Flohbefall bei Mensch, Katzen und Hunden - Flöhe loswerden

Ein Flohbefall kommt relativ häufig vor, wobei der Menschenfloh am seltensten auftaucht, denn der ist hierzulande mittlerweile nahezu ausgerottet. Während bei unseren Haustieren Hunde- und Katzenfloh auftreten, ist für Menschen neben diesen beiden auch der Hühnerfloh von Bedeutung. Flöhe sind kleine Parasiten, die immer wieder Blut saugen. Der Speichel dieser Blutsauger führt bei Mensch und Tier zu einem starken Juckreiz und je nach Befallsstärke zu starken Hautreaktionen. Neben der gründlichen Bekämpfung ist eine kontinuierliche Flohprophylaxe besonders empfehlenswert.

Flöhe beim Menschen loswerden

Reicht das Haustier aufgrund einer zu hohen Flohpopulation als

Wirtstier nicht mehr aus, ist auch der Mensch nicht mehr vor Flohbissen gefeit. Will man die Flöhe schnellstmöglich wieder loswerden, müssen Haustiere, deren Schlaf- und Kuschelplätze und die komplette Wohnung penibel gereinigt werden.
Nachdem man sich selbst gründlich geduscht hat, behandelt man Hund und Katze mit entsprechenden Mitteln. Als Nächstes müssen Kleidung, Bettwäsche und andere Textilien bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Empfindliche Textilien kann man für etwa 24 Stunden in die Gefriertruhe legen, das tötet die Tiere ab.

Da sich etwa 95 % der Flöhe nicht direkt am Tier, sondern in der Umgebung befinden, ist es wichtig, Teppichböden gründlich zu saugen. Ritzen und Fugen in Fußböden dürfen dabei nicht vergessen werden, denn ein Großteil der Larven, Puppen oder erwachsenen Flöhe befindet sich genau dort. Alle Böden, die es vertragen, am besten mit einem Dampfreiniger reinigen. Diese penible Reinigung gilt für jeden Raum der Wohnung und für mehrere Tage hintereinander. Am besten saugt man zweimal täglich. Tipp: Empfindliche Kleidungsstücke kann man nach der Lagerung in der Gefrierruhe zusätzlich chemisch reinigen lassen, denn es können sich immer noch Larven oder Puppen der Flöhe in den Textilien befinden.

Auf Giftsprays in der Wohnung besser verzichten

Auf Giftsprays sollte in der Wohnung verzichtet werden, vor allem auf solche, die Pyrethroide, Pyrethrum oder Chrysanthemenwirkstoffe enthalten. Bei diesen Wirkstoffen handelt es sich um Nervengifte, die über die Haut oder die Lunge in den Körper gelangen und dort zu gesundheitlichen Schäden führen können. Auch Insektenpuder töten Flöhe nicht ab und sind sowohl für das Haustier als auch seine Besitzer gesundheitsgefährdend. Eine bessere Alternative für die Wohnung sind sogenannte 'Fogger'. Das sind Vernebelungssprays in selbstentleerenden Spraydosen. Sie sollen Eier, Larven und die erwachsenen Tiere abtöten und haben eine Wirkdauer von bis zu 6 Monaten. Diese Fogger sind ausschließlich Umgebungssprays und nicht zur Behandlung von Tieren geeignet.

Hund und Katze von Flöhen befreien

1. Mit Spot-On-Präparaten
Diese sogenannten Spot-On-Präparate, beispielsweise Frontline oder Advantage, sind eine sehr gute Alternative zur Flohbekämpfung bei Hund und Katze. Allerdings müssen bei der Wahl des richtigen Spot-On-Präparats und der Dosierung das Körpergewicht und die Größe des betreffenden Tieres berücksichtigt werden. Bei Hundewelpen unter 8 Wochen und Katzenjungen unter 12 Wochen sollten diese Mittel nicht angewandt werden. Keine Altersbegrenzung hingegen gibt es bei der Anwendung von Frontline Spray.

