Kleiderläuse (pediculus humanus) erkennen & bekämpfen

Kleiderläuse (pediculus humanus) erkennen & bekämpfen

Die Kleiderläuse sind sehr unangenehme Zeitgenossen. Zum Glück muss man sagen, dass es sie kaum noch gibt. In den vergangenen Jahrhunderten war es aufgrund der hygienischen Bedingungen jedoch Gang und Gäbe das viele Menschen mit Kleiderläusen in Kontakt kamen. Sie übertragen gefährliche Krankheiten wie das Europäische Rückfallfieber, Fleckfieber und wolhynisches Fieber. Heute kommt es kaum noch zu einem Befall mit der Kleiderlaus. Sie fühlen sich nur dort wohl, wo die Hygiene extrem mangelhaft ist. 

Wissenswertes zum Lebenszyklus der Kleiderläuse

Diese Läuseart verbringt ihr gesamtes Leben auf dem Wirt.

Üblicherweise werden die Eier vom Weibchen mit einem aushärtenden Sekret an Federn oder Haaren befestigt. Befällt die Laus den Menschen, nutzt sie dessen Haut und Körperbehaarung zur Eiablage. Zusätzlich allerdings wählt sie die Innenseite der Kleidung, um ihre Brut abzulegen. Das Sekret verhärtet derartig, dass es noch nicht einmal beim Waschen von Waschmittel abgelöst werden kann. 

Die Eier sind sehr schwer zu erkennen. Trifft man in der Kleidung auf Stellen, die sich hart anfühlen und die auch nach dem Waschen noch vorhanden
sind, kann von Kleiderläusen ausgegangen werden. Die ausgewachsenen Tiere haben ein breites Farbspektrum, welches von farblos über grau bis gelb- und schwarzbraun reicht. 

Eindeutiger ist das Auftreten von Bisswunden mit starkem Juckreiz, Ekzemen und Hautausschlägen. Stellt man derartige Symptome fest, ist das Aufsuchen eines Arztes ratsam, um das gesundheitliche Risiko zu minimieren. Gleichzeitig muss im Lebensumfeld des Befallenen gehandelt werden. 

Maßnahmen zur Bekämpfung

Bei einem leichten Befall ist das regelmäßig Wechseln und Waschen der Kleidung oft ausreichend. Das Aushungern oder Ausfrieren hilft dagegen bei Betten, Unterkünften und ebenfalls Kleidung. Die Kleiderlaus fühlt sich bei etwa 23 Grad sehr wohl. Niedrige Temperaturen dagegen mag sie gar nicht. Daher kann man Betten und Kleidung für mindestens 24 Stunden in eine Gefriertruhe legen. Bei der Unterkunft empfiehlt sich ein gutes Lüften und Abkühlen der Raumtemperatur für mindestens ebenfalls 24 Stunden. 

Sämtliche Kleidungsstücke sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Empfindliche Kleidung gibt man am besten in die Reinigung. Auch im Trockner kann der Kleiderlaus zu Leibe gerückt werden. Mindestens 1 ½ Stunden und 60 Grad sind dann Pflicht. Ist der Befall in der Unterkunft extrem, muss ein professioneller Schädlingsbekämpfer gerufen werden.