Rost an Pflanzen bekämpfen - Hilfe gegen Rostpilze

Rost an Pflanzen bekämpfen - Hilfe gegen Rostpilze BirnenbaumRost ist eine durch einen Pilz hervorgerufen Krankheit, die viel Zierpflanzen, z.B. Rosen , und Nutzpflanzen, z.B. Birnen, befällt. Die verschiedenen Rostarten werden nach ihrem Wirt benannt, also z.B. Rosenrost, Birnengitterrost. Es gibt einerseits Rostarten die nur einen Wirt haben und andererseits Rostarten, die in einem Zwischenwirt überwintern, wie z.B. der Birnengitterrost, der die Birne als Zwischenwirt benutzt und bestimmte Wacholderarten als Hauptwirt hat.

Schadbild

Auf den Blattunterseiten der befallenen Pflanze

befinden sich orangefarbene Flecken und Knötchen.
Die Blätter verwelken und fallen schließlich ab.

Verbreitung

Der Pilz siedelt sich bei Feuchtigkeit auf der Pflanze an. Er kann durch Regen, Wind oder auch Wassersprenger von einer Pflanze zur anderen übertragen werden. Einige Rostarten überwintern im Falllaub und bilden im Frühjahr Sporen, die vom Wind auf die Wirtspflanze übertragen werden.

Vorbeugung gegen Rost
  • Beim Gießen der Pflanzen darauf achten, dass die Blätter nicht nass werden. Ist das nicht möglich, morgens gießen.
  • Für Rost empfängliche Pflanzen an luftigen Standorten pflanzen damit sie nach Regen möglichst schnell wieder abtrocknen.
  • Auf eine ausgewogene Düngung achten.
  • Bei Bäumen die Krone regelmäßig auslichten.
  • Zur Stärkung der Pflanze kann mit einer Jauche aus Ackerschachtelhalm gegossen werden. Der Ackerschachtelhalm hat Inhaltsstoffe, die als Fungizid wirken. Hierzu werden 1 kg frischer Ackerschachtelhalm für 3 h in 10 l Wasser eingelegt und danach 30 min gekocht. Anschließend lässt man die Mischung erkalten und filtert sie. Mit Wasser wird sie auf 30 % verdünnt. Hiermit wird 1 mal im Monat gegossen.
  • Wer lieber auf chemische Mittel zurückgreift, kann die Pflanze vorbeugend mit einem Kupferpräparat oder einem Dithiocarbanmat
    behandeln.
Bekämpfung des Rosts

Alle befallenen Pflanzenteile müssen abgeschnitten und entfernt werden. Man darf sie nicht auf den Kompost geben um eine Weiterverbreitung zu verhindern. Zur Entsorgung werden sie verbrannt oder, falls das nicht möglich ist, im Restmüll entsorgt. Die benutzten Werkzeuge mit Alkohol reinigen.
Abgefallene Blätter aufsammeln und ebenfalls entsorgen.

Bei wirtswechselnden Rosten darauf achten, dass nicht beide Wirtspflanzen vorhanden sind.
Zur biologischen Bekämpfung des Rosts kann die Pflanze zweimal im Monat mit unverdünnter Ackerschachtelhalm-Jauche (s. Vorbeugung) besprüht werden.

Eine weitere Möglichkeit zur biologischen Bekämpfung ist das Spritzen mit einem Knoblauch-Aufguss. Auch der Knoblauch hat Wirkstoffe, die als natürliche Fungizide wirken. Zur Herstellung des Knoblauch-Aufgusses werden 300 g gehackter Knoblauch mit 10 l kochendem Wasser übergossen. Dann lässt man den Aufguss 30 min ziehen, filtert ihn und lässt ihn abkühlen. Auch mit diesem Aufguss muss die Pflanze mehrmals im Abstand von 2 Wochen behandelt werden.
Wenn die biologische Bekämpfung des Rosts keinen Erfolg hat, kann auf die chemische Bekämpfung ausgewichen werden.

Für die chemische BeBuchsbaum: auch von Rost betroffenkämpfung des Rosts gibt es spezielle Fungizide. Mit diesen Mitteln wird die Pflanze mehrmals im Abstand von ein bis zwei Wochen behandelt. Für die Anwendung dieser Fungizide sollte aber nicht nur ein Spritzapparat sondern auch Handschuhe und eine Atemmaske benutzt werden. Die Gebrauchsanweisung des Präparats sollte unbedingt gelesen und die Sicherheitshinweise beachtet werden. Während des Spritzvorgangs dürfen sich keine anderen Leute oder Haustiere in der Nähe befinden.

Man sollte nicht auf nasse Blätter oder vor einem Regen spritzen. Die Wirkung der Mittel wird dadurch reduziert. Auch bei starkem Wind sollte nicht gespritzt werden, weil der Wind den Sprühnebel zu sehr verteilt und er damit nicht da ankommt wo er gebraucht wird. Nach dem Spritzen muss das Spritzgerät gründlich gereinigt werden. Fungizide müssen an einem kühlen und dunklen Ort so gelagert werden, dass Kinder und Haustiere nicht damit in Berührung kommen können.

Steckbrief

  • Betroffenen Pflanzen: Buchsbaum, Berberitze, Johanniskraut, Mahonie und weitere Holzgewächse.
  • Schadbild: Auf den Blattunterseiten gelbe, orangefarbene, braune oder bräunlichschwarze rostige Pusteln, die als Sporenlager bezeichnet werden. Oberseits werden meist nur blasse, gelbliche Verfärbungen sichtbar. Gravierende Schäden sind bei Gehölzen kaum zu erwarten.
  • Gefährlichste Zeit: Gesamte Vegetationsperiode.
  • Abwehr: Spritzungen mit Blattstärkenden Mitteln. Herbstlaub entfernen.