Gummibaum durch Ableger vermehren

Gummibaum durch Ableger vermehren

Der Gummibaum ist eine bei uns sehr verbreitete Form des Ficus (auf Deutsch: Feige).Ursprünglich kommt der Ficus elastica übrigens aus Indien und Indonesien. Hierzulande ist er sehr beliebt als Zimmer- und Wintergartenpflanze und in tropischen Gegenden oftmals als Ziergehölz in Parks anzutreffen.

gummibaumSeine Beliebtheit rührt von seinen großen und stattlichen grünen, glänzenden Blättern. So eignet er sich ausgezeichnet als Zierde -  beispielsweise  fürs Büro. Die Unterseite des Blattes ist rötlich gefärbt. Es gibt verschiedene bei uns gängige und bekannte Sorten, nämlich

unter anderem den Ficus tricolor, Ficus varigeta, besonders beliebt ist bei uns der Ficus robusta.Weiterhin existieren auch buntblättrige Exemplare. Insgesamt ist der Gummibaum eine anspruchslose und pflegeleichte Pflanze - auch das macht ihn als Zimmerpflanze so beliebt. Eine weitere positive Eigenschaft des Gummibaums ist das schnelle Wachstum.

Kann man Gummibäume vermehren?

Wenn der Gummibaum dann ausreichend groß ist und viele Seitentriebe hat, kommt man als Pflanzenliebhaber durchaus in Versuchung, diesen Baum zu vermehren. Wer etwas Geduld mitbringt und ein „geschicktes Händchen hat“, kann das problemlos versuchen. Diese Vermehrung funktioniert beispielsweise  über Kopfstecklinge.

Vermehrung durch Ableger

Man nimmt also eine schöne Spitze des Gummibaums und schneidet davon einen circa 6 cm langen Seitentrieb ab. Unbedingt sollte dieser Trieb mindestens ein, jedoch nicht mehr als 3 Blatt und eine Knospe besitzen. Nun wird am Ableger unten die Rinde am Stil leicht entfernt und dann in ein Glas mit Wasser gestellt. Das dient dem Abfließen des Safts, der aus dem Ableger heraus läuft. Nach ein paar Stunden kann man den Ableger dann in einen Topf mit Erde setzen und leicht angießen (nur feucht, nicht nass soll die Erde sein). Sinnvoll ist hierbei der Einsatz von Torferde. Nun muss die zarte Pflanze
geschützt werden: am besten wäre es, sie in ein kleines Zimmer-Gewächshaus an einen sonnigen Platz zu stellen. Wer so eines nicht zur Verfügung hat, kann alternativ eine durchsichtige Plastikfolie darüber stülpen, die allerdings mit dem Ableger nicht in Berührung kommen sollte. Das gelingt, wenn man dazu Stäbe in den Blumentopf steckt, die die Folie auf Abstand halten. 

Der Ableger braucht jetzt circa 3 Monate bei Zimmertemperatur - allerdings nicht direkt in der Sonne, um Wurzeln zu schlagen. Warm sollte es in jedem Fall sein aber direkt auf der Heizung ist vermutlich zu warm. Damit er sich irgendwann an die normale Zimmertemperatur gewöhnt und auch Luft durch die Folie entweichen kann, sollte man nach und nach immer mehr Löcher in die Folie schneiden und diese dann später ganz entfernen. Beim Einsatz eines Gewächshauses wird dieses immer etwas mehr geöffnet. Während des Wachstums sollte der Ableger wenig bis gar nicht gegossen werden. Wenn die Wurzeln gebildet sind, kann man die Folie entfernen und den Sprössling unter normalen Bedingungen weiter wachsen lassen. 

Wer den Wurzelwachstum etwas beschleunigen will, kann vor Anbringen der Folie im Fachmarkt erhältliche Wurzelbildungshormone zugeben. Alternativ scheint bei manchen Hobbygärtnern auch die Anzucht des Stecklings nur in Wasser zu gelingen - auch dies ist einen Versuch wert. Sobald sich deutlich kräftige Wurzeln zeigen, kann dann der Steckling in Erde gesetzt werden - also nicht zu früh!

Vermehrung durch Abmoosen

gummibaumblattEine

weitere Art der Vermehrung ist das so genannte Abmoosen. Das heißt, dass die Bewurzelung des Zöglings direkt an der Mutterpflanze vorgenommen wird. Ein Ast des Gummibaums wird mit einem scharfen Messer schräg eingeschnitten etwa zu einem Drittel - am besten in der Nähe von Blattknoten. In diesen Spalt steckt man beispielsweise ein Stückchen Kunststoff (oder Ähnliches, was nicht verrotten kann) - um ihn offen zu halten.  Drum herum wird Torfmoos gewickelt und mittels Seil oder Draht befestigt  - daher auch der Name Abmoosen. Es wir vermutlich einige Zeit (sprich ein paar Wochen) dauern - aber dann werden sich erste Wurzeln gebildet haben. Allerdings sollte man das Moos immer leicht feucht halten. Nun wird das letzte Drittel vom Ast durchtrennt und der so bewurzelte Steckling in Erde gesteckt. Auch hier ist für die erste Zeit der Einsatz eines Gewächshauses oder einer Plastikfolie wie oben beschrieben hilfreich.