Rosen düngen - Rosendünger

Rosen düngen & Rosendünger Rosenstrauch düngenDamit Rosen ihre volle Pracht entfalten können, benötigen sie alle wichtigen Nährstoffe. Um dieses zu gewährleisten, ist ein regelmäßiges Düngen unabdingbar.

Rosendünger
Neupflanzungen sollten nur mit organischem Dünger verwöhnt werden. Hier bieten sich Hornspäne und Kompost an. Abgelagerter Mist ist ebenfalls ein geeigneter Dünger. Dieser Dünger sollte nicht direkt an die Wurzeln eingebracht werden, sondern die Einpflanzungsmulde damit ausgekleidet werden. Blumenerde, oder spezielle Rosenerde werden nun zum Auffüllen der Pflanzmulde verwendet.


/>Auf mineralischen Dünger ist bei jungen Rosen zu verzichten. Dieser schadet den Wurzeln. Bei den älteren Rosenbeständen kann das Düngen auch mit Kunstdüngern geschehen. Dabei sind aber unbedingt die Dosierungsangaben der jeweiligen Produkte zu befolgen, um Überdüngungen zu vermeiden.

Rosen düngen in Kurzform
  • Rosen am besten rein organisch oder organisch- mineralisch düngen!
  • Reiner Mineraldünger muss sehr genau dosiert werden. Überdüngung schadet den Pflanzen.
  • Mineraldünger auf Dauer macht die Bodenorganismen kaputt.
  • Kein Dünger bei Rosenpflanzung!
  • 1. Düngung nach dem Schnitt der Rosen im Frühjahr
  • 2. Düngung Ende Mai bis Anfang Juni
  • Bei Frühjahrspflanzungen zuerst nach der Blüte düngen!
  • Überdüngung ist ungünstig. Bei organischem Dünger besteht da keine Gefahr. 
  • Herbstdüngung mit Patentkali!
Düngen

Mit der Düngung der Rosen sollte jedes Frühjahr zu Beginn der Wachstumsphase begonnen werden. Im Handel erhältliche Langzeitdünger versorgen die Rosen bis zu sechs Monate mit den notwendigen Nährstoffen. Hier kann es aber bei der zweiten Blüte zu Engpässen in der Versorgung kommen. Die Wahl eines Langzeitdüngers mit drei- viermonatiger Wirkung kann hier Abhilfe schaffen.

Ende Juni bis Mitte Juli wird dann mit Blaukorn, oder einem anderen schnell wirkenden Dünger auf mineralischer Basis die zweite Düngung vorgenommen. Bei der Verwendung von schnell wirkenden mineralischen Düngern ist besonders auf die Dosierung zu achten.

RosenIm Allgemeinen werden bei der Verwendung von organischen und natürlichen Düngern zufriedenstellendere Ergebnisse erzielt. Die Pflanze entwickelt sich über Jahre kräftiger und die Knospen und Blüten sind größer und prächtiger. Schnell wirkende Mineraldünger führen oft zu einem schnellen Wachstum, das genauso schnell
wieder aufhört und die Knospen verkümmern lässt. Oft sind die so gedüngten Rosen auch wesentlich anfälliger für Krankheiten.

Der Boden sollte zur besseren Aufnahme der Nährstoffe einen pH-Wert (Säuregrad) von 6,5 - 7,5 haben. Sollte es sich nach einem PH-Test als erforderlich erweisen, den Boden aufzukalken, dann sollte dies entweder im März oder im Herbst erfolgen.

Herbstdüngung

Nach Ende Juli sollten Rosen nicht mehr gedüngt werden. Es ist wichtig, keinen Dünger mit Stickstoff mehr zu verwenden, damit die Rosentriebe ausreifen können. Nur wenn sie verholzt sind, überstehen sie den Winter unbeschadet. Es ist aber empfehlenswert, im Herbst noch einmal einen Kalidünger auszubringen. Zwar wird das in der Regel nur bei Höhenlagen über 500 Metern empfohlen, aber es schadet den Pflanzen nicht und wenn der Winter doch einmal härter wird, sind sie gut geschützt. Da diese Düngung für die meisten Gehölze, Stauden und Pflanzen im Garten geeignet ist, kann man auch die Rosen mitversorgen. Sie danken es mit kräftiger Gesundheit.

