - Pflanzen & Schneiden

MagnolieDie Purpur-Magnolie 'Susan' überzeugt durch ihre wunderschöne Blütenfarbe. Die Blüten sind rubinrot bis magenta und innen weiß mit zartem lila. Es ist eine der beliebtesten Magnolien, da sie nicht so groß und ausladend wird.

Wichtig für Magnolien ist ein guter Standort. Am besten wirken sie als Solitär. Die Pflanzen sind spätfrostgefährdet und benötigen einen sonnenreichen, kalkarmen, leicht säuerlichen Standort bzw. Boden, der windgeschützt sein sollte. Torf im Boden ist wichtig, damit dieser einen niedrigen pH-Wert erhält. Am besten nutzt man Rhododendrenerde oder Moorbeeterde.

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Pflanzen

Magnolien als Ballenware werden in der Regel nur im Herbst ab Ende Oktober bis in den Frühling, etwa bis April angeboten und können daher auch nur dann gepflanzt werden. Als Containerpflanzen werden sie ganzjährig verkauft.

Die beste Pflanzzeit für Magnolie 'Susan' ist das Frühjahr oder der Herbst. Zum Anwachsen brauchen die Gehölze viel Wasser. Auch in den nächsten Jahren sollte man für ausreichend Feuchtigkeit sorgen. Magnolien sind Flachwurzler. Für sie ist es wichtig, dass der Bereich über ihren Wurzeln unkrautfrei ist. Außerdem bedeckt man ihn mit Mulch, damit die flachen Wurzeln keinen Schaden nehmen. Es versteht sich von selbst, dass man in diesem Umkreis auch nicht hacken oder graben darf.

Schneiden

Blüten der MagnolieEigentlich muss die Purpur-Magnolie 'Susan' nicht geschnitten werden. Das erhält ihre ursprüngliche Wuchsform. Man entfernt lediglich abgestorbene Zweige und schneidet sonst die Baumkrone nur durch sanften, fachgerechten Schnitt ein klein wenig, um sie einzudämmen. Magnolienwunden heilen schlecht. Außerdem treiben aus dem alten Holz keine neuen Zweige mehr aus. Wenn geschnitten werden muss, dann sollte man das nach der Blüte tun, etwa von April bis Mai. Der Rückschnitt sollte nie im Herbst stattfinden, da man sonst die Blütenstände, die sich schon gebildet haben, abschneidet.

Triebe werden nur eingekürzt. Wichtig ist, dass keine Stummel übrig bleiben. Man schneidet immer direkt am Ansatz, um den Baum oder Strauch nicht zu verunstalten. Durch einen
falschen Schnitt treiben Magnolien mitten im Ast besenartig aus, das sieht nicht gut aus.

Magnolien sind aber schnittverträglich. Im Notfall kann man mal einen Radikalschnitt vornehmen. Wenn das Gehölz durch einen Sturm oder ähnliches stark gelitten hat, ist es am besten, es auf den Stock zu setzen, also ordentlich tief zurückzuschneiden, auch ins alte Holz. Man sägt sie etwa auf einen Meter Höhe ab. Je dicker die Äste oder der Stamm, umso weniger tief schneidet man.  Die Krone muss danach neu wieder aufgebaut werden. Man lässt gut verteilte kräftige Triebe als neue Hauptäste stehen. Konkurrenztriebe, zu dicht oder überkreuz gewachsene Triebe werden entfernt.

Ist die Pflanze nicht vital und gesund genug oder steht nicht günstig in gutem Substart, kann ein radikales Zurückschneiden auch zum Absterben der Magnolie führen. Oft ist es besser, nicht ganz so radikal zu schneiden und stattdessen den Schnitt jedes Jahr etwas tiefer anzusetzen.

Die Vermehrung der Magnolie Susan

Wem eine Magnolie nicht reicht, der sollte sich ab August um die Vermehrung kümmern. Hierzu kann ein langer Trieb in den Boden gesteckt werden. Damit dieser dort bleibt, muss man diesen anschließend mit einem Haken festheften

und nun lockere Erde anhäufen. Bevor der Austrieb beginnt, muss der Austrieb nun im übernächsten Jahr abgetrennt werden. Vor allem die jungen und frischen Wurzeln müssen nun vorsichtig behandelt werden, denn die sind sehr anfällig. Zusätzlich darf man diese nicht zurückschneiden, da sie in diesem Fall leicht anfangen zu faulen und somit fatale Schäden entstehen.

Auch das Vermehren durch Samen und Stecklinge ist bei der Magnolie Susan möglich. Die Samen der Magnolie Susan werden im Herbst ausgesät. Diese keimen in der Regel am idealsten, wenn sie im Vorfeld im Kühlschrank aufbewahrt wurden. Wer jedoch mit Samen nicht sein Glück versuchen möchte, findet bei den Stecklingen eine Variante, die wesentlich zuverlässiger und in der Regel einfacher ist. Bei dieser Vermehrungstaktik werden im Spätsommer oder im frühen Herbst halb verholzte Stecklinge abgetrennt. Hierbei ist e jedoch wichtig darauf zu achten, dass diese schön grün sind. Diese können jedoch nicht direkt ins Freie gepflanzt werden, da diese ansonsten den Winter nicht überstehen würden. Am besten und sichersten ist es, wenn die einzelnen Stecklinge in Töpfen angepflanzt und ins Haus geholt werden. Im frühen Sommer, nachdem auch der späte Frost vorbei ist, können die jeweiligen Stecklinge nun in den Garten verpflanzt werden.

Die Vermehrung der Magnolie Susan im Überblick
  • Vermehrung durch Absenker, Samen und Stecklinge möglich
  • Absenker mit Haken im Boden befestigen und im übernächsten Frühjahr abtrennen
  • Die Vermehrung per Absenker ist die sicherste Methode 
  • Samen im Herbst säen
  • Samen vorher im Kühlschrank lagern
  • Stecklinge im frühen Herbst von der Pflanze abtrennen
  • Stecklinge über Winter im Haus lagern und im frühen Sommer auspflanzen