Kletterrosen - Pflege und Schneiden

Kletterrosen - Pflege und Schneiden

Es gibt 2 Arten von Kletterrosen. So genannte „Climber“ besitzen z.B. dicke, etwas sparrige aufrechte Trieb. Ihre Blüten stehen einzeln oder in Büscheln, wie bei Beet- oder Edelrosen.

kletterrosen2_flSie erreichen Wuchshöhe von 1,50 bis 3,00 Meter. Climber sind ideal für Obelisken, Lauben und Hauswände. Es sind öfterblühende Rosenpflanzen. Ramblerrosen werden auch Schlingrosen genannt. Es sind absolute Kletterkünstler mit starkem Wuchs: Rambler erreichen Höhen bis 6 Meter. Die Ranken sind fein bis mittelstark und sehr elastisch. Beeindruckend ist die

Blütenfülle. Ramblerrosen sind ideal für Rosenbögen, lichte, alte Bäume, aber auch für Einzelstellung. Ramblerrosen blühen meist nur einmal, es gibt aber Neuzüchtungen, die auch öfterblühend sind.

Standort

Kletterosen müssen so gepflanzt werden, dass sie nach oben viel Platz haben. Wichtig ist ein Standort in südöstliche oder südwestliche Richtung. Sie benötigen viel Sonne und eine entsprechende Rankhilfe. Kletterrosen können nicht selbstständig klettern, sie haben keine Haftorgane. Sie können sich nur durch ihre Stacheln ineinander verhakeln. Die Triebe müssen geführt werden.

Der Pflanzabstand richtet sich nach der zu erwartenden Größe bzw. Ausdehnung der Kletterose und nach dem Ziel. Soll eine ganze Wand geschlossen berankt werden, ist der Abstand geringer. Auch wenn verschiedene Kletterrosen ineinander wachsen sollen, reicht ein Pflanzabstand von etwa 50 cm. Starkwüchsige Sorten setzt man etwa einen Meter auseinander.

Pflanzzeit

Die beste Pflanzzeit ist im Herbst, etwa Oktober. Wurzelnackte Kletterosen werden im November gepflanzt. Auch im Frühjahr können Rosen in die Erde gebracht werden. Die Veredlungsstelle gehört fünf Zentimeter unter die Erde. Vor dem Pflanzen die Wurzel 12 bis 24 Stunden in Wasser stellen!

Pflanzsubstrat

Rosen wachsen auf fast allen Böden. Wichtig ist, dass
die Erde ausreichend mit Humus versorgt ist. Stauende Nässe wird nicht vertragen. Will man eine neue Rose an den Platz einer ausgesonderten pflanzen, muss die Erde großflächig ausgetauscht werden. Die so genannte Rosenmüdigkeit sorgt sonst dafür, dass sich die neue Rose nicht richtig entfalten kann. Mit den Jahren sammeln sich Schädlinge wie Pilze und Nematoden im Boden an und die können für das Absterben der jungen Rosen sorgen. Der Boden wird 50 cm tief und 50 cm breit ausgetauscht.

Gießen und Düngen
  • Besonders in der Anwachszeit ist Gießen enorm wichtig. Ansonsten wird nur bei lang anhaltender Trockenheit gegossen. 
  • Am besten gießt man morgens oder abends, nie über Mittag, vor allem nicht bei Sonnenschein. 
  • Nach durchdringendem Wässern den Boden lockern! Rosen mögen gut durchlüftete Böden. 
Rosen sind Starkzehrer. Man gießt mit Rosendünger oder reinem Rinderdung, zur Not auch mit gepresstem Rinderdung. Organische Dünger sind besser als mineralische. Im Pflanzjahr keine anorganischen Dünger nutzen! Gedüngt wird im März und Juni. Danach nicht mehr düngen, damit die Triebe ausreifen können.

Triebe führen

Je waagerechter die langen Triebe geführt werden, umso mehr blütenreiche Seitentriebe können sich entwickeln. Wenn die Triebe horizontal oder zumindest schräg angebunden werden, blühen die Triebe nicht nur an den Spitzen. 

Rosen schneiden / Rosenschnittrosenschnitt_fl

Direkt bei der Pflanzung im Frühjahr werden Kletterosen auf 15 bis 20 Zentimeter Trieblänge geschnitten.

Bei Herbstpflanzung tut man das erst im Frühjahr. Ansonsten schneidet man altes, über 2-jähriges Holz aus. Einmal blühende Sorten sollten möglichst wenig geschnitten werden. Hier genügt ein Auslichten. Man schneidet nach der Blüte. Öfterblühende Kletterrosen kann man im Frühjahr schneiden. Auch sie werden besser nur ausgelichtet. Lieber die Seitentriebe anbinden als abschneiden, das sichert den Blütenreichtum.

Ramblerrosen schneidet man gar nicht. Hier werden nur die verblühten Blüten entfernt. Wenn sie zu üppig werden, kann man sie gnadenlos einkürzen. Je mehr man schneidet, umso massiger wachsen sie.

Überwintern

Über der Veredlungsstelle etwa 15 Zentimeter Erde anhäufeln! Das ist ein guter Schutz vor Frost und Austrocknung. Ansonsten sollten Kletterrosen ohne Schutz durch den Winter kommen. Einzig zu intensive Sonneneinstrahlung ist gefährlich. Wer seine Rosen schützen möchte, deckt sie mit leichtem Stoff ab. 

Tipps der Redaktion

  1. Nie auf die Blätter gießen! Das fördert die Lebensbedingungen für Pilzerkrankungen.
  2. Der richtige Standort ist oft die beste Voraussetzung für ein gutes Gedeihen der Kletterrose. 
  3. Beim Kauf auf ADR-Rosen achten. Diese sind besonders widerstandsfähig und getestet!

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