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Die Zaubernuss, mit lateinischem Namen als Hamamelis bezeichnet, stammt aus der Familie der Hamamelisgewächse, die lediglich vier Arten umfasst. Die Heimat von zwei Arten liegt in Nordamerika, die anderen kommen aus China und Japan.
Bei der Zaubernuss handelt es sich um ein Gehölz, welches als Strauch oder aber auch als kleiner Baum wächst. Sie gehört zu den wenigen Pflanzen, die ihre Schönheit in der kalten Jahreszeit entfalten und ihre Blüte erstreckte sich auf die Wintermonate bis zum Frühjahr. Je nach Art beginnt die Blüte bereits schon im späten Herbst, bei anderen erst im Januar.
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/>Die Zaubernuss erreicht eine Wuchshöhe zwischen 3 und 5 Metern. Obwohl sie zu den schönsten Winterblühern gehört, ist sie in unseren heimischen Gärten nur selten anzutreffen. Die Rinde der Zaubernuss weißt eine graubraune Färbung auf. Die an den sternhaarigen Zweigen sitzenden Laubblätter sind gestielt, buchtig geformt und der Blattrand weist eine Zahnung auf. Durch ihre schiefe Spreitenbasis sind die Blätter gut zu erkennen. Auffällig sind zudem die großen Nebenblätter. Auf der Blattoberseite erkennt man einen metallischen Glanz.
Im Herbst verfärben sich die Blätter und werden abgeworfen. Zu diesem Zeitpunkt entwickeln sich auch die schmalen Blütenblätter, die zunächst als kleine und rundliche Gebilde zu erkennen sind. Die sich später hieraus bildenden Blüten bestehen aus vier behaarten Kronblättern, die leicht gewellt sind und eine gelbe, rote, orangene oder grünliche (je nach Art) Färbung aufweisen Der Blütenstand ist kopfig mit jeweils nur drei bis vier zwittrigen Blüten. Die Blüten wachsen aufrecht und erreichen eine Höhe von etwa 2,5 bis 3 Zentimetern. Im Inneren der Blüte finden sich vier fertile Staubblätter mit recht kurzen Staubfäden. Der Fruchtknoten ist halbunterständig.
Die holzigen Kapselfrüchte öffnen sich zweiklappig. In ihrem Inneren findet man zwei Samen, die schwarz gefärbt sind. Die Öffnung der Kapsel erfolgt explosionsartig und die enthaltenen Samen werden dabei bis zu zehn Metern aus der Kapsel heraus geschleudert.
Obwohl die Pflanze keine besonderen Ansprüche an ihren Standort stellt, sollte man diesen mit Bedacht auswählen. Grundsätzlich sollte man das Gehölz einzeln pflanzen. Aufgrund ihres Aussehens und ihrer Farbgebung empfehlen sich Standorte, deren Hintergrund dunkel ist, beispielsweise vor dunklen Koniferen, Mauern oder auch immergrünen Laubgehölzen.
Obwohl sie gegen Frost nicht empfindlich sind, sollte man einen Standort wählen, der ihnen einen gewissen Schutz bietet, vor allem vor Wind. Ein sonniger und warmer Platz sollte zudem gewählt werden. Die beste Anpflanzzeit erstreckt sich auf die Herbstmonate, nach dem Laubfall. Bei den Bodenverhältnissen sollte auf eine tiefgründige Beschaffenheit geachtet werden. Sowohl Humosböden als auch neutrale oder schwach säure Böden sind für die Zaubernuss zu empfehlen.
In ihrem Wachstum ist die Pflanze jedoch sehr langsam. Die Zaubernuss benötigt, einmal angepflanzt, kaum Pflege. Auch der bei anderen Pflanzen jährlich durchgeführte Schnitt sollte bei der Zaubernuss unterbleiben. Lediglich die Wildtriebe werden regelmäßig entfernt.
Die Blätter der Zaubernuss finden in der Heilkunde Verwendung, da sie einen hohen Gehalt an Gerbstoffen haben. Diese wirken sich auf den Körper entzündungshemmend, blutstillend und adstringierend aus. Daher verwendet man sie bei Entzündungen der Haut und Schleimhaut, bei leichteren Hautverletzungen, Beschwerden der Krampfadern und bei Hämorrhoiden. In der Vergangenheit und auch heute noch in der Volksheilkunde, sagte man der Pflanze zudem eine heilende Wirkung bei Durchfallerkrankungen nach. Dementsprechend würden die Blätter auch innerlich angewendet.
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