Winterharte mehrjährige Beetpflanzen- und Stauden

ritterspornMehrjährige Beetpflanzen und Stauden erfreuen meist über viele Jahre einen Gartenbesitzer, da ihre Wurzeln selbst starke Winter überdauern und Fröste ihnen zumeist nichts anhaben können. Zudem gelten mehrjährige Pflanzen und winterharte Stauden als extrem pflegeextensiv, sodass sich selbst Menschen mit wenig Zeit Jahr für Jahr an ihren blühenden Gewächsen erfreuen können.

Stauden und mehrjährige Pflanzen verfügen über vielerlei Wuchsformen und eine hohe Farbenvielfalt. So gibt es etliche Pflanzen, die sowohl in kleinen Gärten, aber auch in Landhaus- und Bauerngärten nicht fehlen dürfen. Stauden

und mehrjährige Pflanzen können an fast allen Orten des Gartens gedeihen, so zum Beispiel
  • in Steingärten,
  • in Hochbeeten,
  • in Rabatten,
  • in gemischten Beeten mit einjährigen Sommerblumen,
  • in reinen Staudenbeeten sowie
  • als Sichtschutz vor Mauern, Zäunen oder Terrassen.
Niedrige, mehrjährige Pflanzen - Polsterstauden

Besonders für die Gestaltung von Steingärten und zur Beeteinfassung eignen sich polsterbildende Stauden. Einige unter ihnen bevorzugen vollsonnige und trockene Standorte. Sie sind vielfach auch im Winter oder Herbst grün. Meist vermehren sie sich an günstigen Standorten sehr stark und können innerhalb kurzer Zeit kahle Flächen überziehen, sodass ein wahres Blütenmeer zur jeweiligen Blütezeit entfacht wird. Dazu zählen
  • Polsterphlox,
  • Blaukissen,
  • Hornkraut,
  • Grasnelke,
  • Gänsekresse,
  • Polsterglockenblume,
  • Steinkraut,
  • Fingerkraut,
  • Moossteinbrech und
  • Kriechender Günsel.
Alte Bauernstauden

Vor allem in Bauern- und Landhausgärten findet man sehr alte, dekorative Stauden, die meist bereits in den Vorgärten bewundert werden können. Dazu gehören beispielsweise
  • Rittersporn,
  • Lupinen,
  • Margeriten,
  • Sonnenhut,
  • Phlox,
  • Pfingstrosen,
  • Goldfelberich,
  • Maiglöckchen,
  • Tränendes Herz sowie
  • Glockenblumen.
LupinenBereits im zeitigen Frühjahr bezaubern bereits die großen Stauden des Tränenden Herzens. Seine filigranen Blätter, die ab April in feurigem Rot aus der Erde sprießen, sich später in ein zartes Grün verwandeln mit den langen Trieben, an denen die herzförmigen, rosafarbenen oder weißen Blüten glockenartig herabhängen, dürfen in nahezu keinem naturnahen Garten fehlen. Bis Ende Mai nimmt die Staude nochmals stark an Umfang zu und treibt von Jahr zu
Jahr neue Triebe und Blütenstände.

Fast zeitgleich beginnt der Goldfelberich zu wachsen. Er gilt als recht anspruchslos und kann sowohl in sonnigen als auch in halbschattigen Lagen gut gedeihen und sich stark ausbreiten. Etwa ab Anfang Mai zeigt er an aufrechten Blütenstängeln unzählige gelbe Blüten.

Auch im Mai blühen die Maiglöckchen, die einen besonders intensiven Duft verströmen und sich zum Teil stark durch ihre Rhizome ausbreiten. Allerdings sind Maiglöckchen in allen Teilen giftig, sodass insbesondere bei Kindern und Haustieren Vorsicht geboten ist.

Sehr hochwachsende, jedoch ebenfalls dankbare und dekorative Stauden sind der Rittersporn in vielen blauen Farbvarianten sowie der Phlox, die Margeriten und der Sonnenhut. Ein wahres Blütenmeer garantieren sie an sonnigen Standorten in der Zeit von Juni bis August.

Alle Stauden können problemlos im Herbst durch Teilung vermehrt werden.

Zwei- und mehrjährige Pflanzen

BlaukissenAuch diese Pflanzen überzeugen durch eine hohe Vielfalt und einen geringen Pflegeaufwand. Eine Selbstaussaat kann zugelassen werden und ist meist als sehr vielversprechend anzusehen. Hierzu zählen vor allem
  • Bartnelken,
  • Hornveilchen,
  • Skabiosen,
  • Island- und der Klatschmohn,
  • Schwarzkümmel,
  • Hainblumen,
  • Vergissmeinnicht,
  • Goldlack,
  • Geranium sowie
  • Stockrosen.Diese Blumen können im Frühjahr oder im Sommer bis in den Herbst hinein ausgesät werden und blühen im darauffolgenden Jahr. Viele unter ihnen säen sich auch selbst aus und verbreiten sich auf diese Weise meist sehr stark, wie beispielsweise das Vergissmeinnicht, der

    Mohn oder die Hornveilchen. Der Samen überdauert in der Erde und treibt im nächsten Jahr ohne Zutun des Gärtners aus. Sind die Jungpflanzen kräftig genug, können sie im Frühjahr an ihren endgültigen Standort umgepflanzt werden.
Lediglich bei den Stockrosen sollten nach der Blüte die Samenkapseln entnommen, getrocknet und noch im Spätsommer die Samen ausgesät werden, damit sich bis zum Herbst bereits junge Pflanzen entwickelt haben, die im nächsten Jahr blühen.

Während man für Balkonkästen und kleinere Kübel liebend gerne Blühpflanzen kauft, die nur einen Sommer lang blühen, sind in den Beeten eher winterharte Geschöpfe gefragt. Deren Pflege ist zwar oft etwas aufwendiger, doch sie erfreuen uns Jahr für Jahr mit ihren Blüten.

Stauden setzenSie verbreiten sich meist von alleine, bedecken binnen wenigen Monaten, oder Jahren den Boden und unterdrücken so Unkraut, oder bilden sie kleine, bis große blühende Polster, die bereits im zeitigen Frühjahr eine Vielzahl von Insekten anlocken und ihnen ihren Nektar anbieten. Ob Alpengarten, oder schmales Beet an der Hauswand, die schönen Blüten der Beetpflanzen bringen uns schon früh im Jahr das Frühlingsgefühl in den Garten.

Als winterharte Pflanzen verbleiben sie in der Erde und treiben meist aus ihren Wurzelstöcken im Frühjahr wieder aus. Im Herbst werden die verblühten und vertrockneten Pflanzenreste knapp über den Boden abgeschnitten, so, dass man jedoch sehen kann, da ist etwas gepflanzt. Als winterharte Beetpflanze sind besonders Blaukissen, Elfenblumen, Polsterphlox, Steinbrech, aber auch Lungekraut, Mutterkraut, oder Christrosen äußerst beliebt.

Die Vielfalt ist bei den winterharten Gewächsen, die für kleine und große Beete sich eignen, ist unglaublich groß. Schon im zeitigen Frühjahr findet man diese unermüdlich blühenden Pflanzen in den Supermärkten und in den Gartenzentren. Die Preise bewegen sich in der unteren Preisklasse, so, dass man da getrost einige 10er Trays mitnehmen kann. Der Nährstoff- und Wasserbedarf ist bei Beetpflanzen zwar unterschiedlich, aber meist relativ mäßig, bis gering, ihre Pflege ist denkbar einfach.