Lampenputzergras - Pflege im Garten und Schneiden

Die langen Federbüschel geben dem Gras seinen NamenLampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) wird oft auch Federborstengras genannt. Diese Grasart stammt ursprünglich aus Ostasien und ist ebenfalls in Australien zuhause. Die attraktive krautige Pflanze gehört zu den Lieblingen der Gärtner. Sie schätzen sie wegen ihres dekorativen Aussehens und ihrer Widerstandsfähigkeit.

Lampenputzergras ist eine Zierde für Blumenbeete und z.B. ein guter Begleiter der Rosen.

Aussehen und Zuchtformen von Lampenputzergras

Das Lampenputzergras wächst in typischen Horsten. Die Halme der Pflanze erreichen je

nach Standort und Sorte die Höhe zwischen 10 cm und 120 cm. Die Laubblätter sind schmal (bis 1 cm) und lang (bis ca. 80 cm). Die Farbe der Halme und Laubblätter variiert zwischen Mittel- und Dunkelgrün oder sogar Violett. Diese Pflanze fällt vor allem durch attraktive Blütenstände aus, die nach ihrem Aussehen Scheinähren genannt werden. Die Ährchen (Teilblütenstände) sind gelblichgrün bis dunkelviolett. Das Gras blüht in der Zeit von Mitte Juli bis Ende Oktober und sieht auch nach der Blütezeit sympathisch aus. Es sind einige Zuchtformen vom Lampenputzergras bekannt, z.B. "Hameln" mit braunroten Scheinähren oder das Zwerglampenputzergras "Little Bunny", deren Halme zwischen 10 cm und 30 cm groß werden.

Standort für Lampenputzergras

Wie alle Gräser, liebt auch diese Pflanze sonnige Standorte. Schattenlagen verträgt sie nicht gut und verkümmert schnell. Ein guter Standort für das Lampenputzergras ist die sonnige Südseite des Hauses. Das Gras sieht am Rand eines Gartenweges oder im Blumenbeet gut aus. Nicht sonderlich gut verträgt die Pflanze Staunässe, doch das Gras mag auch keine zu trockenen Böden. Am liebsten soll der Grund locker sein, wie es bei einem Beet der Fall ist. Das Lampenputzergras kann gerne als Kübelpflanze verwendet werden und sieht auf einer Terrasse oder auf einem Balkon überzeugend aus.

Lampenputzergras düngen und gießen

Nach dem Kauf kann der Horst leicht (am liebsten per Hand) geteilt werden, jede Pflanze wächst schnell und bildet einen neuen Horst. Da das Lampenputzergras zu den eher anspruchslosen Pflanzenarten gehört, ist es, jedenfalls in den ersten Monaten nach der Einpflanzung, mit der vorgedüngten Blumenerde oder mit Komposterde zufrieden. In der Folgezeit, etwa zwei bis drei Monate nach dem Einsetzen, kann mit der regelmäßigen Düngung mit Mitteln für Grünpflanzen begonnen werden. Es empfiehlt sich, das Düngermittel verdünnt zu geben, denn auf Überdüngung reagiert das Lampenputzergras mit gelben Laubblättern und schlechtem Wuchs. Insbesondere betrifft dieser Umstand die Kübelpflanzen. Beim Gießen vom Lampenputzergras ist zu beachten, dass Kübelpflanzen regelmäßig Wasserzufuhr brauchen, das Gras im Garten soll nur nach Bedarf begossen werden. Gießen nach Bedarf bedeutet: Nur wenn der Sommer trocken und heiß ist. Fürs Gießen sind Abendstunden die beste Tageszeit.

Pflege vom Lampenputzergras im Sommer

/>Zwischen Stauden und Blumen bietet Lampenputzergras dekorative AbwechslungZur Pflege vom Lampenputzergras gehört vor allem das Beachten von wichtigsten Regeln:
  1. Staunässe vermeiden
  2. Regelmäßig, aber nicht übermäßig düngen
  3. Achten, dass die Pflanze genug Sonne bekommt
Falls viele gelbe Blätter und Halme zu sehen sind, ist es als ein Alarmsignal zu verstehen. Das kann sowohl ein Zeichen für zu feuchten und zu dichten Boden, als auch ein Zeichen

für zu hohe Trockenheit sein. Ein kleiner Anteil an vergilbten Blättern ist eine natürliche Erscheinung. Für bessere Optik sollen diese Teile mit der Gartenschere entfernt werden.

