Immergrüne Magnolie - Pflege und Schneiden

Magnolie in voller BlüteHeimat: Ostasien und Amerika.

Die Magnolie zählt zu den Ureinwohnern dieser Erde und weist zahlreiche verschiedene Arten und Sorten auf. Magnolien wachsen sowohl als Bäume als auch als Sträucher.

Die Pflege der Magnolie
  • Standort: sonnig und etwas geschützt
  • Im Frühling düngen
  • Im Sommer ausreichend gießen
  • Die Magnolie möglichst nicht schneiden
  • Rund um die Pflanze nicht hacken
Am bekanntesten ist bei uns die Tulpenmagnolie:

Bei den ersten Sonnenstrahlen im Frühling erfreut sie uns mit ihren großen, rosaweißen Blüten und

ihrem extravaganten Duft. Das Besondere an diesem fast tropisch anmutenden Baum ist, dass die Blüten noch vor den Blättern erscheinen. Alle Magnolienzüchtungen sind blattabwerfende Pflanzen. Im Herbst verfärben sich die Blätter - und der Baum ist den Winter über kahl.

Anders verhält es bei der "immergrünen Magnolie":

Typisch für diese Art sind die glänzenden Blätter, die in ihrer Form an einen Gummibaumerinnern, und denen auch Frost nichts anhaben kann.  Die riesigen, weißen Blüten bilden sich an den Zweigenden, und das den ganzen Sommer lang.

Eine weitere Variante ist die Sternmagnolie:

Diese Sorten unterscheiden sich von den Tulpenmagnolien dadurch, dass ihre Blüten aus einer Vielzahl kleiner Blütenblätter bestehen. Sternmagnolien blühen im Allgemeinen etwas später als die Tulpenmagnolien und eignen sich daher auch für kalte Lagen, wo die Knospen und Blüten bei Spätfrösten leicht erfrieren. Generell finden sich bei allen Magnolienarten aber zahlreiche Sorten, die sich in ihrer Blütezeit unterscheiden. Einige blühen schon sehr früh im Jahr, andere erst zu Beginn des Sommers. Ein sehr spät blühende Sorte ist die Sommermagnolie.

Pflege / Schnitt

Blühende MagnoliePflege der Magnolien: Durch den großen, flach ausgebreiteten Wurzelballen ü man kann davon ausgehen, dass der Wurzelumfang das selbe Ausmaß hat wie die Baumkrone ü kann die Pflanze leicht
austrocknen und muss daher regelmäßig und ausreichend gewässert werden. Magnolien lieben lockeren, nährstoffreichen Boden und einen sonnigen, windgeschützten Platz. Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr bzw. der Herbst.

Schnitt: Um die ursprüngliche Wuchsform nicht zu verändern sollte man Magnolien nicht schneiden, höchstens die Baumkrone durch sanften, fachgerechten Schnitt ein klein wenig eindämmen.

Hacken sollte man rund um eine Magnolie ebenfalls nicht, denn hierbei beschädigt man leicht die flach verlaufenden Wurzeln. Um sich die Arbeit ein wenig zu erleichtern, ist es daher besser, im Beet eine Mulchschicht zu verteilen, die das Unkraut unterdrückt. Als Dünger eignet sich Kompost oder ein Langzeitdünger aus dem Handel.

Schädlinge und Krankheiten der Magnolie

Obwohl es sich bei der Magnolie um eine sehr einfach zu haltende Pflanze handelt und sie nur selten mit Schädlingen und Krankheiten zu kämpfen hat, sollten Besitzer auf einige Anzeichen achten und dementsprechend handeln. Eine Magnolie kann, wie andere Pflanzen ebenfalls, von Blattflecken, Mehltau und Schorf befallen werden und auch Blattläuse gehören zu den Feinden. Sogar Obstbaumkrebs kann eine Ursache sein, dass die Magnolie nach und nach die wunderschönen Blüten verliert. Hier reicht es jedoch, die betroffenen Äste auszuschneiden. Die oben genannten Krankheiten sind in der Regel einfach zu behandeln und führen

nur selten zu dauerhaften Schäden oder zum Absterben der Magnolie.

An der Magnolie durch Pseudomonas verursachte Blattflecken und dessen Behandlung
Durch das Bakterium Pseudomonas kann es bei der Magnolie zu der bakteriellen Blattfleckenkrankheit kommen. Diese tritt vor allem bei kühlen Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad aus. Die schwarzen Flecken haben eine leicht eckige Form und sind in der Regel von Blattadern begrenzt. Umgeben von einem gelben Hof entstehen mit der Zeit im Zentrum des Blattes Löcher und nach und nach können die betroffenen Triebe absterben. Diese Bakterien sind sehr hartnäckig und überstehen auch den Winter. Zu der besonders kalten Jahreszeit siedeln sie sich im Laub an. Die Blattfleckenkrankheit verbreitet sich bei der Magnolie, wie bei anderen Pflanzen auch, durch Regentropfen. Auch wenn es sich bei der Magnolie um eine Pflanze handelt, der auch kalte Temperaturen nichts ausmachen, kann es durch dieses Bakterium leicht zu Frostschäden kommen, welche fatale Folgen haben können. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Magnolie schnell abtrocknen kann. Hierfür ist ein luftiger Standort sehr wichtig und auch die Krone der Pflanze muss locker sein und nicht zu zugewachsen. Ein ausreichender Pflanzenabstand sowie keine Bewässerung von oben ist in einer solchen Situation das A und O. Befallene Triebe müssen sofort abgetrennt werden und auch das Herbstlaub muss regelmäßig entfernt werden.

Die weiße Fliege - der Feind der Magnolie

Die Magnolie wird immer wieder von weißen Fliegen befallen und beschädigt. Dieses Insekt ist gerade mal 1-1,5 mm groß, hat breite Flügel und ist weiß-mehlig bepudert. Die Fliegen legen Ihre Eier auf die Blattunterseite. Die darauf schlüpfenden Larven entwickeln sich nach und nach zum erwachsenen Tier, sodass ein Kreislauf entsteht. Diese Insekten ernähren sich von dem Pflanzensaft, welche aus den Blättern der Magnolie gesaugt werden. Zusätzlich sondern sie eine Art Honigstaub ab, welche zur Schimmelbildung führt. So können Blätter abfallen und die Pflanze hört auf zu wachsen. Hier helfen leider nur Insektizide, denn diese Fliege hat nur wenig Feinde.

Krankheiten und Schädlinge im Überblick:

  • Blattflecken durch Pseudomonas behandeln durch Abtrennen der Triebe
  • Schorf
  • Mehltau
  • Obstbaumkrebs behandeln durch Abscheiden der betroffenen Triebe
  • Weiße Fliege behandeln durch Insektizide