Rosenpflege im Winter - Rosen pflegen

Rosenpflege im Winter Rosenpflege nahe des WintersDie Rosen zählen unbestritten zu den beliebtesten Gartenpflanzen. Leider erfordern die stacheligen Schönheiten fast das gesamte Jahr über die Aufmerksamkeit und Pflege des Gärtners. Insbesondere der Winterschutz muss sehr sorgsam vorgenommen werden, da außer den an die heimischen Klimabedingungen angepassten Wildrosen kaum eine Rosensorte wirklich winterhart ist.

Vorbereitende Maßnahmen

Die Abstimmung der Pflegemaßnahmen hinsichtlich des nächsten Winters beginnen eigentlich - je nach Rosensorte - schon im Frühsommer. Nach der ersten Blüte des Jahres darf kein

stickstoffbetonter Dünger mehr gegeben werden. Stickstoff hat auf Pflanzen eine wachstumsfördernde Wirkung, die bei Rosen einen Neuaustrieb bewirken würde. Diese Triebe könnten bis zum Winter nicht mehr ausreifen und würden unweigerlich dem Frost zum Opfer fallen.
Ebenso sollte ein starker Rückschnitt im Herbst unterbleiben, da dieser ebenfalls einen Neuaustrieb fördern würden. Auch hierbei würden die jungen Triebe im Winter erfrieren.

Maßnahmen zum direkten Winterschutz

In Abhängigkeit von der Frostgefährdung der Lage sollte mit den direkten Winterschutzmaßnahmen bereits ab Ende Oktober begonnen werden. Der erste Frost kann rasch und unerwartet eintreten und eine einzige Kältenacht kann erhebliche Schäden an ungeschützten Rosen verursachen.
Bei allen Rosenformen sind zunächst die Veredelungsstellen zu schützen. Diese sollten sich bei fachgerechter Pflanzung mindestens 5 cm tief unter der Erdoberfläche befinden. Aus ihnen wachsen die Edeltriebe. Erfrieren diese Veredelungsstellen, so kommen im nächsten Frühjahr nur noch die Triebe der als Unterlage dienenden Wildrosenarten zum Vorschein. Um dies zu vermeiden, wird die Rose ca. 15 – 20 cm hoch mit Erde angehäufelt. Die Erde darf nicht aus der näheren Umgebung der Rose stammen, da anderenfalls die Rosenwurzeln unter Frost leiden würden. Besser ist Komposterde; Torf sollte hierbei nicht zum Einsatz kommen. Dieser Erdhügel wird mit Reisig oder Nadelzweigen abgedeckt, die bei windexponierten Lagen mit einigen Schaufeln Erde oder Klammern zu fixieren sind.

Die Kronen der Hochstammrosen benötigen einen weiteren Schutz. In Lagen mit eher milden Wintern genügt es, die Kronen mit Sackleinen oder ähnlichem, gut luftdurchlässigen Material zu umwickeln. In Gegenden mit Starkfrostwintern wird dies jedoch nicht ausreichend sein, so dass die Winterschutzmaßnahmen verstärkt werden müssen. Hierzu sind die Stämmchen vorsichtig umzubiegen, bis die Kronen auf der Erde liegen. Sie werden mit Klammern oder Astgabeln fest und sicher auf dem Boden fixiert und vollständig mit Erde bedeckt, bis alle Kronentriebe allseitig durch eine mindestens 10 cm
dicke Erdschicht geschützt sind. Auch diese Hügel sollten in windigen Lagen mit Reisig abgedeckt werden.

Wer nicht sicher ist, welche dieser Schutzmaßnahmen denn nun für sein frisch gepflanztes Rosenbäumchen geeignet ist, der erkundigt sich im örtlichen Pflanzenmarkt oder fragt einen erfahrenen Nachbarn. Passionierte Gärtner geben ihre Kenntnisse gern weiter.
Nicht nur der Frost kann ungeschützte Rosen im Winter schädigen, auch intensive Sonneneinstrahlung an schönen Wintertagen trägt zur Schwächung der Pflanzen bei. Die grüne Rinde der Rosentriebe und Rosenstämme wird durch die Sonne ausgetrocknet, die Pflanzenwurzeln können jedoch bei Frost kein Wasser aufnehmen. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum hinweg an, vertrocknen die Rosentriebe. Daher müssen insbesondere die Hochstammrosen durch Umwickeln der Stämmchen mit Sackleinen vor intensiver Sonneneinstrahlung geschützt werden. Aber auch Buschrosen und Kletterrosen sind dankbar für

Schattierung.

Rosen welkKurze Zusammenfassung der Maßnahmen

Zur besseren Übersichtlichkeit soll hier noch einmal ein kurzer Überblick gegeben werden.

Maßnahmen für alle Rosenformen
  • Keine stickstoffbetonte Düngung mehr nach der ersten Blüte des Jahres
  • Kein starker Rückschnitt im Herbst
  • Anhäufeln der Pflanzen und Schattierung der Stämme bzw. Äste ab Ende Oktober (abhängig von Frostgefährdung der Lage)
Zusätzliche Maßnahmen für Hochstammrosen
  • Schutz der Kronen durch Einwickeln mit Sackleinen bzw. Umbiegen der Stämmchen und Bedecken der Kronen mit Erde (abhängig von Frostgefährdung der Lage)
  • Bei sorgfältiger Ausführung dieser Schutzmaßnahmen kann die „Königin der Blumen“ ihren Besitzer jahrzehntelang mit ihrer Blütenpracht erfreuen.
Zeitpunkt

Spätestens Anfang Dezember müssen alle Rosen angehäufelt werden. Dazu eignet sich Gartenerde, Kompost und Tannenreisig. Die Basis sollte dabei gut 15-20cm hoch abgedeckt werden. So kommen die meisten Rosen gut durch den Winter. Etwas anderes geht man bei Hochstamm- und Ramblerrosen vor. Bei Hochstammrosen wird die Krone in Leinensäcke (eventuell mit Tannenreisig oder trockenem Laub füllen) gepackt und am Stamm zusammengebunden. In Gegenden, wo die Winter besonders kalt sind, legt man Hochstammrosen um, um diese über den Winter zu bringen. Ramblerrosen haben biegsame Triebe, diese werden vom Rosenbogen oder Spalier genommen, und auf dem Boden ausgebreitet. Kletterrosen dagegen brauchen so gut wie keinen Schutz. Hier reicht, wenn man sie (wie Beet- und Edelrosen) anhäufelt und die Basis mit etwas Tannenreisig bedeckt.

 

Viele Rosensorten sind winterhart, jedoch bei weitem nicht alle Sorten. Teerosen und ältere englische Rosen sind in unseren Regionen leider sehr empfindlich. (Mit älteren englischen Rosen sind nicht Züchtungen von David Austin gemeint!) Auch einige Edelrosen sind sehr frostempfindlich. Wer solche Rosensorten in seinem Garten hat, muss leider trotz dickem Winterschutz mit Ausfällen rechnen. Bei der Pflanzung muss allgemein bei veredelten Rosen darauf geachtet werden, dass die Veredelungsstelle mindestens 5-10cm unter die Erde kommt. So kann die Rose, falls sie mal bis zum Boden zurück friert, aus der Veredelung im Frühjahr neu austreiben.

 

Erfahren Sie mehr zum Pflegen von Rosen im: