Duftrosen - Sorten, Pflege und Schneiden

Duftrosen - Sorten, Pflege und Schneiden Rosen beeindrucken nicht nur durch ihre Blütengestalt, sondern auch durch ihren DuftDie Rose, sie gilt unumstritten als Königin des Gartens. Kaum eine andere Blume kann mit der prachtvoll blühenden Rose konkurrieren. Alte und traditionsreiche aber auch neue Züchtungen bereichern einen jeden Garten. Weist die Rose neben ihrer bezaubernden und leuchtenden Blütenpracht auch noch einen besonders intensiven Duft auf, spricht man von einer Duftrose.

Duftrosen sind in zahlreichen Farbschlägen im Handel erhältlich und stellen

hohe Ansprüche an Standort und Pflege.

Bezaubernder Duft bei unterschiedlichen Sorten

Die Duftrose verdient ihren Namen durch den besonders intensiven Duft und kommt bei vielen Rosengattungen vor. Strauchrosen, Edelrosen, Kletterrosen, Beet- oder Wildrosen stellen nicht nur unterschiedliche Ansprüche an die Pflege, sondern weisen jeweils einen unverkennbaren Duft auf. Bekannte Sorten sind:
  • Damaszener-Rose
  • Charles Austin
  • Muscosa
  • Michelangelo
  • Weiße Rose
  • Bourbonrose
  • Frühlingsgold
  • Othello
  • Frühlingsgold
  • Französische Rose
  • Duftrausch
  • Duftwolke
  • Westerland
  • Duftgold
Der richtige Standort für Duftrosen

Die Rose, so auch die Duftrose stellt an ihren Standort hohe Ansprüche. Um möglichst viel Freude an der Blütenpracht und dem intensiven Duft zu haben und die Rose vor Schädlingsbefall zu bewahren, sollte man folgende Aspekte beachten:
  • die Wahl eines sonnigen bis halbschattigen Standortes
  • pralle Mittagssonne vermeiden, südwestlicher oder südöstlicher Standort ist optimal
  • Feuchtigkeit sollte durch Wind und Sonne schnell abtrocknen können, so wird Pilzbefall verhindert
  • enges Bepflanzen vermeiden
  • Nachdüngung des Boden unverzichtbar wenn am gewählten Standort vorher schon Rosen wuchsen
  • Rosen zählen zu den Tiefwurzlern, sandige und humusreiche Böden sind zu bevorzugen
  • das Pflanzen unter Bäumen vermeiden, sonst drohen Feuchtigkeitsschäden
Duftrosen richtig pflanzen

Die optimale Pflanzzeit ist der Herbst. So hat die Rose die Möglichkeit sich im Gegensatz zu einer Pflanzung im Frühjahr schon früher in den Boden einzuwurzeln. Die Rosenpflanzung im Herbst bringt so den Vorteil mit sich, dass sie das Frühjahr zum Wachsen nutzen kann und so schneller gedeiht und blüht. Auch beim Pflanzen sind wichtige Gesichtspunkte zu beachten.
  • Standort, Wurzelzustand, Substrat und Rückschnitt sind entscheidend für das Gedeihen von Rosensowohl wurzelnackte Rosen als auch Rosen mit Erdballen vor dem Pflanzen wässern
  • beim Wässern sollte der Wurzelballen bis zur Verdickung (Veredlungsstelle) mit Wasser bedeckt sein
  • die Triebe der Wurzel auf ca. 20 cm kürzen
  • beschädigte Wurzeln entfernen, die kleinen und feinen Wurzeln unberührt lassen
  • Wurzeln von Rosen mit Ballen nur beschneiden, wenn diese beschädigt sind
  • das Pflanzloch je nach Wurzellänge und einem Durchmesser von ca. 50 cm ausheben
  • die Veredlungsstelle der Duftrose sollte ungefähr 5 cm unter der Erde liegen
  • beim Verschließen des Pflanzloches die Erde mit Dünger, Spänen oder Humus anreichern
  • den Boden nach Verschließen festtreten
  • nach dem Einpflanzen gut wässern
  • den Setzling auf einer Höhe von 15 cm mit Erde bedecken um ihn vor Frost zu schützen
Pflege von Duftrosen

Hat man den optimalen Standort für die Duftrose gefunden sollten
folgende Pflegetipps im Laufe des Gartenjahres berücksichtigt werden.
  • das Gießen ist nur bei Trockenheit erforderlich, da die Rose sich als Tiefwurzler aus unteren Bodenschichten versorgt   
  • das Gießen sollte in den frühen Morgenstunden erfolgen, so hat die Rose die Möglichkeit abzutrocknen
  • bei zu großer und häufiger Feuchtigkeit drohen Mehltau und Pilzbefall
  • das Düngen mit Volldünger empfiehlt sich ab dem zweiten Jahr
  • Düngezeitpunkt zur optimalen Verwertung ist das Frühjahr
  • Kaliumdünger fördert die

    Verholzung der Rosentriebe
  • gegen diverse Rosenkrankheiten kann Schädlingsbekämpfungsmittel gespritzt werden
  • nach der Winterruhe tote Triebe mit einer Rosenschere entfernen
  • die Erde um die Rose im Frühjahr auflockern
  • krank wirkende Blätter entfernen, um einen weiteren Befall der Rose zu vermeiden
  • verblühte Köpfe abschneiden
  • Wildtriebe im Laufe des Sommers entfernen (oft erkennbar durch kleine, siebenfedrige Blätter)
  • die Duftrose kontinuierlich auf Schädlinge überprüfen und behandeln wenn nötig
  • im Herbst Laub rund um die Rosen entfernen, so werden u.a. Feuchtigkeitsschäden verhindert 
  • die Duftrose vor dem ersten Frost auf ca. 25 cm zurückschneiden
  • vor dem Überwintern Blüten, Knospen und Blätter entfernen
Überwintern von Duftrosen

Ist die Duftrose vor dem Einsetzen des ersten Frostes zurück geschnitten, muss sie für das Überwintern mit Erde, Humus, Tannenzweigen, Reisig oder anderem geeigneten Material abgedeckt werden. Ansonsten drohen der Pflanze schwere Frostschäden.

