Flammendes Schwert - Pflanzen und Pflege

bromelie-300-flDie Pflanze mit dem hübschen Namen Flammendes Schwert ist eine Bromelie mit leuchtenden Blütenständen. Die lateinische Bezeichnung Vriesea splendens beschreibt eine krautig wachsende Zimmerpflanze mit schwertförmigen Blättern. Die farbenfrohen Blütenstände bestehen aus Hochblättern, die dicht in Rosettenform zusammen stehen.

Die eigentlichen Blüten sind kurzlebig und wachsen daraus hervor. Durch die spezielle Wuchsform entstehen Trichter, in denen sich Wasser ansammelt. Die prächtigen Blütenstände dieses Ananasgewächses bilden sich aber typischerweise erst nach einigen Jahren heraus.

Die Blüte des Flammenden

Schwertes


Die Pracht des Flammenden Schwertes besteht in einer ährenförmig angeordneten Rosette aus Schutzblättern in leuchtenden Farben. Die Blattrosette kann bis zu einem halben Meter hoch wachsen und sieht aus wie ein spitz zulaufendes Schwert. Dieser prächtige Schmuck der Pflanze wird fälschlicherweise oft als Blüte angesehen, die wahren Blüten wachsen jedoch eher unscheinbar zwischen den Schutzblättern heraus. Wie jede andere Bromelie auch blüht das Flammende Schwert nur ein einziges Mal und stirbt dann ab. Vorher bekommt der Zimmergärtner aber noch die Chance, Ableger zu gewinnen. Dazu muss die Pflanze nach dem Verwelken noch weiter gepflegt werden, bis sich die Ableger vollständig ausgebildet haben.

Flammendes Schwert - Vermehrung

Die Ableger des Flammenden Schwertes nennt man Kindel, sie wachsen aus dem Fuß der Pflanze heraus. Erst sechs bis neun Monate nach der Blüte dürfen sie entfernt werden, wenn die Kindel etwa ein Drittel so groß gewachsen sind wie die Mutterpflanze.
  • Die Ableger werden mit einem scharfen Messer abgetrennt und einzeln in kleine Töpfe mit etwa acht Zentimeter Durchmesser gesetzt.
  • Dafür benutzt man am besten spezielle Erde für Ananasgewächse und feuchtet diese gut an.
  • Alternativ kann man auch Substrat für epiphytische Orchideen verwenden. Den Topf umhüllt man dann mit einem Plastikbeutel.
  • Nach ungefähr vier bis sechs Wochen an einem hellen, aber nicht sonnigen, Standort hat das Kindel Wurzeln geschlagen und kann jetzt wie eine ausgewachsene Pflanze gepflegt werden.
Pflege des Flammendes Schwertes

Damit das Flammende Schwert im Zimmer gut gedeiht, müssen einige Pflegehinweise beachtet werden. Dann kann man sich an der herrlichen Pflanze mit ihrer bunten Farbenpracht erfreuen.
  • Bewässerung
Für genügend Luftfeuchtigkeit sorgt, besonders bei jungen Pflanzen, zweimaliges Besprühen am Tag. Beim Gießen sollte die Erde stets leicht feucht gehalten werden. Auch der Trichter muss etwas Wasser abbekommen, ansonsten könnte die Blüte ausbleiben. Zuviel angesammeltes Wasser sollte aus dem Trichter abgegossen werden. Zum Gießen und Besprühen des Flammenden Schwertes eignet sich am besten zimmerwarmes, enthärtetes Wasser. Das Substrat darf auch mal leicht antrocknen, niemals aber ganz austrocknen.
  • Standort
Das Flammende Schwert benötigt einen hellen Standort. Ideal sind drei bis vier Stunden in der Sonne. Der prallen Mittagssonne sollte die Bromelie jedoch besser nicht ausgesetzt werden. Normale Zimmertemperatur verträgt die Pflanze am besten. Eine Temperatur unter 15 Grad ist jedoch nicht mehr zuträglich.
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  • Umtopfen
Die beste Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr, weil dann die Durchwurzelung optimal ist. Ein Umzug alle zwei oder drei Jahre reicht aber völlig aus. Die ideale Erde für das Flammende Schwert ist spezielles Substrat für Ananasgewächse. Im neuen Topf sollte die Erde nicht zu fest angedrückt werden, damit die neuen Wurzeln den Boden leicht durchdringen können.
  • Düngung
Das Flammende Schwert hat keine

besonders anspruchsvollen Nährstoffbedürfnisse. Etwa einmal im Monat gibt man zum Gießwasser einen Flüssigdünger, damit ist die Pflanze versorgt. Etwas vom gedüngten Wasser sollte auch in die trichterförmige Zisterne gegossen werden. Den Dünger dosiert man nur in halber Konzentration.