Das Kombipräparat Frontline Combo bestehend aus Fibronil, einem Insektizid mit Langzeitwirkung und (S)-Methopren, einem Wirkstoff gegen Eier, Larven und Puppen von Flöhen und anderen Schadinsekten. Es kann vorbeugend und zur Bekämpfung eingesetzt werden. Diese Antiparasitikum ist für Hunde und Katzen zugelassen und kann mittels einer Pipette aufgetragen werden.

Spot-On-Präparate gegen Flöhe sind am besten in Kombination anzuwendenAm

einfachsten ist es, die Tropfen in den Nacken des Haustiers, zwischen den Schulterblättern direkt auf die Haut aufzutragen, von wo aus sich die Wirkstoffe über die Körperoberfläche verteilen. Innerhalb von 24 Stunden werden die Flöhe abgetötet. Die Wirkung dieser Mittel hält bei Hunden bis zu 8 und bei Katzen bis zu 4 Wochen an. Das betreffende Tier darf 48 Stunden vor und nach der Behandlung nicht gebadet werden. Zudem müssen für eine erfolgreiche Behandlung alle im Haushalt lebenden Hunde und Katzen gleichzeitig damit behandelt werden. Tipp: Um sicherzugehen, dass die Tropfen direkt auf die Haut gelangen
und nicht im Fell hängen bleiben, scheitelt man das Fell beim Auftragen.

2. Mit Tabletten
  • Entsprechende Tabletten werden einmal im Monat oral verabreicht.
  • Sie lassen sich exakt entsprechend dem Körpergewicht dosieren.
  • Die können direkt ins Maul der Tiere gegeben oder übers Futter verabreicht werden.
  • Bei Katzen ist das in der Regel schwierig.
  • Dann gegebenenfalls an einen Tierarzt wenden, um sich über Alternativen zu informieren.
  • Meist sind diese Tabletten eine Kombination aus einem Flohmittel und einem Wurmschutz.
  • Somit hemmen sie die Entwicklung von Eiern und Larven und bekämpfen Würmer.
  • Eine gleichzeitige Wurmbekämpfung ist unverzichtbar.
  • Flohlarven fressen Eier eines bestimmten Bandwurms, den sie dann auf das Haustier übertragen.
Tipp: Häufig ist auch die Rede von Teebaumöl, mit dem man Flöhe loswerden kann. Von der Verwendung von Teebaumöl bei Hund und Katze ist grundsätzlich abzuraten. Die enthaltenen ätherischen Öle haben einen für Hunde sehr unangenehmen Geruch und sind für Katzen sogar giftig.

3. Mit Flohhalsbändern
Flohhalsbänder eignen sich vor allem dann, wenn das Tier häufig mit Artgenossen in Kontakt kommt. Die Wirkdauer von Flohhalsbändern beträgt mehrere Wochen oder Monate, wobei die Wirkstoffe kontinuierlich abgegeben werden. Bei diesen Halsbändern muss unbedingt auf den richtigen Sitz geachtet und es muss dem immer größer werdenden Halsumfang des Tieres angepasst werden. Speziell für Welpen gibt es beim Tierarzt verschreibungspflichtige Halsbänder, die neben Flöhen auch Zecken abtöten. Für Katzen sind Flohhalsbänder nur bedingt geeignet, denn sie sind nicht ans Tragen von Halbändern gewöhnt. Wenn man sie jedoch frühzeitig daran gewöhnt, sind sie vor allem bei freilaufenden Katzen eine sehr gute Alternative zu Spot-On-Produkten.

