Buchsbaum – Braunfärbung - braune Blätter und Spitzen

buchsbaum_flBeim Buchsbaum handelt es sich um ein immergrünes Gewächs mit einem recht intensiven und typischen Geruch. Er wächst sehr langsam (nur etwa zehn Zentimeter pro Jahr!) und kann eine Gesamthöhe von bis zu acht Metern erreichen.

Im Allgemeinen wird er dennoch eher als Strauch geschnitten und gezogen und bleiben daher deutlich kleiner.

Buchs ist ein sehr langfristiges Gewächs, da er eine Lebensdauer von bis zu 500 Jahren haben kann. Daher bietet er sich durchaus als Umrandungshecke an, wenn man die

Geduld hat, ihn hochzuziehen.

Das Holz des Buchsbaumes wurde schon im alten Rom für Drechselarbeiten sehr geschätzt. Das hat sich bis heute nicht verändert.

Der Buchsbaum ist übrigens sehr giftig. Er weist insgesamt über 70 verschiedene Alkaloide auf. Somit sollte man immer vorsichtig sein, wenn kleine Kinder freien Zugang an diese Pflanze haben. Auch wenn er in der Antike gern als Heilmittel benutzt wurde, gilt dies heutzutage als deutlich überholt, da seine Dosierung sehr schwierig ist.

Anzeichen für eine Vergiftung können Erbrechen und Krämpfe sein. Eine Überdosierung kann sogar zum Tod führen.

Aussehen und Vermehrung

Typisch für den Buchsbaum sind die kleinen, ovalen bis länglich-ovalen Blätter von dunkelgrüner Farbe. Die Unterseite der Blätter ist dabei deutlich heller. Von März bis Mai kann man die Blüten bewundern. Diese sind klein und von gelblicher Farbe. Die sehr wohlriechenden Blüten produzieren viele Pollen und sind ein beliebter Sammelort von Bienen und Fliegen, die sich an ihrem Nektar guttun. Im September öffnen sich dann die dreiklappigen Fruchtkapseln und streuen dabei jeweils zwei Samen aus. Diese werden ihres Lockduftes wegen von Ameisen mitgenommen. Auf diese Weise vermehrt sich der Buchsbaum.

Für die Anzucht ist die Verbreitung über Samen jedoch wenig geeignet, da dies doch eine sehr langwierige Methode ist. Für eine schnellere Vermehrung sorgen hingegen Stecklinge. Dazu genügt es, einen mindestens zehn Zentimeter langen Zweig zu nehmen, ihn am
unteren Dritten zu entlauben und in die Erde zu stecken. Am günstigsten ist die Zeit zwischen September und März dazu. Stecklinge, die vorher genommen werden, bilden noch vor dem Winter Wurzeln und werden diesen folglich nicht überleben.

Verbreitung

Normalerweise wird der Buchsbaum als Zier- oder auch als Nutzholz angepflanzt. Seltener findet man ihn auch in verwilderter Form. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reicht vom Mittelmeer über Frankreich bis hin nach Südengland, aber auch im Nordiran sind Arten des Buchsbaumes zu finden.

Wegen Züchtungen und Mutationen werden heute rund 60 verschieden Buchsbaumarten unterschieden.buchsbaum-schneiden_fl

Pflege und Standortwahl

Der Buchs ist eigentlich ein langlebiges und recht pflegeleichtes Gehölz. Das bedeutet jedoch nicht, dass er nicht auch ein wenig Zuwendung vertragen könnte. Besonders wichtig ist dabei schon die Wahl des richtigen Standortes. Am liebsten mag der Buchs Halbschatten. Zwar passt er sich auch anderen Lebensbedingungen normalerweise an, doch im Halbschatten wächst er am besten und zumeist ohne Probleme.

Steht der Buchs die ganze Zeit in praller Sonne, so kommt es im Winter deutlich öfter zu Frostschäden, da er als immergrünes Gewächs dennoch Feuchtigkeit über seine Blätter verdunstet. Dies kann jedoch im Winter

durch den gefrorenen Boden nicht ausgeglichen werden, da die Wurzeln hier kein Wasser aufnehmen können.

Dünger braucht der Buchs eigentlich nicht viel. Er mag es, wenn er regelmäßig ein wenig Kompost bekommt. Er hat allerdings keine besonderen Düngeransprüche.

Braunfärbung der Blätter

Steht der Buchsbaum in praller Sonne, geschieht es nicht selten, dass sich seine Blätter zum Winter hin bräunlich oder bronzefarben verfärben. Dies ist übrigens auch beim Efeu oder verschiedenen Nadelhölzern der Fall.
Die immergrünen Gewächse schützen sich durch diesen Farbwechsel vor den kalten Temperaturen, da dieser Farbstoff höheren Frostschutz bietet.

Braune Blätter und Blattspitzen können allerdings auch ein Zeichen für ungenügende Wasserzufuhr sein. Besonders, wenn der Buchs an einem zu hellen Standort steht oder sehr dicht gewachsen ist, kann er nicht genug Wasser durch den Regen aufnehmen. Dieser kommt durch das dichte Blattwerk dann nicht bis auf den Boden. Somit ist es notwendig, den Buchs sehr regelmäßig zu gießen – sogar, wenn es viel regnet.
Zudem wäre eine Behandlung mit einem Spezialdünger in diesem Fall auch keine schlechte Idee. Diesen gibt es in Gartenmärkten. Er wird im Frühjahr und im Spätsommer eingesetzt.