Rosenrost - vorbeugen & bekämpfen

RosenrostRosenrost ist eine der häufigsten an Rosen auftretenden Krankheiten. Sie wird von einem Pilz verursacht, der sich bei Feuchtigkeit auf den Blättern der Rose ansiedelt. Dort bildet er Sporen, die von Regen, Wind oder auch Wassersprengern von einer Pflanze auf die andere übertragen werden.

Schadbild

Auf der Blattoberseite zeigen sich gelborange bis rostrote Flecken, zum Teil mit dunklen Rändern. Auf den Blattunterseiten bilden sich längliche Knötchen, die die Sporen enthalten.Bei einem starken Befall verwelken die Blätter und fallen schließlich ab.



/>Vorbeugung

Bei Neuanpflanzungen sollte auf Rosen mit ADR-Prädikat ausgewichen werden. Diese Rosen sind durch die „Allgemeine Deutsche Rosenneuheitsprüfung“ (ADR) in einem mehrjährigen Verfahren auf Robustheit und Widerstandsfähigkeit gegen Pilzerkrankungen geprüft worden.

Da Rosenrost sich vor allem bei Feuchtigkeit ausbreitet, sollten die Rosen so gepflanzt werden, dass sie vom Wind gut durchlüftet werden können. Dann trocknen sie nach Regen schneller wieder ab.

Beim Gießen darauf achten, dass das Gießwasser nicht auf die Blätter gelangt. Ist dies nicht möglich, morgens gießen, damit die Blätter tagsüber gut abtrocknen können.

Beim Düngen sollte auf eine ausgewogene, wenig stickstoffhaltige Düngung geachtet werden.

Knoblauch enthält Stoffe, die als natürliches Fungizid wirken. Daher kann man als weitere Schutzmaßnahme Knoblauch unter die Rosenstöcke pflanzen.

Zur Stärkung der Blätter kann eine Jauche aus Ackerschachtelhalm einmal im Monat als Gießwasser verwendet werden. Zur Herstellung dieser Jauche gibt man ca. 1 kg frische Ackerschachtelhalm-Blätter in einen großen Kübel, füllt mit 10 l Wasser auf und lässt das Gemisch mindestens 24 h ziehen. Anschließend wird es gefiltert und auf 10 % verdünnt.

Bekämpfung

Rosenblatt mit RostWelche Mittel man zur Bekämpfung des Rosenrosts anwendet, hängt von der Stärke des Befalls ab.
Bei einem geringen Befall kann man erst mal sanfte Mittel verwenden. Bei einem sehr starken Befall muss man auf chemische Mittel zurückgreifen.
  • Die
    befallenen Blätter werden abgeschnitten und vernichtet. Sie dürfen nicht auf den Kompost gelangen, um eine Weiterverbreitung zu verhindern. Sie sollten verbrannt oder, wenn das nicht möglich ist, im Restmüll entsorgt werden. Die Schnittwerkzeuge müssen anschließend mit Alkohol gereinigt werden, weil auch durch sie eine Weiterverbreitung der Sporen möglich ist.
  • Die abgefallenen Blätter werden aufgesammelt und ebenfalls entsorgt.
  • Zur biologischen Bekämpfung des Rosenrosts können die Pflanzen alle zwei Wochen mit einer verdünnten Ackerschachtelhalm-Jauche (s. Vorbeugung) oder einer Knoblauch-Brühe gespritzt werden. Zur Herstellung der Knoblauch-Brühe werden ca. 300 g gehackter Knoblauch mit 10 l kochendem Wasser übergossen. Diesen Aufguss lässt man eine halbe Stunde ziehen bevor man ihn filtert. Vor der Anwendung muss die Brühe abkühlen.
  • Für die chemische Bekämpfung stehen mehrere Fungizide zur Verfügung, mit denen die Pflanze mehrmals im Abstand von ein bis zwei Wochen gespritzt wird. Hierbei sollte man aber auf die Bienenverträglichkeit dieser Mittel achten. Für Bienen ungefährlich sind Präparate mit den Wirkstoffen Tebuconazol, Myclobutanil oder Kupferoktanoat. Für die Anwendung der Fungizide sind neben einem Spritzapparat auch Handschuhe und eine Atemmaske erforderlich. Vor der Anwendung muss unbedingt die Gebrauchsanweisung des Mittels gelesen werden und man sollte auf jeden Fall die Sicherheitshinweise beachten. Während des Spritzens dürfen sich keine anderen Menschen oder

    Haustiere in der Nähe befinden. Um die Wirksamkeit des Präparats zu gewährleisten, sollte man nicht während eines Regens oder auf nasse Blätter spritzen. Das Wasser kann die Wirksamkeit reduzieren. Auch bei starkem Wind sollte nicht gespritzt werden. Der Wind verteilt die Wirkstoffe zu weit, so dass auf den eigentlich zu spritzenden Pflanzen nur noch ein Bruchteil ankommt.Nach dem Spritzen muss das Sprühgerät ebenso wie die Handschuhe gründlich gereinigt werden. Fungizide müssen an einem kühlen und dunklen Ort gelagert werden. Kinder und Haustiere dürfen nicht damit in Berührung kommen können.
Wissenswertes in Kürze

Rosenrost zählt zu den wichtigsten Rosenkrankheiten. Der Befall mit Rosenrost ist tolerabel. Wenn Sie eine Neupflanzung vornehmen, lohnt es sich in Katalogen auf eine Anmerkung über die Krankheitsanfälligkeit zu achten, seriöse Züchter geben diese an. Oft ist die Bezeichnung robust oder vital ein Hinweis auf eine unanfällige gesunde Sorte

Schadbild: Bereits kurz nach dem Austrieb bilden sich an jungen Trieben und altem Holz hellorangefarbene, schwielenförmige Sporenlager Sporenlager. Auf den Blattoberseiten entstehen im Sommer kleine gelbliche oder rote Flecken, an der Blattunterseite liegen stecknadelkopfgroße Pusteln, die sich von Gelblichbraun nach schwarz verfärben. Nur bei starker Pilzerkrankung ist mit vorzeitigem Blattfall zu rechnen.

Gefährlichste Zeit: Sommer

Abwehr: Vorbeugend, Rostunfällige Rosen-Sorten wählen. Verhaltene Stickstoffdüngung. Ackerschachtelhalmtee wirkt blattstärkend. Mit Knoblauch unterpflanzen.
Sanft, Befallene Blätter entfernen.
Härter, Selten erforderlich. Wirksam sind nur Fungizide.