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Die wohl bekannteste Art, Rosen zu vermehren ist die Veredelung. Normalerweise wird diese Methode den Profis überlassen, doch wer einen einigermaßen grünen Daumen besitzt, darf gerne auch selbst experimentieren. Vorweg sollte man jedoch anmerken, dass der Verkauf von selbst veredelten Rosensorten (weder als Pflanze, noch als Schnittblume) nicht erlaubt ist. Hierzu benötigt man eine Lizenz! Rosen zu veredeln hört sich eigentlich recht einfach an, ist es aber nicht. Was man dazu braucht, ist entweder bereits vorhanden, oder man kann es über verschiedene Gärtner und Gartenfachgeschäften erwerben. Besonders wichtig ist, dass man bei der Veredelung mit sterilem Werkzeug arbeitet. Die
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kleinste Spur von einem Krankheitserreger kann die ganze Arbeit zunichte machen und das ist wohl nicht Sinn und Zweck der Sache.
Als erstes benötigt man eine Unterlage. Das sind Wildrosen, die man beim Gärtner bestellen kann. Diese Wildrose wird dann in den Garten gepflanzt (im Frühjahr oder im Herbst). Im Sommer kann man dann mit der Veredelung beginnen. Als zweites braucht man die Rosensorte, die man ja eigentlich vermehren möchte. Die Wildrose (Unterlage) hat die gute Eigenschaft, dass sie relativ schnell kräftige Wurzeln bildet, die andere Rosensorte hat beispielsweise eine wunderschöne Blüte und ein dunkles Blattwerk. Nun heißt es, diese beiden guten Eigenschaften effektiv miteinander zu verbinden.
Hierzu werden von der Rose, die veredelt werden soll, Reiser geschnitten. Alle Stacheln werden entfernt, die Blätter werden so abgeschnitten, dass der Blattstiel stehen bleibt, denn über die Blattstiele sitzen die Augen. Diese werden dann mit einem sehr scharfen, sterilen Messer herausgeschnitten. Nun kommt das Okuliermesser zum Einsatz. Mit ihm wird am Stamm der Wildrose ein T-Förmiger Schnitt gemacht. Das Auge wird nun in die so entstandene Tasche gesetzt. Das nun überstehende Teil wird mit dem scharfen Messer abgeschnitten und die entstandene Veredelungsstelle wird nun mit einem sauberen Gummiband sehr fest verbunden. Es dauert bloß einige Wochen, bis die Veredelungsstelle angewachsen ist und austreibt.
Im kommenden Frühling muss man dann die über der Veredelungsstelle wachsenden Wildtriebe nah an der Veredelungsstelle abschneiden. Von jetzt an treibt die Rose nur noch aus der Veredelungsstelle aus. Sie besitzt die Eigenschaften beider verwendeten Sorten. Die guten Wurzeln der Wildrose und das gesunde Laub, sowie die schönen Blüten der Zuchtrose. Es kommt natürlich immer wieder mal vor, dass an der Rose Wildtriebe wachsen. Diese muss man dann knapp unter der Erdoberfläche abreißen. Schneidet man sie oberhalb der Erdoberfläche ab, wird ihr Wachstum gefördert, statt einzudämmen.
von Hajnalka Prohaska
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