Sanddorn-Pflanzen schneiden - Pflege des Sanddornstrauch

Sanddorn mit erntereifen BeerenDer Sanddornstrauch bekam seinen Namen daher, dass er besonders gut auf sandigen Böden wächst und deutliche Dornen hat. An ihm wachsen die sehr gesunden Sanddornbeeren, die im Handel häufig als Saft, Tee oder Marmelade angeboten werden.

Sanddorn pflanzen

Der Sanddorn braucht unbedingt einen sehr sonnigen Platz, denn sonst lässt die Blüten- und Fruchtbildung nach, beim Boden ist er jedoch völlig anspruchslos. Er ist äußerst robust und windfest und verträgt sogar längere Trockenperioden problemlos. Im Laufe der Jahre

wird er mehrere Meter hoch, wächst aber nicht sonderlich schnell.

Die ersten Blüten und Früchte bilden sich etwa drei bis vier Jahren, nachdem der Strauch gepflanzt wurde. Beim Pflanzen eines Sanddornstrauchs ist zu beachten, dass der Strauch sich über Wurzelausläufer in den Garten ausbreitet. Soll dies verhindert werden, wird am besten schon bei der Pflanzung eine Wurzelsperre in den Boden gesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Folie aus Kunststoff, die im Gartenhandel meist unter der Bezeichnung Rhizomsperre angeboten wird.

Männliche und weibliche Pflanzen

Um von einem Sanddornstrauch Beeren zu ernten, müssen mindestens eine weibliche und eine männliche Pflanze in den Garten gesetzt werden. Die männliche Pflanze dient als Befruchter, an der weiblichen Pflanze bilden sich die Beeren. Ist im Garten reichlich Platz vorhanden, können ruhig mehrere weibliche Sträucher gepflanzt werden, denn sie werden allesamt von einer einzigen männlichen Pflanze befruchtet. Unterscheiden lassen sich männliche und weibliche Exemplare durch ihre Blüten. Bei den weiblichen Pflanzen bilden sich einzelne Blüten, bei den männlichen Pflanzen sitzen sie zu mehreren in Trauben zusammen.

Wuchsbedingungen und Ernte
  • Der Sanddornstrauch ist absolut pflegeleicht und benötigt nur in der Anwachsphase ein wenig Zuwendung, ansonsten kommt er gut allein zurecht.
  • Der Strauch gedeiht am besten auf sehr kargen Böden und sollte deshalb nicht gedüngt werden.
  • Eine Sanddorn-Pflanze blüht schon im März oder April mit kleinen gelblichen Blüten.
  • Ab August bilden sich die kleinen, runden, orangeroten Früchte, die äußerst viel Vitamin C enthalten.
Achtung: Diese sind ziemlich sauer, deshalb werden sie meist nicht roh gegessen, sondern weiter verarbeitet. Außerdem gestaltet sich ihre Ernte wegen der Dornen und der geringen Größe der Beeren oft recht schwierig. Damit der Saft der Sanddornbeeren nicht schon beim Pflücken verloren geht, können ganze Zweige mit Beeren vom Strauch geschnitten werden, um sie in einen Gefrierschrank zu legen. In gefrorenem Zustand lassen sie sich leichter von den Zweigen
lösen.

Sanddorn-Pflanzen schneiden

Ein Sanddornstrauch muss nicht unbedingt beschnitten werden, im Laufe der Jahre kann es aber dazu kommen, dass der untere Bereich und das Innere seiner Krone verkahlt. Dann sollten die Triebe stark eingekürzt werden, damit der Strauch wieder neu austreibt. Damit auch der innere Bereich der Krone genügend Licht und Sonne bekommt, sollte er hin und wieder ein wenig ausgelichtet werden. Beim Schneiden ist aber zu bedenken, dass der Sanddorn Blüten und Beeren immer an den letztjährigen Trieben bildet. Ein starker Rückschnitt hat daher zur Folge, dass die Ernte im nächsten Jahr geringer oder sogar ganz ausfällt.

Pflegetipps für den Sanddorn

Dass der Sanddorn als pflegeleicht gilt, heißt nicht, dass nicht dennoch ein wenig Pflege und Zuwendung erforderlich ist,

damit sich die angesagte Trend-Pflanze im heimischen Garten wirklich rundum wohlfühlt. In der Tat entscheiden sich immer mehr Hobbybotaniker für den Sanddorn. Denn schließlich macht er nicht nur in optischer Hinsicht etwas her, sondern er verwöhnt seinen "Besitzer" gleichwohl mit den wertvollen Vitaminen C und B12. Gleichwohl sind Carotin, ungesättigte Fettsäuren, und viele weitere kostbare Wirk- und Inhaltsstoffe in diesem beliebte Wildobst enthalten. Aber Vorsicht: Die Ernte der Früchte kann sich bedingt durch die stacheligen Zweige durchaus als schwierig erweisen.

Wer den Sanddorn liebt, der sollte vor allem auf diese Weise für sein Wohlbefinden sorgen:
    • viel Licht, kein Schatten
    • wenig bis gar nicht düngen
    • viel Freiraum um die Wurzeln herum
    • tiefgründiges Erdreich

  • sauerstoffreicher Boden
  • auf die Windverhältnisse achten
  • regelmäßig die Ableger entfernen (Wurzelsperre)
  • alle zwei Jahre zurückschneiden
Hobbygärtner, die sich nicht nur an der kargen Schönheit des Sanddorn erfreuen, sondern hin und wieder auch von seinen Früchten probieren wollen, sollten nicht nur eine Pflanze in ihrem Garten haben, sondern mindestens zwei weibliche und eine männliche. Letzere dient quasi als "Lieferant" der für die Bestäubung erforderlichen Pollen. Um in diesem Zusammenhang tatsächlich adäquate Erfolge zu generieren, sollte man beim Anpflanzen des Sanddorn auch die Windrichtung im Auge behalten. Idealerweise wird die männliche Pflanze also links neben die weiblichen Sträucher positioniert, da auf diese Weise die Windrichtung mit Blick auf den Bestäubungsvorgang am besten ausgenutzt werden kann.

Eine Wüstenpflanze im heimischen Garten

Von ihrem Ursprung her ist die Wildobstpflanze einen eher kargen, steinigen Boden gewohnt. Lehmigen Böden sollte demgemäß ein wenig heller Sand zugefügt werden, um die Verhältnisse entsprechend anzugleichen. Es empfiehlt sich, den Strauch möglichst selten zu düngen, denn als Wüstenpflanze ist der Sanddorn eher nährstoffarme Verhältnisse gewöhnt. Nichtsdestotrotz schadet es aber nicht, mit Blick auf eine "reiche Ernte" der Pflanze hin und wieder - etwa ein Mal im Jahr - ein paar zusätzliche Nährstoffe zu "schenken".

Die Tatsache, dass das Sanddorngewächs schon nach relativ kurzer Zeit eine Höhe von bis zu vier Metern und eine Breite von rund drei Metern aufweisen kann, sollte der Pflanzenliebhaber mit dem "grünen Daumen" bereits bei der Standortwahl berücksichtigen.

Ein Blickfang im Outdoor-Bereich

Im Allgemeinen neigt die Pflanze dazu, zahlreiche Ableger zu bilden. Dies können Sie beispielsweise dadurch verhindern, dass Sie zum einen schon beim Einpflanzen eine Wurzelsperre setzen, um so den "Wildwuchs" zu verhindern. Andererseits macht es diesbezüglich Sinn, die Ableger in regelmäßigen Abständen zu entfernen.