Schutz vor Schädlingen und Frostschäden

Diese Grasart gehört zu den weniger empfindlichen Vertretern der Flora. Eine Gefahr für die Pflanze stellt Rostpilzbefall dar. Zu erkennen ist diese Krankheit an rostbraunen Flecken, die Laubblätter bedecken. Als Abhilfe sind im Verkauf erhältliche Fungizide zu empfehlen.

Die meisten von Gärtnereien angebotenen Gräser sind winterhart, was allerdings nicht bedeutet, dass Lampenputzergras keinen Winterschutz bedarf. Insbesondere sind ungeschützt wachsende Grashorste und Kübelpflanzen schutzbedürftig. Ab den ersten frostigen Tagen lohnt es sich, das Gras mit Fichtenzweigen oder mit speziellem Vlies zu bedecken. Kübelpflanzen sollen am besten in windgeschützten Lagen überwintern, draußen benötigen sie trotzdem noch eine bis zwei Schichten Vlies, welches auch den Kübel selbst abdecken soll. Eine gute Möglichkeit, das Lampenputzergras im Kübel durch den Winter zu bringen, ist es im ungeheizten, aber frostfreien Wintergarten zu platzieren.

Frühjahrsschnitt und Vermehrung von Lampenputzergras

Diese Grassorte wird wie die meisten anderen Gräser, im Frühjahr zurückgeschnitten. Das Lampenputzergras kann bereits im April geschnitten werden. Dabei reicht es, nur etwa 10 cm von den Grashalmen stehen zu lassen (bei kleinwüchsigen Zuchtformen können es sogar 5 cm sein). Das Zurückschneiden gibt Raum für die neuen Triebe, so dass sich die Pflanze gut entfaltet und gesund bleibt. Nach dem Rückschnitt ist Düngen besonders hilfreich. Das Lampenputzergras kann ohne großen Aufwand vermehrt werden. Der optimale Zeitpunkt dafür liegt ebenfalls im Frühjahr (April - Mai). Die Pflanze wird herausgenommen und vorsichtig mit den Händen geteilt. Aus einem Horst sind dadurch ganz einfach drei, vier zu machen.

Wissenswertes zu Lampenputzergras
  • robuste und anspruchslose Pflanze
  • je nach Sorte zwischen 10 und 120 cm hoch
  • in Blumenbeeten sehr dekorativ
  • benötigt einen sonnigen Standort
  • soll mäßig begossen werden, darf aber nicht austrocknen
  • braucht zum Gedeihen vorgedüngte Blumenerde und anschließend Dünger für Grünpflanzen
  • bedingt winterhart, braucht Schutz
  • der ideale Zeitpunkt fürs Schneiden ist Frühjahr
  • kann einfach durchs Teilen vermehrt werden
Lampenputzergras wächst in dichten Horsten und kann bis zu 120 cm hoch werdenFazit: Das Lampenputzergras ist eine effektvolle Pflanze für jeden Garten. Die Pflege von dieser krautigen Pflanze ist einfach und beschränkt sich vorwiegend auf mäßiges Gießen und Düngen. Dieses Gras braucht Winterschutz, darf aber im Freien überwintern. Die Vermehrung vom Lampenputzergras ist unkompliziert. Im Frühjahr soll an den Schnitt gedacht werden.

Besonders schön für den Garten ist ein Mix aus Stauden und Gräsern. Hier kann man sehr gut das Lampenputzergras nutzen. Dieses stellt so gut wie keine Ansprüche an den Boden, bevorzugt jedoch ein sonniges Plätzchen. Mit einer Höhe von 60 bis 120 cm gehört das Lampenputzergras zu den höheren Gräsern des Gartens - und es kann blühen! Die Blütezeit liegt je nach Witterungsbedingungen zwischen Juli / August und September / Oktober. Die Blüten des Lampenputzergrases färben sich silberbraun bis rötlich. Im Winter blüht das Gras natürlich ab, allerdings ist die mehrjährige  durchaus winterhart. Um sie jedoch vor allzu starken Frösten zu schützen, sollte man einen Nässeschutz anbringen. Die anspruchslose Pflanze verlangt dabei aber nur, dass sie etwas zusammengebunden wird. Das Abdecken des Bodens mit Laub kann dabei aber ebenfalls hilfreich sein.