Schädlinge und Krankheiten

Wie alle Zimmerpflanzen wird auch das Flammende Schwert von typischen Schädlingen und Krankheiten bedroht. Bei dieser Pflanze beobachtet man besonders häufig braun werdende Blattspitzen. Die Ursache dafür ist in den meisten Fällen zu geringe Luftfeuchtigkeit. Regelmäßiges Besprühen kann da Abhilfe schaffen. Es kommt auch vor, dass die Blüte der Bromelie zu faulen anfängt.

Beobachtet man dieses Phänomen, kommen zwei unterschiedliche Ursachen in Betracht. Möglicherweise hat die Pflanze einen zu kühlen Standort, eine Umgebungstemperatur unter 15 Grad kann ihr schaden. Auch zu viel Wasser in der Rosette, vor allem während der Blütenbildung, kann zu Fäulnis führen. Ein weiteres Symptom, das man an einem Flammenden Schwert beobachten kann, ist das Verblassen der Streifen auf den Blättern. Dieses Anzeichen weist auf einen zu dunklen Standort hin.

Bei der täglichen Pflege sollte man die Pflanze ab und zu auf den Befall von Spinnmilben hin untersuchen. Die winzigen Tierchen sitzen unter den Blättern und werden sonst nicht bemerkt. Sie sind die schlimmsten Schädlinge, die das Flammende Schwert bedrohen. Bemerkt man die Milben aber früh genug, sind sie noch mit einer Handbrausenspülung zu entfernen, bevor sie größeren Schaden anrichten können. Die Spülung zwei bis drei Mal im Wochenabstand wiederholen und die Plage ist beseitigt.

Ein Tipp für ambitionierte Zimmergärtner

Bei selbst vermehrten Jungpflanzen kann es passieren, dass diese keine Blüten bilden. Den blühfaulen Bromelien kann man dann mit einem kleinen Trick auf die Sprünge helfen. Dafür steckt man die Pflanze in einen Plastikbeutel und fügt ein paar überreife Äpfel hinzu. Das Ganze wird oben zugebunden und einige Tage lang so stehen gelassen.

Zusammenfassung zum Flammenden Schwert

Die Vriesea splendens ist in den Regenwäldern Brasiliens zuhause, jedoch ist sie hierzulande eine äußerst beliebte Zimmerpflanze. Sie gehört zu den Ananasgewächsen und zählt in unseren Breiten zu den Zierpflanzen, die auch nichtblühend ein Hingucker sind. Der deutsche Name Flammendes Schwert stammt von der Blüte. Sie ist schwertförmig, mit leuchtend roten Deckblättern. Die eigentlichen Blüten sind gelb.
    • Als Standort bevorzugt Vriesea splendens einen hellen Ort, jedoch keine direkte Sonne. Ideal ist ein Ost- oder Westfenster. An die Raumtemperatur stellt die Pflanze keine großen Ansprüche, kälter, als 18 Grad Celsius sollte es aber nicht sein.
    • Der Wasserbedarf liegt im mittleren Bereich, wobei diese Pflanzen nach einem besonderen Schema gewässert werden. Das Wasser wird nicht, wie bei anderen Pflanzen üblich, auf die Erde gegossen, sondern ins Blatttrichter. Hier sollte sich stets etwas Wasser befinden.

    • Im Sommer muss die Pflanze täglich besprüht werden, um eine angemessene Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Im Winter sollte man das Besprühen auch nicht ganz vernachlässigen, die Wassergaben sollten auch reduziert werden.
    • Vor allem in beheizten Räumen sollte man auch im Winter für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Ein elektrischer Luftbefeuchter, ein Zimmerbrunnen, oder eine kleine Schale mit Wasser können hierbei behilflich sein.

  • Der Nährstoffbedarf ist relativ gering. Gedüngt wird mit dem Sprühwasser, dem man Dünger beimischt. Die Lösung sollte 0,1%-ig sein. Diese Mischung wird über die Blätter gesprüht, die Pflanze nimmt über die Blätter die Nährstoffe auf.
Umgetopft wird im Frühjahr, in ein Substrat, das aus Nadelstreu, trockenen Buchenblättern, Sand und Sumpfmoos besteht. Hierbei kann auch die Vermehrung durchgeführt werden. Die Pflanze bildet so genannte Kindel, die man problemlos von der Mutterpflanze abtrennen kann, sofern diese mindestens halb so groß, wie die Mutterpflanze selbst sind.