Tipps zum Rosenschnitt - Rosen schneiden - verschneiden

Rosenschnitt - Rosen schneiden / verschneiden Schnitt von Rosen

Es gibt nichts schöneres, als üppig blühende Rosen in ihrer Farbenvielfalt. Doch für diese üppige Blütenpracht muss man einiges tun. Eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen bei Rosen ist der Schnitt. Dieser muss nicht nur regelmäßig, sondern auch möglichst fachgerecht geschehen. Hier möchten wir erläutern, wie Sie Ihren Rosen den richtigen Schnitt verpassen können, damit diese in der kommenden Saison üppig und prachtvoll blühen.

Allgemeines (gilt für alle Rosensorten)

Rosen sollten geschnitten werden, wenn die Forsythie

blüht.
Die allgemeine Regel bei Rosen ist: Die Rosenschere muss sehr scharf sein, damit an den Trieben keine Quetschungen entstehen. Es ist nie verkehrt, die Rosenschere zu desinfizieren. In Apotheken kann man Desinfektionsmittel erwerben, so spart man sich das auskochen der Schere. Die Schere mit heißem Wasser gründlich reinigen. Mit dem Desinfektionsmittel (z.B. Sterilium aus der Apotheke) die beiden Schneidehälften gründlich säubern und warten, bis das Mittel sich verflüchtigt. Sie fragen jetzt bestimmt: „Wozu diese Aufwand?!“ Das kann ich gerne beantworten. Schädlinge und Krankheitserreger bleiben bei jedem Schnitt an der Schere haften und können an andere Pflanzen übertragen werden. Je sauberer man arbeitet, umso gesünder sind die Rosen.

Geschnitten wird immer über einem nach Außen stehenden Auge. Die Rosenschere leicht schräg, weg vom Auge ansetzen und den Trieb mit einer Bewegung abschneiden. So wird gewährleistet, dass Wasser vom Auge weggeleitet wird, und nicht in das Auge fließt, wo es Nährboden für Krankheitserreger (Mehltau) bieten kann. Abgeschnittene Triebe und abgefallene Blätter immer sofort entfernen und am besten in den Müll und nicht auf den Kompost werfen. So kann man sichergehen, dass keine Pilzsporen oder andere Erreger wieder an die Pflanzen gelangen können.


Nähere Informationen zum Schnitt der einzelnen Arten:

 

Schnitt bei Beetrosen, Kletterrosen und Hochstammrosen

Beetrosen verkahlen ohne einen passenden Schnitt und verlieren ihre Blühfreudigkeit. Ein Schnitt ist also sehr wichtig.

  • Man entfernt tote, abgestorbene und schwache Triebe!
  • Genauso verfährt man mit nach innen wachsenden Trieben, die andere behindern oder sie kreuzen.
  • Bei kräftig wachsenden Rosensorten werden die Triebe auf etwa 8 Augen eingekürzt!
  • Bei schwächer wachsenden Rosen schneidet man auf etwa 5 Augen zurück.
  • Während der Blüte schneidet man
    verblühte Blüten hinter dem ersten fünffach gefiederten Blatt ab.

Bei Kletterosen unterscheidet man einmal blühende und öfterblühende Sorten.

  • Kranke, tote und überalterte Triebe herausschneiden!
  • Ältere Kletterrosen werden nur Ausgelichtet.
  • Jüngere Exemplare brauchen einen Erziehungsschnitt.
  • Vor allem waagerechte Triebe nicht abschneiden. An ihnen bilden sich die meisten Blütentriebe.
  • Aufrecht wachsende Triebe können eingekürzt werden.
  • Es reicht, 3 bis 5 gut verteilte junge Haupttriebe pro Kletterose stehen zu lassen.
  • Alle anderen werden am Boden abgeschnitten.
  • Wichtig ist, keine Stummel stehen zu lassen.
  • Alle Seitentriebe werden auf 10 cm Länge eingekürzt.

Hochstammrosen zu schneiden ist recht einfach. Man schneidet, außer bei Trauerstämmen eine rundliche Krone.

  • Überstehende Zweige werden einfach so abgeschnitten, das sich eine rundliche Form ergibt.
  • Man sollte nicht zu viel schneiden.
  • Die Krone darf innen nicht zu dicht sein!
  • Nach innen wachsende Zweige besser entfernen!

Schnitt bei Ramblerrosen, Strauch- und Wildrosen

Ramblerrosen brauchen fast keinen Schnitt. Ihre langen Triebe sind ihr Markenzeichen. Man schneidet nur, um sie einzudämmen oder um kranke oder tote Abschnitte zu entfernen.

  • Alte und zu eng stehende Triebe herausschneiden!
  • Nach der Blüte schneiden. Im Frühjahr schneidet man sonst die Ansätze für die Blüten

    mit weg.
  • Viele Rambler wachsen bis zu 6 Meter im Jahr. Sie können jederzeit geschnitten werden, um ihnen Einhalt zu gebieten.

Strauchrosen unterscheidet man in einmal- und mehrmals blühende Sorten.

  • Einmalblühende Sorten sollten nicht im Frühjahr geschnitten werden.
  • Man schneidet nur abgestorbene Triebe heraus und schneidet den Rest nach der Blüte. 
  • Dann schneidet man jedes Jahr den ältesten Trieb direkt dort ab, wo er aus dem Boden kommt. So wird die Rose verjüngt.

Wildrosen müssen nicht geschnitten werden, können aber. Meist reicht es, nur altes und totes Holz zu entfernen. Alle 4 bis 5 Jahre wird etwas kräftiger geschnitten.

  • Man entfernt den ältesten (bei vielen Trieben auch 2 bis 3) Trieb direkt an der Basis um Platz für neue Triebe zu schaffen.
  • Ohne Schnitt vergreisen die Rosen.

Schnitt bei öfterblühenden Strauchrosen, Englischen Rosen und Bodendeckerrosen

  • Öfterblühende Strauchrosen müssen erst ein starkes Gerüst bilden
  • Ist das vorhanden, nach der Blüte Langtriebe aus dem Vorjahr um ein Drittel einkürzen. 
  • Ältere Triebe auf drei bis fünf Augen einkürzen.

Englische Rosen sind wunderschön, aber leider auch empfindlich. Sie wachsen meist strauchartig und werden wie öfterblühende Strauchrosen geschnitten.

Bodendeckerrosen kommen meist ganz gut ohne Schnitt aus. Sie sind sehr pflegeleicht. Günstig ist, verblühtes zu entfernen. Man kann sie aber auch regelmäßig schneiden. Besondere regeln müssen dabei nicht befolgt werden. Man kann da seinem Gefühl vertrauen. Bei den Bodendeckerrosen kann man kaum etwas falsch machen.

Eine Übersicht zur Pflege von Rosen im Jahresverlauf:

von Hajnalka Prohaska