Heimchen bekämpfen

Heimchen bekämpfen

Ein Heimchen ist bereits aufgrund seiner Lärmbelästigung ein unzumutbarer Hausgenosse. Das Heimchen steht in unmittelbarer Verwandtschaft zu den Grillen und bringt ähnliche Geräusche hervor. Bereits deshalb empfinden es viele als sehr nervig. 

heimchen_flDie Tiere lieben es warm. Diese Vorliebe lässt sie gerne in der Nähe des Menschen leben. Sie fühlen sich in Küchen, Bäckereien, Heizungskellern und bei Warmwasseranlagen äußerst wohl. In Lebensmittelunternehmen wird das Heimchen als Hygieneschädling eingestuft, in der Wohnung wird es meist frühzeitig durch seine Geräusche entdeckt, so dass in der Regel keine Gesundheitsgefahr

von diesen Tieren ausgeht.

Die erfolgreiche Bekämpfung – wie geht man vor?

Der erfolgreiche Kampf gegen die Heimchen wird mit unterschiedlichen Mitteln ausgeführt. Am Anfang muss man erst einmal alle Brutstätten, Verstecke und Wasserquellen ausfindig machen. Damit keine neuen Heimchen einwandern, werden Fenster oder Öffnungen zu ebener Erde mit Fliegengittern versehen. Die vorhandene Population wird beispielsweise mit Fraßködern bekämpft. Es handelt sich dabei um Gele, die
direkt in den Schlupfwinkeln der Heimchen ausgebracht werden. 

Das Ausbringen erfolgt auf unterschiedliche Art. Da Köder von mehreren Herstellern angeboten werden, hat jeder eine andere Weise, wie sein Köder am besten zum Tier gelangt. Gele können beispielsweise mit Pistolen in die Schlupfwinkel eingespritzt werden. Eine andere Variante ist das Aufstellen von Köderdosen, in welchen sich das Gel gut zugänglich befindet. Die Mittel sind lange wirksam. 

Die Wirkung der verschiedenen Gifte

heimchen2_flEbenfalls unterscheiden sie sich in der Wirkung. Einige wirken schnell, andere wiederum haben eine Langzeitwirkung. Da gibt es etwa Fraßgifte, die in den Verdauungstrakt gelangen müssen. Sie sorgen dafür, dass die Tiere in Lethargie verfallen – sie werden gleichgültig und schläfrig – und im Endeffekt sterben. Diese Gifte sind schnellwirkend. Bereits 24 Stunden nach Aufnahme des Köders tritt der Tod ein. 

Ein weiteres wirksames Mittel ist eine Aminosäurebutter-Rezeptur. Sie greift das Nervensystem an. Andere Möglichkeiten sind Kontaktgifte. Sie müssen vom Tier nicht aufgenommen werden, sondern lediglich auf den Körper gelangen. Von dort aus greifen sie ebenfalls auf das Nervensystem zu und führen zum Tod der Tiere. 

Für welches Gift man sich letztendlich entscheidet, sollte man von den Umständen des Heimchenbefalls abhängig machen. Außerdem spielt es eine Rolle, ob Kinder oder Tiere im Haushalt leben. Dann fallen bereits bestimmte Gifte von Vornherein aus. Vor dem Kauf sollte man sich deshalb genau über die Anwendung informieren.