Wird Flohbefall beim Menschen erkannt, sollte direkt gegen die Ursachen vorgegangen werden Flohbefall bei Hund und Katze erkennen

Flöhe sind nicht nur bei freilaufenden Katzen oder Hunden, die mit anderen Hunden Kontakt haben ein Problem. Erstes Anzeichen für einen Flohbefall bei Haustieren ist häufiges Kratzen und übertriebene Fellpflege. Zudem kann es vor allem bei Welpen schnell zu einer Blutarmut kommen. Mit einem speziellen Flohkamm lässt sich ein möglicher Befall leicht feststellen. Fährt man damit durchs Fell und es kommen kleine schwarze Körner zum Vorschein kann e sich Kotkörnchen der Flöhe handeln. Nimmt man diese mit einem feuchten Zellstofftaschentuch auf, zerreibt sie zwischen den Fingern und verfärbt sich der Zellstoff dabei rotbraun, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um den Blutfarbstoff, den Flöhe mit ihrem Kot ausscheiden. Es liegt also ein Befall vor.

Fazit der Redaktion

Flohstiche beim Menschen entstehen meist durch Katzen- oder Hundeflöhe, die von den Tieren in die Wohnung eingeschleppt werden. Diese Flöhe suchen sich einen warmen und weichen Platz für den Tag und fallen dann nachts über Menschen und Tiere her, die sie beißen, um sich von ihrem Blut zu ernähren.

Flohbefall beim Menschen erkennen
  • Flohbisse beim Menschen äußern sich meist zunächst in einem extremen Juckreiz, der durch die Bisse der Flöhe verursacht wird.
  • Bei näherer Untersuchung der Haut finden sich dann runde Bissstellen, die etwas geschwollen und rot sind.
  • Die Bisse liegen häufig in einer Linie oder zumindest nah beieinander liegen.
  • An diesen Stellen sollte möglichst nicht gekratzt werden, weil dadurch Bakterien eindringen können, sodass die Bisse sich entzünden.
  • Eine Kühlung der betroffenen Stellen mit kaltem Wasser oder Eis oder ein Gel aus der Apotheke lindern den Juckreiz.
  • Eine weitere Behandlung ist in der Regel nicht erforderlich. Stattdessen sollte die Ursache des Flohbefalls beseitigt werden.
Flohbefall in der Wohnung beseitigen

Bei Flöhen, die auch Menschen beißen, handelt es sich im Gegensatz zu den Pelzflöhen, die immer auf ihrem Wirtstier bleiben, meist um Nestflöhe. Diese Floharten verbringen den Tag an einer sicheren Stelle und werden erst nachts aktiv, wenn sich ein potentielles Opfer in ihrer Nähe aufhält. Notfalls können sie aber auch eine lange Zeit ohne Nahrung auskommen. Als Ruhestätte und für die Eiablage bevorzugen sie ...
  • Polstermöbel und Teppiche
  • Hunde- und Katzenkörbchen
  • Betten der Menschen
  • Kuscheltiere der Kinder
  • andere weiche Stoffe
Dort legt ein Weibchen, wenn die Bedingungen entsprechend gut sind, bis zu 40 Eier pro Tag, sodass schnell eine riesige Population entsteht, wenn nicht rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Eine gründliche Reinigung der genannten Stellen befreit die Wohnung von Flöhen und ihren Eiern. Soweit möglich, sollten Stoffe in der Maschine gewaschen werden, bei Teppichen und Polstermöbeln hilft ein gründliches Saugen oder die Anwendung eines Flohpulvers, das aufgestreut und nach einer gewissen Einwirkzeit wieder abgesaugt wird. Weiterhin sollte das Einschleppen von weiteren Flöhen durch Haustiere verhindert werden. Flohhalsbänder für Hunde und Katzen schützen Tiere, die sich oft draußen aufhalten, und somit auch den Menschen vor einem Flohbefall. Alternativ kann auch eine Impfung beim Tierarzt erfolgen oder ein Spot-On verwendet werden, das in das Genick des Haustieres geträufelt wird. Für Hunde gibt es zusätzlich die Möglichkeit, das gesamte Fell mit einem Flohkamm von Flöhen zu befreien.