Weidenkätzchen, Salix spec. - Pflege, Schneiden und Vermehren

Weidenkätzchen gehören zu den ersten BienenweidenDie Weidenkätzchen sind die Samenstände der Weide. Die Weide gehört zu den am meisten verbreiteten Bäumen. Weiden wachsen sowohl als Baum aber auch als Sträucher. Sie sind zweigeschlechtlich und blühen im Frühjahr sehr zeitig.

Wissenswertes zu Weidenkätzchen
  • Die Blütezeit der Weiden ist im März und April. Daher findet man Weidenkätzchen in fast jedem Osterstrauß.
  • Gerade Kinder lieben die samtenen Kätzchen. Weidenkätzchen sind also die Samen jeder Weide. Sie sehen bei verschiedenen Arten etwas anders

    aus, aber eigentlich sind sie im Aufbau und ihrer Funktion gleich.
  • Weiden treiben stark aus. Das heißt, nach der Blüte sollte man sie stark zurück schneiden. Sie kommen dann im nächsten Jahr mit einer neuen Kätzchenpracht daher.
  • Weitere Aufmerksamkeit brauchen sie nicht. Ansonsten benötigen die Weiden wenig Pflege. Sie lieben feuchten Boden und Sonne, gedeihen aber auch im Halbschatten.
Nützliche Tipps zu Weidenkätzchen

Auch wenn Weiden keine anspruchsvollen Pflanzen sind, so lohnt es sich doch, einige Tipps zu beachten, damit Sie die Schönheit dieser Sträucher und Bäume bewahren: Regelmäßiges Zurückschneiden ist sehr wichtig! Denn Weidenkätzchen sind vor allem deshalb so beliebt, weil sie extrem schnell wachsen und im Frühjahr ihre prachtvollen Blüten zur Schau tragen. Wer auch im nächsten Jahr wieder eine ebenso imposante Blüte im Garten bestaunen möchte, der sollte einen tiefen Rückschnitt vornehmen. Dadurch wird ein erneutes Austreiben garantiert. Folgendes sollten Sie beim Schneiden beachten:
  • Das Zurückschneiden der Äste und Zweige erfolgt in der Regel Anfang April nach Bildung der Weidenkätzchen.
  • Seien Sie nicht zu zaghaft! Kürzen Sie die Äste ruhig bis an ihren Ansatz.
  • Keine Angst, nach nur ein paar Wochen bilden sich bereits grüne Knospen an den Astansätzen und neue Zweige
    wachsen heraus.
  • Nach dem Zurückschneiden empfiehlt es sich, zu düngen. Probieren Sie einen natürlicher Langzeitdünger wie Hornspäne.
  • Treiben die Blüten schlecht oder nur schwach? Kein Problem, Sie können immer noch nachschneiden, wenn der Rückschnitt der Weidenkätzchen einmal versäumt wurde.
Standort für Weidenkätzchen

Der Boden darf sauer oder basisch sein. Achten sollten Sie jedoch darauf, dass er nicht zu kalkhaltig ist. Weidenkätzchen lieben sonnige Plätze und benötigen nicht besonders viel Wasser. Wenn Sie sie als Sicht- oder Windschutz verwenden wollen, dann achten Sie beim Pflanzen auf ausreichend Abstand - ungefähr die Hälfte der Wuchsbreite sollte eingehalten werden.

Weiden lassen sich mit Stecklingen vermehrenVermehrung von Weidenkätzchen

Die Vermehrung von Weidenkätzchen ist extrem simpel: Nutzen Sie einfach Stecklinge. Schneiden Sie dafür im Frühjahr einen oder mehrere Zweige vom Strauch ab und stecken sie etwa 10 bis 15 cm tief in die Erde. Die Weidenstecklinge verwurzeln schnell und kräftig, sodass sich in relativ kurzer Zeit sogar ganze Hecken züchten lassen.

Krankheiten und Überwinterung

Es kommt nicht selten vor, dass Weiden vom Weidenrostpilz befallen werden. Zu erkennen ist der Pilz an den rot-orangenen Flecken. Zu behandeln ist die befallene Weide mit Fungizidmittel. Es kann sein, dass Sie die Anwendung jedes Jahr wiederholen müssen.

Weidenkätzchen sind winterhart. Sind sie im Topf gepflanzt, so sollte dieser vor Frostschäden geschützt werden. Dazu stellen Sie den Topf oder Kübel

auf eine Unterlage aus Styropor, Holz oder Terrakotta und umwickeln die Pflanze mit Luftpolsterfolie oder einen Jutebeutel, der mit Stroh, Laub oder Styroporchips gefüllt ist.

Hätten Sie's gewusst?

Weidenkätzchen stehen unter Naturschutz. Da die Weiden bereits früh blühen, sind sie die erste wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln. Doch aufgrund der Tradition der Ostersträuche, gelten sie als bedroht. Oft werden die pünktlich zur Osterzeit blühenden Zweige einfach in der freien Natur ausgerissen. Doch das ist verboten! Wer diese ansehnlichen Zweige als Osterstrauch nutzen möchte, der kann sie im Blumenfachhandel kaufen, denn dort werden sie speziell für diesen Zweck gezüchtet.

Weidenblätter werden in der Naturheilkunde auch als Tee eingesetzt. Sie wirken entwässernd und beinhalten Salicilsäure, die Vorstufe des Aspirins. Deswegen gilt der Tee aus Weidenblättern auch als Fieber senkend und Entzündung hemmend. Aber vor allem werden die Weidenkätzchen als erste Vorboten des Frühlings gesehen. Sie stehen für Ostern und werden auch Palmkätzchen genannt, weil man am Palmsonntag bei uns häufig mit Weidenkätzchenruten anstatt Palmwedel den Palmsonntag begrüßt hat. Das ist eine alte Kirchentradition, die sich in vielen Gegenden bis heute gehalten hat.