Straucheibisch, Eibisch, Hibiscus syriacus - Pflege-Anleitung

Wie der Name sagt, wächst der Strauchhibiskus als ZierstrauchSpannend für Hobbygärtner ist beim Straucheibisch, dass diese Pflanze ihre Hauptblütezeit hat, wenn die meisten anderen mitteleuropäischen Gehölze schon ihre Blüte hinter sich haben und sich überwiegend in sattem Grün zeigen. Diese Einzigartigkeit und die exotisch wirkenden Blüten machen den Straucheibisch zu einem echten Blickfang im Garten, der besonders im Hochsommer keine Konkurrenz fürchten muss.

Standort und Nutzungsmöglichkeiten

Der Straucheibisch schätzt sowohl vollsonnige oder auch gut teilsonnige, warme Standorte, die allerdings geschützt sein sollten.

Wenn die Pflanze einen zu schattigen Standort hat, fallen sowohl die Blütenentwicklung als auch das gesamte Wachstum der Pflanze deutlich spärlicher als bei idealem Standort aus. Zudem schätzt diese Pflanze einen ebenso nahrhaften wie auch durchlässigen Boden. Starke Trockenheit müssen Hobbygärtner bei dieser Pflanze unbedingt vermeiden. Der Straucheibisch eignet sich sehr gut für eine Einzelstellung, aber auch in Gruppen angepflanzt oder aber als blühende Hecke macht sich die Pflanze sehr gut. Zusätzlich zum Busch ist diese Pflanze auch in Form des Zierbaums in drei unterschiedlichen Stammhöhen im Handel zu finden. In Form des Fußstammes hat die Pflanze eine Stammhöhe von nur rund 50 cm, der Halbstamm bringt schon eine Höhe von 100 cm mit und als Hochstamm kann die Pflanze 200 cm erreichen. Das macht den Hobbygärtner sehr flexibel in der Gestaltung seines Gartens mit dieser Pflanze. Der Straucheibisch schätzt ...
  • vollsonnige und gut teilsonnige warme Standorte
  • einen nahrhaften und durchlässigen Boden
  • regelmäßige und intensive Wasserversorgung
Langsames Wachstum

Wer einen Solitär aus der Topfpflanze heranziehen möchte, muss sich über mehrere Jahre gedulden, bevor ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen ist. Das liegt an den sogenannten Wachstumsregulatoren, über die die Pflanze verfügt und ohne die Kultivierung der Topfpflanze nicht mehr umsetzbar wäre. Erst nach einigen Jahren, wenn der sogenannte Staucheffekt sich reduziert, setzt sich wieder der normale Wuchs, ohne die Wirkung der eingezüchteten Wachstumsregulatoren, durch.

Pflege

Der Straucheibisch ist generell pflegeleicht. Mit einer Kompost- oder Düngergabe im Frühjahr sowie intensiver Wässerung bei starker Trockenheit sind die wesentlichen Pflegeansprüche der Pflanze erfüllt. Besonders in der warmen Jahreszeit muss die Pflanze gut feucht gehalten werden, da sie nicht austrocknen darf. Staunässe gilt es aber unbedingt zu vermeiden. Wenn die Pflanze als Kübelpflanze gehalten wird, muss das überschüssige Wasser aus den Übertöpfen regelmäßig entfernt werden, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass der Wurzelballen fault. Auch in den Wintermonaten muss die Pflanze feucht gehalten werden. Die Pflanze ist ...
  • pflegeleicht
  • sehr durstig, besonders in der sommerlichen Blüte
  • empfindlich gegen Staunässe
Straucheibisch muss zum besseren Gedeihen regelmäßig verschnitten werdenSchneiden

Der Straucheibisch muss unbedingt vor dem Laubaustrieb im Frühjahr geschnitten werden, weil er wie fast alle sommerlichen Spätblüher am neuen Trieb blüht. Das Zurückschneiden stärkt den Austrieb. Deshalb ist ein kräftiger Rückschnitt im Frühjahr ideal. Damit der Straucheibisch eine kompakte Wuchsform bekommt, kann beim Rückschnitt auf das Entfernen aller neuen Seitentriebe des Vorjahres, die von Hauptästen und Hauptstämmen abgehen, geachtet werden. Alternativ kann auch ein konsequenter Rückschnitt rund um den Strauch herum um etwa ein Drittel eine Lösung sein. Handelt es sich um einen freiwachsenden Straucheibisch, kann dieser zwecks natürlichem Wuchs auch stark ausgelichtet werden und auch eine Einkürzung der Triebe erfolgen.

