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Weidenkätzchen (Salix spec) - Pflege, Schneiden

Die Weidenkätzchen sind die Samenstände der Weide. Die Weide gehört zu den am meisten verbreiteten Bäumen. Weiden wachsen sowohl als Baum aber auch als Sträucher. Sie sind zweigeschlechtlich und blühen im Frühjahr sehr zeitig.



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Die Blütezeit der Weiden ist im März und April. Daher findet man Weidenkätzchen in fast jedem Osterstrauß. Gerade Kinder lieben die samtenen Kätzchen. Weidenkätzchen sind also die Samen jeder Weide. Sie sehen bei verschiedenen Arten etwas anders aus, aber eigentlich sind sie im Aufbau und ihrer Funktion gleich.

Weiden treiben stark aus. Das heißt, nach der Blüte sollte man sie stark zurück schneiden. Sie kommen dann im nächsten Jahr mit einer neuen Kätzchenpracht daher. Weitere Aufmerksamkeit brauchen sie nicht. Ansonsten benötigen die Weiden wenig Pflege. Sie lieben feuchten Boden und Sonne, gedeihen aber auch im Halbschatten.

Aus Weiden kann man sehr leicht Stecklinge machen. Sie bewurzeln sich äußerst schnell und wachsen problemlos an. Und sie treiben immer wieder aus. Daher hat man sie in der Vergangenheit auch oft radikal gekürzt und so genannte Kopfweiden geschaffen. Bei diesen Bäumen treiben die neuen Triebe oben aus dem Stamm heraus. Das sieht ...



dann dem Struwwelpeter sehr ähnlich. Man hat dann aber kaum noch Kätzchen. Und die sind das, was wir an den Weiden so lieben.

Abgesehen davon blühen sie üppig und bilden, wenn sie gut versorgt sind, eine dichte Laubkrone. Schneidet man sie aber nicht regelmäßig zurück, werden zwar die Krone und das Laub dichter, die Kätzchenbildung lässt jedoch nach.

Weidenblätter werden in der Naturheilkunde auch als Tee eingesetzt. Sie wirken entwässernd und beinhalten Salicilsäure, die Vorstufe des Aspirins. Deswegen gilt der Tee aus Weidenblättern auch als Fieber senkend und Entzündung hemmend. Aber vor allem werden die Weidenkätzchen als erste Vorboten des Frühlings gesehen. Sie stehen für Ostern und werden auch Palmkätzchen genannt, weil man am Palmsonntag bei uns häufig mit Weidenkätzchenruten anstatt Palmwedel den Palmsonntag begrüßt hat. Das ist eine alte Kirchentradition, die sich in vielen Gegenden bis heute gehalten  hat.



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