Heiliger Bambus (Nandina domestica) - Pflege
Der Heilige Bambus wird auch Tempelbambus oder Himmelsbambus genannt. Er ist allerdings gar kein Bambus. Die Pflanze gehört zu den Berberitzen und hat nichts mit Bambus zu tun.
Heiliger Bambus ist ... ein locker aufrecht wachsender, immergrüner Strauch. Seine Blätter färben sich über den Winter leicht rötlich. Damit erregt er in der recht tristen Jahreszeit im Garten natürlich Aufmerksamkeit. Der Bambus, der gar keiner ist, kann bis zu 2 Meter hoch werden. Er stammt ursprünglich aus Zentralchina und Japan. Nandina domestica eignet sich als Einzel- oder Gruppenpflanze und besonders für Themengärten (Japangärten). Der Heilige Bambus macht sich auch gut als Bonsai. Die Blüten erscheinen im Juni/Juli, in Rispen. Sie sind weiß und groß, bis 30 cm lange, aufrechte Kerzen. Die Blüten neigen sich durch ihr Eigengewicht oft nach unten. Später entwickeln sich kleine rote Beeren, die auch im Winter am Strauch haften bleiben.
Standort
Wichtig ist, den Heiligen Bambus ...
nicht zu viel Sonne auszusetzen. Mittagssonne mag er nicht so gern. Er sollte halbschattig gepflanzt werden, aber trotzdem hell stehen. Pflanzt man ihn zu dunkel, lässt die Blüte nach und es erscheinen weniger Beeren. Auch reagiert er empfindlich auf Wind. Wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist, verträgt der Heilige Bambus auch Sonne.
Pflanzsubstrat
Am besten geeignet ist ein lehmig-humoser Gartenboden. Der Boden sollte stets etwas feucht sein. Für Kübelpflanzen eignet sich gute Kübelpflanzenerde. Sie sollte aufgelockert werden. Dazu nutzt man Lavagrus, Blähton, Kies, Splitt oder grober Sand.
Gießen und Düngen
Das Gießwasser sollte nicht zu kalkhaltig sein. Regenwasser ist ideal. Gegossen werden muss regelmäßig. Man gießt durchdringend und wartet dann einige Tage, bis die oberste Erdschicht gut abgetrocknet ist. Im Sommer benötigt die Pflanze recht viel Wasser, im Winter sehr viel weniger. Der Wurzelballen darf aber nicht austrocknen. Das trifft vor allem auf Pflanzen in Kübelhaltung zu. Der Heilige Bambus ist empfindlich gegen Trockenheit, aber auch gegen Nässe. Gedüngt wird von Mai bis Mitte August, aber nur sparsam. Wenn man länger düngt, wird die Herbstfärbung nicht mehr so schön. Zum Düngen wird Volldünger verwendet und zwar alle 14 Tage. Alternativ bieten sich handelsübliche organische oder mineralische Dünger für frühblühende Gartensträucher an.
Überwinterung
Der Heilige Bambus ist einigermaßen winterhart. Er verträgt Frost bis – 10 ˚C, aber nur kurzzeitig. Besser pflanzt man ihn nur in Gegenden mit recht milden Wintern aus. In den ersten Jahren ist allerdings ein Winterschutz empfehlenswert. Wer kein Risiko eingehen möchte, überwintert den Heiligen Bambus besser im Kalthaus. Wer ihn auspflanzen möchte, sollte ihn sehr geschützt pflanzen, vor allem auch windgeschützt. Bei Temperaturen unter –10 ˚C können die Blätter abfallen und feinere Triebe zurückfrieren. Das Gießen im Winter ist wichtig, da die Blätter Wasser verdunsten. Die Überwinterung von Heiligem Bambus als Kübelpflanze erfolgt am besten hell und bei etwa 5 ˚C.
Schnitt
Günstig ist, die Pflanze regelmäßig auszulichten. Das kann man ganzjährig tun. Wenn man ihn richtig zurückschneiden möchte, dann am besten im Herbst. Bei einem Schnitt im Frühjahr schneidet man Blütentriebe mit weg. Eigentlich muss der Heilige Bambus aber gar nicht geschnitten werden. Damit er sich besser verzweigt, lässt man die Triebe bis zur gewünschten Höhe wachsen. Dann zieht man die Spitze einfach mit dem Finger heraus.
Vermehrung
Der Heilige Bambus ist leicht und auf verschiedene Arten zu vermehren. Man trennt einfach Wurzelschösslinge ab oder nimmt Stecklinge und lässt diese bewurzeln. Ideal dafür sind halbverholzte Ästchen, die im Sommer geschnitten werden. Auch kann man die Pflanze durch Samen vermehren. Diese keimen am besten im kalten Kasten.
Krankheiten und Schädlinge
Der Heilige Bambus ist eine recht robuste Pflanze. Krankheiten sind selten. Als Schädlinge treten manchmal Schildläuse auf.
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