Düngung von Rosen in Kübelhaltung

In Kübeln herrscht in der Regel wenig Bodenleben.

Es gibt nicht so viele Bodenlebewesen, die organischen Dünger abbauen können. Deshalb ist da eine entsprechende Düngung besonders wichtig. Einige Fachleute raten zu Langzeitdüngern, andere zu mineralischen Düngern. Am besten, das probiert jeder für sich einmal aus. Auf alle Fälle kann Flüssigdünger verwendet werden, allerdings zusätzlich zu einem anderen Dünger. Gerade für Kübelhaltung enpfiehlt sich das.

Eisesmangel bei Rosen

Wen nüber längere Zeit mit kalkhaltigem Wasser gegossen wird, kann es zu Eisenmangel bei den Rosen kommen. Das zeigt sich im Verschwinden der grünen Farbe aus jungen Blättern. Nur die Blattadern sind kräftig grün. Das Laub wird gelb, kann auch ganz weiß werden. Das hängt mit dem Phosphorgehalt des Bodens zusammen. Eisenmangel tritt oft bei einem pH-Wert von 7,5 auf. Empfehlenswert ist das Einbringen sauren Düngers, allerdings in den Wintermonaten Januar/Februar. Auch mit eingearbeiteten Torf ist das möglich. Will man kurzfristig etwas tun, eignet sich Eisen-Chelat-Dünger. Nachhaltig hilft das aber nicht. Da muss der pH- Wert des Bodens abgesenkt werden. 

Wissenswertes

Rosen haben einen hohen Nährstoffbedarf mit besonderen Anforderungen an das Nährstoffverhältnis. Rosendünger sind auf den besonderen Nährstoffbedarf abgestimmt. Die Zusammensetzung ist häufig sehr unterschiedlich. Eine Bodenanalyse gibt den besten Aufschluss darüber, welche Zusammenstellung für den eigenen Garten die Beste ist. Wichtig ist, immer die Mengenangabe auf den Packungen zu beachten. Gerade bei mineralischen Düngern gelangen die Nährstoffe bei Überdosierung ins Grundwasser. Außerdem beeinträchtigen die überschüssigen Salze das Gedeihen der Mikroorganismen.

Besonders gut geeignet sind organische Rosendünger mit einer natürlichen Langzeitwirkung. Nur eine Düngung im Frühjahr genügt, um die Rosen die ganze Saison über zu versorgen. Rosendünger sind in der Regel für alle Rosenarten geeignet, ganz gleich ob es sich um Edel-, Beet-, Strauch- oder Kletterrosen handelt.
Bei Neupflanzungen sollte man immer organischen Dünger und keinen mineralischen Rosendünger  verwenden. Nur bei älteren Rosen kann man auch Kunstdünger benutzen.

Spurenelemente und Magnesium sorgen für kräftige Pflanzen und leuchtende Blütenfarben. Durch Kalium bekommen die Rosen mehr Widerstandskraft gegen Krankheiten. Auch werden die Holzreife und die Frosthärte verstärkt.

Auch bei Rosendüngern gibt es Sorten, die Mykorrhiza-Pilze enthalten. Der Bodenpilz dringt in die Wurzel der Rose ein oder umhüllt sie. Pilz und Wurzel gehen eine Verbindung ein. Die Rose versorgt den Pilz mit Photosyntheseprodukten, der Pilz hilft der Rose bei der Nährstoffaufnahme aus dem Boden. Hat sich der Pilz mit der Wurzel der Rose verbunden, wächst er bis zum 200-fachen seiner normalen Größe an und vergrößert so die Wurzelfläche der Pflanze. Diese kann dadurch mehr Nährstoffe aufnehmen und auch Wasser aus tieferen Erdschichten aufnehmen.