Milbenbisse beim Mensch - Sind sie gefährlich, was tun?

Milbenbisse beim Mensch - Sind sie gefährlich, was tun?

Es gibt sehr viele unterschiedliche Milbenarten. Die kleinsten sind nur 0,1 Millimeter groß. Zecken sind die größten. Die meisten Milben leben im Boden, es gibt aber auch welche, die auf uns Menschen leben, z.B. an den Haarwurzeln oder den Wimpern. Viele Milben sind Parasiten. Sie können Krankheiten verursachen und allein der Gedanke, dass sie an einem rumkrabbeln ist nicht sehr angenehm.

garten-menschen5 flErkrankungen durch Milben
  • Hausstaubmilben können Hausstauballergien auslösen. Viele führen zu

    Asthma.
  • Grabmilben erzeugen Krätze. Sie bohren Gänge in die Haut und legen Eier ab. Das plus die Larven ergeben die Krankheit. Bei Kindern sind oft Kopf und Hals betroffen.
  • Durch den Biss einiger Milbenarten können Krankheiten wie Fleckfieber, virale Hirnhautentzündung, Borreliose und andere übertragen werden.
  • Grasmilbenbisse jucken fürchterlich. Besonders Kinder werden beim Spielen im Garten befallen. Die Bisse sind nicht schlimm, nur reagieren einige Menschen allergisch. Auch Haustiere wie Hund und Katzen übertragen diese Milben.
Sind Milben gefährlich?

Die meisten Milben sind nicht gefährlich für den Menschen.
  • Der Kot der Milben kann beim Menschen Allergien auslösen.
  • Die als Krätze bezeichnete Krankheit ist nicht lebensgefährlich, aber unangenehm und schwer
    wieder los zu bekommen.
  • Wenn durch Milben Krankheiten wie Fleckfieber, Hirnhautentzündung und Borreliose übertragen werden können, dann ist das schon gefährlich. Durch Hausstaub- und Grasmilben passiert das aber nicht. Es kommt selten vor. Die meisten Milbengeplagten muss kein Arzt behandeln.
Woran erkennt man Milben?

Auf der Haut sieht man kleine schwarze, rote oder weiße krabbelnde Punkte. Mit deiner Lupe kann man sie schon recht gut erkennen. Auseinander halten kann sie am besten ein Tierarzt (dieser hat viel mit ihnen zu tun) oder natürlich der Hausarzt.

Was tun gegen Milben?
  • Wer schon Bisse hat, kann Salben gegen Insektenstiche auftragen.
  • Gegen Hausstaubmilben helfen Schonbezüge für Betten, spezielle Matratzenschoner im Bett, Holzfußböden statt Teppiche und Sauberkeit. Hilfreich ist auch eine Immuntherapie.
  • Wichtig ist die Bekämpfung der Parasiten.
  • Es bringt nichts, nur die Milben abzutöten. Auch die Eier müssen weg, sonst beginnt der Kreislauf von vorn.
  • Es gibt zahlreiche chemische Mittel gegen Milben. Diese sind aber mit Vorsicht zu nutzen. Sie haben gravierende Nebenwirkungen.
  • Zur äußerlichen Anwendung wird meist Dimeticon empfohlen, ein Silikonöl. Es legt sich über die Körperoberfläche und dringt in die Haut ein. Die Schädlinge ersticken.
  • Lindan, Permethrin, Crotamiton und andere sind gefährlich und sollten nicht von Laien genutzt werden.
  • Entgegen landläufiger Meinungen hilft Kälte nicht gegen Milben, Hitze dagegen schon. Deshalb kochfeste Bettwäsche und dergleichen nutzen.
Fazit

Milben lassen sich nicht verhindern. Auch wenn man es mit der Hygiene immer ganz genau nimmt, sie werden auch eingeschleppt. Viele Milben sind harmlos, wenn man nicht Allergiker ist und für diese Gruppe gibt es viele nützliche Tipps in Broschüren und im Internet. Wer Haus- oder Nutztiere hat, hat meist regelmäßig mit Milben zu tun. Gegen die muss etwas unternommen werden. Der Tierarzt kennt sich aus.