Rhododendron - Schnitt und Vermehrung

azalee rotDer Rhododendron beeindruckt im Frühling und im Frühsommer durch die Vielzahl seiner Blüten. Er wächst auch ohne Rückschnitt meist recht kompakt, kann aber in die gewünschte Größe geschnitten oder sogar radikal eingekürzt werden.

Der leichte Rückschnitt des Rhododendrons

Ein Rhododendron muss nicht geschnitten werden, bei Bedarf kann er aber etwas eingekürzt oder in Form gebracht werden. Dieser Rückschnitt erfolgt am besten zu Beginn des Frühjahrs, bevor die Pflanze wieder neu austreibt, oder direkt nach der Blütezeit. Hierbei ist darauf

zu achten, dass der Schnitt immer über einer Knospe, die nach außen zeigt, erfolgen sollte. Dadurch wächst der neue Trieb ebenfalls nach außen und die Pflanze bekommt in ihrem Inneren genügend Licht.

Der radikale Schnitt zur Verjüngung

Ein Strauch, der im unteren Bereich verkahlt ist, kann aber auch stark eingekürzt werden, damit sich wieder neue Verzweigungen bilden und der Busch insgesamt etwas dichter wird. Etwa ein halber Meter sollte hierbei aber stehen bleiben. Nach einem radikalen Rückschnitt braucht ein Rhododendron ausreichend Nährstoffe, um wieder neue Triebe zu bilden. Eine Düngung mit einem Rhododendrondünger ist daher empfehlenswert.

Der Rhododendron lässt sich auf vielerlei Weise vermehren. Für den Hobbygärtner sind die Vermehrung durch Ableger und Absenker jedoch die einfachsten und sichersten Methoden.

Vermehrung durch Ableger
  • Um einen Rhododendron zu vermehren, wird von einer vorhandenen Pflanze ein Steckling mit einer Länge von etwa zehn Zentimetern geschnitten.
  • Die unteren Blätter werden entfernt, danach kann der Steckling in einen eigenen Topf gepflanzt werden.
  • Als Pflanzerde verwendet man Rhododendronerde oder Torf, denn die Rhododendren gehören zu den wenigen Pflanzen, die nur in einem sauren Boden wirklich gut gedeihen.
  • Diese Erde muss in der folgenden Zeit immer leicht feucht gehalten werden, damit der Steckling Wurzeln bilden kann.
  • Schneiden einer RhododendronheckeDer Topf sollte hell, aber nicht sonnig stehen und wird am besten mit Folie abgedeckt, damit sich die nötige Wärme entwickelt und der Steckling nicht austrocknet.
  • Nach einigen Wochen sollte sich dann auch ein überirdisches Wachstum zeigen.
  • Ausgepflanzt wird die junge Pflanze jedoch erst, wenn sie etwas größer geworden ist. Eventuell muss sie daher zwischendurch noch einmal in einen etwas größeren Topf umgepflanzt werden.
  • Ein guter Termin für das Schneiden von Ablegern ist entweder der Frühling oder der Herbst. Dann
    können die Jungpflanzen im folgenden Herbst bzw. Frühling in den Garten gesetzt werden.

Vermehrung durch Absenker

Eine relativ sichere Methode der Vermehrung sind auch die Absenker. Hierfür eignen sich etwas längere Triebe in Bodennähe, die sich ohne viel Kraftaufwand bis auf den Boden biegen lassen. An der Stelle, an der sie auf den Boden treffen, werden sie mit einem scharfen Messer leicht eingeritzt, in eine kleine Erdkuhle gelegt und mit Erde bedeckt. Hierbei sollte ihre Spitze noch ein Stück weit aus der Erde herausragen. Um sie im Erdboden zu fixieren, werden sie mit einer Klammer festgesteckt oder mit einem Stein beschwert.

Damit sie gerade wachsen, wird das Triebende, das aus dem Boden herausragt, mit einem Holzstab gestützt und daran festgebunden. Absenker werden weiterhin über die Mutterpflanze versorgt, bilden aber gleichzeitig eigene Wurzeln. Nach einigen Monaten können sie von der Mutterpflanze abgeschnitten, aus dem

Boden genommen und an die gewünschte Stelle verpflanzt werden.

Das Pflanzen und Pflegen von Rhododendron

Wer Rhododendron pflanzen möchte, muss im Vorfeld einige Vorkehrungen treffen:

  • Der Rhododendron mag einen sauren Boden, sodass dieser im idealen Fall einen ph-Wert zwischen 4 und 5.5 haben sollte.
  • Wer keinen sauren Boden vorweisen kann, kann Torf unter die Erde mischen und der Pflanze somit gerecht werden.
  • Der Rhododendron wird in ein Loch gepflanzt, welches mindestens einen halben Meter tief ist und mit einer Drainagenschicht ausgestattet wurde.
  • Als Drainage eigenen sich vor allem Rindenkompost, Kies oder Kleinholz und bieten ideale Voraussetzungen für die Pflanze, ordentlich zu gedeihen.

Vor dem Einpflanzen ist es jedoch wichtig zu testen, ob das Wasser ausreichend abfließen kann, denn Staunässe kann zum Faulen und Absterben der Wurzeln kommen - was fatale Folgen für den Rhododendron hätte. Bevor nun die Pflanze eingesetzt wird, ist es ratsam, den Wuzelballen des Rhododendrons ausreichend zu befeuchten, diesen nun mit ein wenig Erde bedecken und anschließend großzügig gießen. 


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Vor allem an sehr warmen Standorten ist eine ausreichende Wässerung der Pflanze sehr wichtig und unersetzlich. Sobald sich die Blätter der Pflanze nach unten einrollen, ist höchste Achtung angesagt. In den meisten Fällen ist dies eine Art Schutz, um keine Feuchtigkeit verdunsten zu lassen. Es herrscht also Wassermangel, welcher durch zu wenig gießen zustande gekommen ist. Einmal Wasser pro Tag reicht vor allem an den heißen Sommertagen nicht aus. Zu dieser Jahreszeit braucht der Rhododendron mehrmals am Tag viel Wasser. Die Rhododendron-Art Immergrün braucht auch im Winter Wasser und sollte an frostfreien und trockenen Tagen weiterhin gegossen werden.

Rhododendron düngen

Was das Düngen der Pflanze anbelangt, gehört der Rhododendron zu den weniger anspruchsvollen Gewächsen und gibt sich mit allen Volldüngern vollkommen zufrieden. Besonders die organische Düngung durch Kaffeesatz, Laub und Kompost ist eine ideale Lösung und hat den Vorteil, nicht so schnell zu überdüngen. Synthetischer Dünger hingegen wird oft zu viel verteilt, sodass die Pflanze nicht alle Stoffe verwerten kann und der Dünger fault. Wer keinen Kompost oder Ähnliches zur Hand hat, kann im Gartengeschäft ebenfalls speziellen organischen Langzeitdünger kaufen. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass der verwendete Dünger keinen Kalk enthält. Des Weiteren sollte man stets darauf achten, nicht zu viel zu düngen.

Das Pflanzen und Düngen des Rhododendrons im Überblick

  • Rhododendren mögen es sonnig und warm
  • in ein Loch von einem halben Meter Tiefe pflanzen
  • Rhododendron mag einen ph-Wert zwischen (4 und 5.5 sauerer Boden)
  • Boden vor dem Pflanzen mit Drainage auslegen
  • im Sommer mehrmals am Tag viel gießen
  • im Winter an trockenen und frostfreien Tagen gießen
  • mit Volldünger oder organischem Dünger düngen