Der beste Zeitpunkt für

den Rückschnitt ist das Frühjahr, noch vor dem Austrieb von Blättern. Keine Sorge übrigens: Auch wenn der Straucheibisch direkt nach dem kräftigen Schnitt optisch wenig attraktiv wirkt, wird er im nachfolgenden Sommer wieder seine alte Schönheit zurück erlangen. Das zeigt sich auch darin, dass die Anzahl der Blüten durch die Reduzierung von Trieben möglicherweise sinkt, die einzelnen Blüten aber an Größe gewinnen. Ein sehr kräftiger Rückschnitt sollte alle zwei bis drei Jahre erfolgen, damit die Pflanze nicht vergreist und weiterhin buschig und mehrtriebig wächst. Ein Straucheibisch bildet seine Blüten nämlich nur an frischen und diesjährigen Trieben aus. Wird der Straucheibisch nie zurückgeschnitten, dann erfolgt die Blütenbildung nur jeweils am Ende der Triebe, wobei die Blüten zudem kleiner als bei zurückgeschnittenen Eibischen ausfallen. Generell fördert der Schnitt die Vitalität und die lange Lebensdauer der Pflanze. Tipp: Der radikale Rückschnitt sollte nur bei einer vitalen Pflanze erfolgen, da eine geschwächte Pflanze nach diesem Radikalschnitt möglicherweise abstirbt. Der Straucheibisch benötigt ...
  • einen regelmäßigen moderaten Schnitt für intensive Blüte jeweils im
    Frühjahr
  • einen kräftigen Rückschnitt alle zwei bis drei Jahre für langes Leben und gutes Wachstum
Überwintern

Der Straucheibisch ist als Freilandpflanze ein winterhartes Gartengehölz. Nicht zuletzt, weil die Pflanze relativ spät im Frühjahr austreibt, ist sie sogar vor Spätfrösten geschützt beziehungsweise richten diese keinen Schaden an der Pflanze an. Der Straucheibisch benötigt deshalb keinen gezielten Schutz im Winter. Wird die Pflanze im Kübel gehalten, dann empfiehlt sich eine Überwinterung in einem kühlen und hellen Raum mit einer maximalen Raumtemperatur von 10 bis 15 °C. Ein ganzjährig als Zimmerpflanze gehaltener Straucheibisch kann auch im Winter in einem wärmeren Raum gehalten werden. In diesem Fall blüht die Pflanze auch innerhalb der Wintermonate, benötigt dann aber sehr viel Wasser.

Düngung

Der Straucheibisch sollte von Mai bis August einmal bis zweimal wöchentlich mit einem handelsüblichen Blühpflanzendünger gedüngt werden. Durch ihre intensive und lange Blüte benötigt die Pflanze viele Nährstoffe und auch viel Wasser. Die winterharte Pflanze, die frei ausgepflanzt ist, wird zweimal jährlich - einmal im März/April, einmal im Mai/Juni - gedüngt und immer bei Trockenheit gewässert.

Vom Sommer bis in den Herbst zeigt der Straucheibisch seine schönen BlütenGießen

Im Sommer ist der Straucheibisch sehr durstig und benötigt große Mengen an Wasser. Trocknet die Pflanze aus, reagiert sie sofort mit einem Abwurf von Knospen und Blüten.

Blütezeit

Die Blütezeit des Straucheibischs ist in den Monaten Juli bis Oktober, wobei die ersten Knospen sich, verglichen mit anderen Pflanzen, relativ spät erst Ende Juli öffnen. Dann blüht der Straucheibisch bis Ende September durch und bei einem sehr warmen Sommer kann die Pflanze durchaus auch bis in den Oktober hinein blühen. Ihre Blüten bildet die Pflanze an dem einjährigen Gehölz aus.

Umtopfen

Wird der Straucheibisch als Kübelpflanze gehalten, dann sollte er immer dann im März umgetopft werden, wenn der Ballen der Pflanze insgesamt gut durchwurzelt ist. Ideales Substrat ist hier eine frische und nährstoffreiche Blumenerde.

Schädlinge

Gerade im Frühjahr und Sommer - während der intensiven und kräftezehrenden Blütephase - wird der Straucheibisch besonders gern von Blattläusen, aber auch von Spinnmilben und Weißen Fliegen wie auch Wollläusen befallen. Deshalb ist gerade zu dieser Zeit eine regelmäßige und gründliche Kontrolle erforderlich, damit die Schädlinge sofort mit handelsüblichen Schädlingsbekämpfungsmitteln bekämpft werden können, nicht überhand nehmen und damit die Pflanze zerstören.

