Apfelmehltau - eine Pilzerkrankung

Apfelmehltau - eine Pilzerkrankung Wenn sich Blätter und Blütenbüschel schon kurz nach dem Austrieb mit weißlich-mehligem Belag überziehen, kann das ein Anzeichen für Apfelmehltau sein. In Folge dessen verformen sich die Blätter und fallen dann später auch ab. Warme Tage und darauffolgend taureiche Nächte begünstigen den weiteren Befall der Pflanze. Auf diese Weise werden neue Blätter, Knospen und Triebe infiziert. Da der Apfelmehltau an den Endknospen überwintert, ist es wichtig, dass man beim Winterschnitt die Knospen aus dem Vorjahr und die befallenen Triebe beseitigt werden. Um dem Apfelmehltau vorzubeugen, ist es sinnvoll, dafür Sorge zu

tragen, dass die Bäume freistehen und so die Luft umher gut zirkulieren kann. Damit ist gewährleistet, dass die Bäume nach einer taureichen Nacht schnell abtrocknen und sich der Pilz nicht so gut ausbreiten kann. Auch geeignete Pflegeschnittmaßnahmen sollten unbedingt ergriffen werden.

Apfelmehltau vorbeugen
Wenn die Kronen nicht vernünftig ausgelichtet werden, kann sich schneller ein Mikroklima bilden, welches das Ausbreiten des Pilzes sogar noch begünstigt. Wenn man neue Apfelsorten anpflanzt, ist es zudem empfehlenswert, darauf zu achten, dass man etwa auf Boskoop und Gloster zurückgreift. Diese Sorten sind relativ resistent gegen den Apfelmehltau. Flachgründige und leicht sandige Böden können das Auftreten des Apfelmehltaus fördern. Das weiß man jedoch schon seit vielen Jahren. Gerade warme Gegenden mit viel Sonnenschein begünstigen die Entstehung und Verbreitung des Mehltaus. Gerade wenn das Wetter schön ist und die Feuchtigkeit fehlt, sollte man mit einem vermehrten Aufkommen dieser Pilzerkrankung rechnen.
Der Pilz überwintert in den Blattknospen. Später überziehen sich diese mit einem weißen mehligen Überzug. Sie sind infiziert, die Krankheit ist ausgebrochen. Wenn sich die Knospen vergrößern, entwickelt sich das Myzel und dringt schließlich in das Pflanzengewebe ein.

Apfelmehltau im Sommer
Die Sporen keimen bei über 20 Grad Tagestemperatur und hoher nächtlicher Luftfeuchtigkeit. Vor allem die Blüten und Blüteninnenteile sind gefährdet. Neue Blätter sind etwa 14 Tage lang anfällig für den Befall. Gerade im Juni und Juli stehen dem Apfelmehltau genügend grüne Triebe zur Verfügung, die sich für einen Befall regelrecht anbieten. Da sich in diesem Zeitraum auch Blatt- und Blütenknospen für das neue Jahr bilden, ist in dieser Zeit das Ansteckungsrisiko für das Folgejahr ganz besonders groß. Hat das Myzel das Blatt befallen, wächst es durch den Stiel in die heranwachsende Knospe und kann dort überwintern. An den Früchten direkt ist der Mehltau nicht so gut zu erkennen. Dort zeigt er sich als netzartige Berostung auf der Fruchtschale. Während man dies im heimischen Garten ignorieren kann, weil der Geschmack der Früchte nicht beeinflusst wird, muss man diese Früchte beim erwerbsmäßigen Anbau aussortieren.

Wenn ein Baum bereits befallen ist, sollten die angegriffenen Triebe bis ins gesunde Holz hinein zurückgeschnitten werden. Es ist allerdings gefahrlos möglich, diese Triebe zu kompostieren. Wenn man vorhat, entsprechende chemische Mittel zu spritzen, sollte das nicht ohne Absprache mit dem Pflanzenschutzamt oder einem Fachberater erfolgen. Wenn man sich zu diesem Schritt entschließt, sollte man sich darüber bewusst sein, dass diese Behandlung regelmäßig im Abstand von 6 bis 14 Tagen, mindestens jedoch 5-mal erfolgen muss. Dazu gilt zu sagen, dass die Behandlungen häufiger notwendig sind, je feuchter das Wetter ist. Auch im Sommer kann man befallene Pflanzenteile einfach ausbrechen. Dies

muss jedoch sehr gewissenhaft erfolgen.