Blattläuse treiben auch an Rosen ihr UnwesenKrankheiten und Schädlinge

Wie alle Blumen ist auch die Duftrose vor dem drohenden Befall von Schädlingen nicht sicher. Während Rosenkrankheiten durch die richtige Pflege verhindert werden können, müssen Schädlinge oftmals intensiv bekämpft werden.

Blattläuse
Die Tiere lassen die Pflanze verkümmern. Im Frühjahr sollten die Triebe der Rose hinsichtlich der schwarzen Eier der Schädlinge untersucht werden. Befallene Triebe abschneiden und entsorgen. Die Behandlung richtet sich nach der Stärke des Befalls. Bei wenigen Tieren kann der Versuch gestartet werden, diese mit Wasser abzubrausen, ist der Befall schon ausgeprägter kann mit Schmierseife oder Mitteln aus dem Handel eingegriffen werden.

Spinnmilben
Sind erkennbar durch ein feines Gespinst und gräulicher Färbung. Die Bildung von Spinnmilben lässt sich durch die Wahl des richtigen Standortes und durch ausreichendes Gießen bei anhaltender Trockenheit vermeiden. Beim Befall der gesamten Pflanze hilft nur ein Zurückschneiden, ansonsten kann die Spinnmilbe mit handelsüblichen Mitteln bekämpft werden.

Pilzbefall
Erkennbar durch schwarze Flecken auf den Blättern, anschließender Gelbfärbung und Laubabfall. Pilzbefall hemmt den Wachstum und die Blütenbildung, kühles und feuchtes Wetter fördert den Befall. Kranke und abgeworfene Blätter aus dem Beet entfernen.

Mehltau
Typisches Kennzeichen: weißer Belag, der sich abwischen lässt. Mehltau wird begünstigt durch große Temperaturschwankungen und wirkt sich auf das gesunde Gedeihen der Pflanze aus. Befallene Triebe herausschneiden und die Duftrose eventuell mit handelsüblichen Mitteln behandeln. Kehren Pilzbefall und Mehltau jährlich wieder, sollte über eine Anschaffung widerstandsfähiger Pflanzen nachgedacht werden.

Die Duftrose ist mit ihren Ansprüchen an Pflege und Standortwahl wahrlich keine genügsame Pflanze. Möchte man sich am Duft und an der unbeschreiblich schönen Blütenpracht Jahr für Jahr erfreuen, sollte man bereit sein Zeit in die Pflege dieser Pflanze zu investieren. Belohnt wird man auf jeden Fall mit bezaubernder Schönheit.

Wissenswertes zu Duftrosen in Kürze

Es gibt viele unterschiedliche Rosenarten: Edelrosen, Wilde Rosen, Strauch- oder Kletterrosen, Beetrosen und viele mehr. Besonders beliebt sind aber Sorten, die zu ihrer Schönheit auch noch einen betörenden Duft verströmen.
  • Heute wird versucht, den Charme der alten historischen Sorten mit der Blühfreudigkeit moderner Rosen zu vereinen. Vor allem bei Strauchrosen und Kletterrosen gibt es wieder viele duftende Sorten
  • Duftende Rosen sind ein Genuss für die Sinne. Der Geruch steckt in den Blütenblättern. Er variiert und ist abhängig von Temperatur, Sonneneinstrahlung, Jahreszeit und anderen Faktoren.
  • Duftrosen werden auch zur Herstellung von Parfüm verwendet. Dazu sind unheimlich viele Blüten notwendig. Aber auch Rosengelees, Rosenlikör, Rosenzucker, Rosentees und Rosenessig sind sehr bekannt und beliebt.
  • Wichtig ist dabei vor allem, dass nur ungespritzte Rosen verwendet werden!
Viele Rosenzüchtungen haben ihren Duft verloren - historische Sorten sind deshalb sehr wichtigDer Duft ist die sinnlichste Eigenschaft von Rosen. Leider duften nicht mehr alle Rosen. Der Blumenfreund bückt sich aber irgendwie automatisch, um an einer schönen Rosenblüte zu riechen. Sehr gut riechen Moosrosen, sie haben einen balsamisch-herben Unterton. Vielen Englischen Rosen und neuen Romantik- und Nostalgierosen wurde der Duft wieder angezüchtet. Duftnoten haben sich oft vom Blumigen zum Fruchtigen hin verschoben. Bei einigen Edelrosen hat sich der intensive Duft der Teerosen erhalten. Oft gibt sich eine Duftrose am Namen zu erkennen, z.B. Duftzauber, Duftrausch, Duftgold, Duftvestival.

Wichtig ist, die Nasenschmeichler im Garten so zu platzieren, dass man von ihrem Geruch auch etwas mitbekommt. Einen guten Platz haben sie in Sitzplatznähe, also an der Terrasse oder auf dem Balkon. Prädestiniert sind auch Gartenpartien, die häufig passiert werden, also in Nähe der Eingangstür, am Hauptweg, am Carport. Duftrosen sind ein Erlebnis.