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Englische Rosen

Rosen bilden die umfangreiche Gattung Rosa und gehören zu der nach ihnen benannten Familie der Rosengewächse. So unterschiedliche Pflanzen wie zum Beispiel Apfel, Weißdorn, Kirsche, Kirschlorbeer und Himbeere stammen aus derselben Familie und sind daher eng mit ihnen verwandt. ...



So kennt man heute etwa 250 verschiedene Sorten, aber in unseren heimischen Gärten sieht man meist nur noch ihre nahezu unzähligen Zuchtformen. Obwohl die moderne Teehybride (englische Teerose) wegen ihrer perfekten Blütenform am meisten geschätzt wird, gibt es doch eine reichhaltige Formenvielfalt.

Die englische Rose ist nicht winterhart und gedeiht nur bei sehr heißem Sommerklima im Freiland. Ihre wohlgeformten und eleganten Blüten duften nach frisch gepflückten Tee. Einige dieser Rosenarten wie zum Beispiel Lady Hillingdon sind etwas winterhart und blühen den ganzen Sommer lang an etwa bis zu 90cm hohen Stielen. Rosen können durch Aussaat, mit Stecklingen oder mit speziellen Veredlungsmethoden, der Okulation, vermehrt werden.

Samenvermehrung: Da im Fachhandel Rosensamen nur sehr selten erhältlich sind, ist man meist gezwungen diese selbst zu sammeln. Im Frühjahr erfolgt die Aussaat unter Glas, und bereits nach 1 Jahr bilden sich an 15cm hohen Pflanzen Blüten aus. Keimfähige Samen erhält man meist nur von Wildarten, und auch meist nur wenn ...



man sie selbst bestäubt. Rosenarten, welche auf ihren eigenen Wurzeln heranwachsen, bringen für gewöhnlich auch kräftige Keimlinge hervor, diese brauchen etwa 2-3 Jahre bis zur ersten Blüte.

Stecklingsvermehrung: Die meisten Rosen können aus Stecklingen vermehrt werden. Auch hier eignen sich die Wildarten und ihre Hybriden am besten. Bei der englischen Rose eignen sich für die Vermehrung nur kräftige Pflanzen, da diese Sorten meist keine robusten Sprosse und Wurzeln bilden, sondern auf kräftige Unterlage okuliert werden. So können Stecklinge von den englischen Rosen nur von gut verholzten, ungefähr bleistiftdicken Stängeln geschnitten werden. Die Erfolgschancen liegen bedeutend höher, wenn gleich ein Dutzend Stecklinge von der gewünschten Sorte gemacht werden. Dafür werden von nicht blühenden Seitentrieben im Spätsommer oder im Frühherbst 23cm lange Stecklinge geschnitten. Bis auf zwei bis drei Blätter alles Laub sowie die Seitentriebe entfernen.

An einem halbschattigen und geschützten Standort wird eine V- förmige, 15-20cm tiefe Pflanzrille gegraben und 2,5cm tief mit feinem Sand aufgefüllt. Vorher werden die Schnittflächen der Stecklinge sorgfältig mit Bewurzlungspuder bestäubt und in ungefähr 15cm Abstand in den Sand gesteckt. Dann werden die Stecklinge angedrückt und vorsichtig gegossen. Die Stecklinge sollten im übernächsten Herbst Wurzeln geschlagen haben. Dann können die Stecklinge an den endgültigen Standort gepflanzt werden.

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