Peyotl-Kaktus, Schnapskopf (Lophophora williamsii) - Pflege
Der Schnapskopf ist ein kleiner, weichfleischiger Kaktus ohne Dornen. Er hat eine halbkugelige Form, erreicht einen Durchmesser von 8 bis 15 cm und sieht immer leicht zerknautscht aus.
Das Besondere an dem ... Peyotl Kaktus ist, dass er psychoaktive Substanzen enthält, die Rauschzustände und Sinnestäuschungen erzeugen können. Schon die alten Indianer kannten diese Wirkung und setzten sie gezielt ein. Im Schnapskopf sind etwa 50 verschiedene Alkaloide enthalten, z.B. das halluzigene Mescalin, von welchem auch der Name des Kaktus stammt. Der Peyotl Kaktus stammt aus Mexiko und ist auch in Texas zu finden. Im Frühjahr bis in den Sommer hinein erscheinen kleine rosa Blüten. Er Schnapskopf soll der am langsamsten wachsende Kaktus weltweit sein. Deshalb ist er ziemlich teuer, wenn man ihn kauft. Samen sind deutlich billiger, allerdings dauert es Jahre, bis man einen richtigen Kaktus erkennen kann, so langsam wächst er.
Standort
Der Schnapskopf benötigt viel Licht. Er steht am liebsten ...
auf einer sonnigen Fensterbank und ganzjährig warm. Frost verträgt er nicht. Im Sommer kann er auch im Freien stehen, in der Sonne allerdings mit Sonnenschutz, immer schön warm. Sobald die Temperaturen unter 10 ˚C fallen, muss der Kaktus eingeräumt werden.
Pflanzsubstrat
Als Pflanzsubstrat eignet sich normale Kakteenerde. Damit Wasser gut abließen kann, sollte man Sand untermischen. Kenner des kleinen Kaktus empfehlen eine nahrhafte mineralische und lehmhaltige Erde.
Gießen und Düngen
Gegossen wird am besten von unten. Man stellt das Pflanzgefäß in einen Untersetzer mit Wasser und lässt die Erde sich voll saugen. Das restliche Wasser muss entfernt werden. Staunässe ist absolut schädlich für den empfindlichen Wurzelhals. Man gießt erst wieder, wenn das Substrat ausgetrocknet ist. Ideal ist, kalkfreies Wasser zum Gießen zu verwenden.Gedüngt wird alle drei bis vier Wochen mit herkömmlichen Kakteendünger.
Überwintern
Überwintert wird der Peyotl Kaktus warm, nicht unter 10 ˚C. Gegossen wird kaum, ganz austrocknen sollte das Substrat aber nicht.
Vermehrung
Den Schnapskopf kann man recht einfach aus Samen ziehen. Die Anzucht ist ganzjährig möglich. Man nutzt Anzuchterde, der man etwa ¼ feinen Sand untermischt. Die Erde darf nicht zu grob sein, sonst rutschen die kleinen Samen durch und fallen zu tief. Die Erdmischung wird leicht angefeuchtet. Dazu nimmt man am besten einen Wasserzerstäuber. Die Samen streut man einfach auf die Erde. Sie sind Lichtkeimer und werden nicht mit Erde bedeckt. Wichtig für die Keimung sind hohe Temperaturen 16 bis 25 ˚C und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Anzuchtschale wird mit Folie oder einer Glasplatte abgedeckt, damit sich die Feuchte auch hält. Allerdings darf man nicht vergessen zu lüften. Wichtig ist auch, dass man die Sämlinge nicht in die Sonne stellen darf. Die kleinen Kakteen wachsen etwa ein Jahr lang langsam vor sich hin. Dann können sie in normale Kakteenerde umgepflanzt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Krankheiten sind selten. Als Schädlinge können Wollläuse und auch Schildläuse auftreten.
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