Krankheiten an Weinreben
Weinreben werden oftmals von verschiedenen Schädlingen befallen und sind auch gegenüber Pilzerkrankungen sehr anfällig. Hierzu gehören vor allem die Graufäule und der Echte sowie falsche Mehltau.Zu den Schädlingen, die eine Weinrebe befallen gehört vor allem die Rebenpockenmilbe und nicht zu vergessen die Reblaus, die in der ...
Vergangenheit schon mehrfach die Weinernte zunichte gemacht hat.
Die Reblaus: Feind eines jeden Weinbauers
Die Reblaus ist ein sehr bedeutender Schädling im Bereich des Weinbaus, obwohl sie eigentlich ein sog. „Gelegenheitsschädling“ ist. Zu Epidemien kommt es meist nur durch Monokulturen. Unterscheiden muss man zwischen der Blattreblaus und der Wurzelreblaus.
Während die Blattreblaus nur bei einem extrem starken Befall negativ auf das Wachstum wirkt, richten Wurzelrebläuse den bedeutendsten Schaden an. Durch die Saugtätigkeit der Wurzelreblaus wird das Leitgewebe der Wurzeln beschädigt, sodass es zu einem Wasser- und Nährstoffmangel der gesamten Rebe kommt.
Die Folge: das Absterben der Rebe. Ein Befall der Blätter hingegen wirkt sich nicht ...
lebensbedrohlich für die Rebe aus. Um einem Befall mit der Reblaus entgegenzuwirken, wurden in der Vergangenheit vor allem reblaustolerante Weinreben aus Amerika und Asien mit einheimischen eben bepfropft.
Zudem kann man durch einen Sandboden dem Befall von Rebläusen vorbeugen, da sie sich auf diesem Untergrund nicht halten kann. Dies war auch der Grund warum der Weinbau in Ungarn von der Reblaus-Katastrophe verschont geblieben ist.
Die Rebenpockenmilbe
Die Rebenpockenmilbe zeigt sich, wenn im Frühjahr und Sommer die Weinblätter auf der Blattoberseite pockenartige Aufwölbungen haben und auf der Unterseite ein weißer Filz vorhanden ist. Dieser Filz verfärbt sich später braun.
Die Rebenpockenmilbe saugt an den Weinblätter, wodurch das Blatt einen feinen Filz ausbildet. In diesem leben die Milben gut geschützt und überwintern sogar in den Knospen und an der Rinde. Handel es sich um einen sehr starken Befall, dann kann man im Frühjahr des kommenden Jahres Mittel wie z.B. ein Schädlingsfrei verschiedener Hersteller verwenden.
Dieses kann bis zu Beginn des Knospenaufbruchs eingesetzt werden. In jedem Fall müssen in diesem Fall die Hinweise der Gebrauchsanleitung genau beachtet werden. Dies bezieht sich in erster Linie auf den Einsatztermin. Wichtig ist dies, da Präparate die Öl enthalten, Verbrennungen am Laub nach sich ziehen können.
Echter Rebenmehltau und Grauschimmel - Pilze die es in sich haben
Echter Rebenmehltau ist ein Pilz, der gerne Weinreben befällt. Es gibt unterschiedliche chemische Mittel, mit denen die Weinreben bei einem Befall bespritzt werden können. Diese Mittel sind im Fachhandel erhältlich und sollten zunächst eingehen studiert werden, bevor es zur Anwendung kommt.
Der Echte Rebenmehltau zeigt sich durch ein weißgraues Geflecht, dass wie Spinnenweben aussieht und sich ab Ende Mai - Anfang Juni auf den Blättern, Trieben und jungen Früchten bildet.
Meist wird diese Erscheinung erst gar nicht richtig wahrgenommen, erst wenn sich später das Geflecht grau verfärbt, die erbsengroße Früchte verhärten und aufplatzen, ist der Pilzbefall erkannt. Dieser Pilz setzt sich vor allem an Rebspalieren an Haus- und Mauerwänden fest.
Grauschimmel zeigt sich im Spätsommer und Frühherbst. Liegt ein Befall vor, dann bildet sich auf einzelnen Beeren ein grauer Schimmelrasen. Dieser greift schnell auf benachbarte Beeren über.
Hinzu kommt meist noch ein grünlicher Pinselschimmel, von dem auch die Fruchtstiele betroffen sind, sodass innerhalb kürzester Zeit ein ganzer Traubenteil zerstört werden kann. Gefördert wird dieser Pilz durch Feuchtigkeit und einem zu dichten Bestand der Weinreben.
Um Grauschimmel zu vermeiden, sollte man darauf achten, dass alle Schnitt- und Bindearbeiten sich danach richten, dass nach einem Regenguss die Trauben schnell abtrocknen können. Daneben ist es zu empfehlen, mit einem Pflanzenschutzmittel zu arbeiten.
Es gibt aber auch einen Grauschimmelpilzbefall bei Trauben in einem späten Stadium, wenn diese bereits viel Zucker enthalten. Ist dies der Fall, dann spricht der Fachmann von einer "Edelfäule". Sie kann bei Keltertrauben durchaus gewollt sein. In der Folge trocknen die Beeren ein und es kommt zu einer Erhöhung des Zuckergehaltes.
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