Häufig gestellte Fragen
  • Mein Straucheibisch wirft Knospen ab. Was tun? - Wenn der Straucheibisch seine Knospen abwirft, dann liegt das in der Regel an einer zu trockenen Haltung, weil er so Kräfte spart. Intensive Wässerung ist gerade in der Blütezeit unerlässlich.
  • Wie bekomme ich mehr Blüten an meinen Straucheibisch? - Viele Hibiskusarten vertragen keinen Frost und müssen deshalb über den Winter ins Warme. Anders der winterharte Hibiscus syriacus, der auch kürzere Perioden mit Minustemperaturen bis -20 °C ohne Schaden zu nehmen übersteht. Diese Eigenschaft macht einen ganzjährigen Stand im Freien möglich und hat dem Hibscus syriacus die Trivialnamen Straucheibisch und Gartenhibiskus beschert.
Wissenswertes zu Hibiscus syriacus in Kürze

Pflege
  • Wie jeder Hibiskus braucht auch der Hibscus syriacus viel Feuchtigkeit, um sich prächtig entwickeln zu können.
  • Eine mehrtägige Trockenheit hat in der Regel Knospenabwurf und gelbe Blätter zur Folge.
  • Ähnlich Clematis, empfiehlt sich beim Straucheibisch eine niedrige Unterpflanzung, die das Erdreich vor allzu schnellem Austrocknen schützt.
  • Staunässe muss trotz häufigem Gießen ausgeschlossen sein. Deshalb sollte der Boden zwar humusreich, aber auch durchlässig sein.
  • Ein geringer Kalkanteil wird noch vertragen. Mit jährlichen Kompostgaben wird für die nötigen Nährstoffe gesorgt.
  • Über die Sommermonate sollte, besonders bei Kübelhaltung, noch zusätzliche Düngung erfolgen.
  • Geeignet ist Flüssigdünger im 2-3-wöchigen Abstand oder das gelegentliche Einarbeiten von Hornspänen.
  • Gut mit Nährstoffen versorgte Pflanzen sind in der Regel nicht so leicht anfällig für Blattläuse, die sich gerne an den jungen Trieben der Hibiskuspflanzen ansiedeln.
  • Ein leichter Befall lässt sich zumeist mit dem Aufsprühen von Seifenlösung beheben, ansonsten helfen Pflanzenschutzmittel.
  • Seltener lassen sich Wollläuse und Spinnmilben am Hibiskus nieder.
Pflanzen
  • Werden mehrere Pflanzen nebeneinander gesetzt, braucht es einen Mindestabstand von 50 cm. 
  • Das Umpflanzen verträgt der Hibiscus syriacus nur bedingt, weshalb es überaus schonend erfolgen sollte.
  • Die fleischigen, tiefgrundigen Wurzeln dürfen auf keinen Fall beschädigt werden.
  • Die ideale Zeit zum Umpflanzen stellt das spätere Frühjahr dar.
  • Möglichst sonnig sollte der Standort gewählt werden. Halbschatten ist zwar auch noch möglich, wahrscheinlich werden sich dort aber weniger Blüten entwickeln.
  • Zu den winterharten Sorten gehörend, sollte der Straucheibisch zumindest in den ersten beiden Jahren mit Tannenzweigen und einer Mulchschicht aus Laub geschützt werden.
Schneiden
  • Für den Gartenhibiskus empfiehlt sich, den jährlichen Rückschnitt im Frühjahr durchzuführen. Er kann durchaus kräftig erfolgen, was den neuen Austrieb positiv unterstützt.
  • Damit eine kompakte Wuchsform erhalten bleibt, können etliche Triebe des Vorjahres, die sich an den dicken Hauptästen befinden, komplett abgeschnitten werden.
  • Dieses Auslichten lässt für die übrig gebliebenen Triebe die dringend nötige Sonnenbestrahlung zu.
  • Die noch vorhandenen Zweige werden idealerweise zu einem Drittel gekürzt.
  • Für Hochstämme gelten etwas andere Regeln. Hier steht der nackte Stamm und die runde Krone im Vordergrund.
  • Alle Triebe, die dem Stamm entwachsen, werden am besten baldmöglichst das ganze Jahr über entfernt.
  • Beim Schneiden muss die Kugelform erhalten bleiben. Ein zu dichtes Wachstum wird mit dem kompletten Schneiden einiger Triebe verhindert.
Fazit

Mit dem Hibiscus syriacus ist der Roseneibisch als fester, ganzjähriger Bestandteil im Garten eingezogen. Er eignet sich sowohl zur Pflanzung auf dem Beet als auch in einem Kübel. Bei der Pflege sollte eine optimale Wasser- und Nährstoffversorgung nicht aus den Augen gelassen werden.