Schmetterlingsflieder - Pflege, Schneiden, Überwintern

Prächtiger Schmetterlingsflieder mit violetten BlütenDer Schmetterlingsflieder gehört zu den reich blühenden Sommerfliedern. Er stammt ursprünglich aus China und Tibet. Der Schmetterlingsflieder hat seinen Namen nicht von ungefähr. Während der Blütezeit tummeln sich unzählige Schmetterlinge und auch andere Insekten auf seinen Blüten.

Das Gehölz ist absolut pflegeleicht und auch für jeden Anfänger geeignet. Das einzige Problem für diesen Flieder sind Temperaturen unter -20 ˚C. Bei lang anhaltendem Frost und diesen hohen Minusgraden kapitulieren viele Schmetterlingsflieder. Ansonsten sind sie anspruchslos und pflegeleicht und

sehr schön anzusehen. Wer genügend Platz hat, kann verschiedenfarbige Sorten zusammen pflanzen, z.B. vier Pflanzen, die man im Quadrat pflanzt. Sie sollten in etwa zur gleichen Zeit blühen und auch ungefähr die gleiche Größe haben. Es sieht ganz toll aus, wie ein großer Strauch, der in vier verschiedenen Farben blüht.

Gut zusammen passen die Sorten Buddleja davidii 'Black Knight' (dunkelste Sorte, dunkellila), Buddleja davidii 'White Profusion' (weiß), Buddleja davidii 'Royal Red' (pink) und Buddleja davidii 'Empire Blue' (hellblau).

Standort für Schmetterlingsflieder

Der Flieder kann sowohl im Garten als auch als Topfpflanze gehalten werden, sowohl schattige als auch sonnige Stellen nimmt er gerne an. Die besten Ergebnisse können jedoch an sonnigen und warmen Standorten erzielt werden. Wer den Flieder etwas vor Wind schützt, darf sich besonders lange an dem farbenfrohen Gewächs erfreuen.

Wichtig ist, dass der Schmetterlingsflieder genug Platz zum Entfalten hat. Auf Grund seiner ausladenden Wuchsart sollte man ihm ausreichend Raum zur Verfügung stellen.

Pflanzsubstrate, Dünger und Pflege für Schmetterlingsflieder
    • Schmetterlingsflieder mag einen kalkhaltigen Boden. Ansonsten stellen die Pflanzen keine großen Ansprüche
      an das Pflanzsubstrat. Nur durchlässig muss es sein.
    • Stehendes Wasser mag der Sommerflieder überhaupt nicht, dennoch sollte der Boden nach Möglichkeit immer feucht gehalten werden. Besonders im Sommer.

  • Das Düngen der Pflanze sollte immer nach dem Rückschnitt im Frühjahr erfolgen, ein stickstoffbetonter Dünger kann die Pflanze nach einem kalten Winter wieder "in Schwung" bringen. Im Spätsommer sollte erneut, dann mit einem kaliumbetonten Dünger, vorgegangen werden.
  • Gedüngt wird nach dem Rückschnitt im Frühjahr, am besten mit einem sehr stickstoffbetonten Dünger. Im Spätsommer empfiehlt sich eine kaliumbetonte Düngung. Die sorgt dafür, dass die Äste gut ausreifen und die Pflanze besser über den Winter kommt.
Schmetterlingsflieder schneiden

Wichtig ist, den Schmetterlingsflieder jedes Jahr im Frühjahr auf Stock zu setzen. Das heißt, er wird komplett auf etwa Kniehöhe abgeschnitten. Nur so treibt er stark von unten nach und blüht im Sommer reichlich. Wenn er nicht geschnitten ist, kann der Flieder zwar sehr hoch werden, verkahlt aber von unten, was nicht schön aussieht. Bei schwachwüchsigeren Sorten reicht es, alle drei bis vier Jahre zu schneiden.

Schmetterlingsflieder schneidet man an der Triebbasis zurückEinige Schmetterlingsflieder wie der  'Buddleja alternifolia' blühen am zweijährigen Holz und sollten nicht geschnitten werden. Sie blühen nicht und außerdem geht die überhängende Form dieser Art verloren. Es kommt beim Schnitt also immer auf die Art der Pflanze an.

Auf alle Fälle müssen immer überalterte, kranke und erfrorene Triebe herausgeschnitten werden. Man trennt sie sauber an der Triebbasis ab. Ebenfalls entfernt werden sollen Triebe

die überkreuz wachsen und solche, die nach innen wachsen. Nach dem Schnitt benötigt der Flieder einen Stickstoffdünger.

Bei Schmetterlingsflieder auf Stamm sollte in jedem Fall kräftig geschnitten werden, sonst gerät die Krone aus der Form.

Vermehrung

Vermehrt wird der Schmetterlingsflieder über Stecklinge. Die beste Zeit für die Stecklingsvermehrung ist der frühe Sommer.

Überwinterung von Schmetterlingsflieder

Probleme ergeben sich im Winter im Regelfall nicht. Der Flieder kann auch Temperaturen bis -20°C sehr gut Stand halten. Gerade bei langanhaltenden Frost und Minusgraden kann es jedoch dazu kommen, dass der Flieder "eingeht". Im Allgemeinen sind Flieder jedoch anspruchslos, pflegeleicht und optisch enorm ansprechend.

Fazit: Die wichtigsten Pflegetipps
  • überalterte, kranke und erfrorene Triebe müssen unbedingt herausgeschnitten und entfernt werden
  • Äste und Triebe herausschneiden und sauber von der Triebbasis entfernen
  • Triebe die sich überkreuzen ebenfalls entfernen
  • Stickstoffdünger nach dem Schnitt.
  • Vermehrung nur über Stecklinge möglich (Frühsommer)
  • Schmetterlingsflieder ist winterhart, ältere Flieder sind im Winter besonders robust