Baummarder - Aussehen & Steckbrief des scheuen Wildtiers

Baummarder - Aussehen & Steckbrief des scheuen Wildtiers

Der Baummarder ist ein Waldbewohner und gehört zur Familie der Echten Marder. Er hat eine Länge von etwa 50 Zentimetern, zu der der lange Schwanz von bis zu 28 Zentimetern noch hinzuzurechnen ist. Sein Fell ist kastanien- bis dunkelbraun und im Winter etwas länger als im Sommer. Charakteristisch sind seine dreieckigen Ohren mit einem gelben Rand und seine dunkle Nase. Er hat recht kurze Beine, kann aber trotzdem sehr gut klettern und auch meterweit springen. Hierbei setzt er seinen langen Schwanz ein, um das Gleichgewicht zu

halten.

marder2 flSteckbrief des Wildtieres

Der Baummarder hat seine Heimat in den Wäldern Europas und des westlichen Asiens. Er ernährt sich sowohl von pflanzlicher wie auch von tierischer Kost, bevorzugt frisst er jedoch kleine Säugetiere wie Wühlmäuse, Eichhörnchen sowie Vögel und ihre Eier. Er ist ein Einzelgänger und verteidigt sein Revier, wo er sowohl tagsüber wie auch nachts auf die Jagd geht. Meist ist er jedoch nur in der Dämmerung und während der Nacht aktiv und legt dabei oft viele Kilometer zurück. Er kann sich in der Dunkelheit
sehr gut durch seinen ausgeprägten Geruchssinn und seine guten Augen orientieren. Für den Winter legt er sich einen Vorrat aus Früchten und Nüssen an, denn einen Winterschlaf hält er nicht.

Die Paarung der Marder findet schon im Sommer statt, das Weibchen bringt die Jungen jedoch erst im darauf folgenden Frühling zur Welt. Sie benötigen etwa drei bis vier Monate, bis sie sich zu selbständigen Tieren entwickelt haben und sorgen meist im Alter von drei Jahren selbst für Nachwuchs. Als Nester wie auch als Unterschlupf dienen den Baummardern hohle Bäume, Felsspalten oder auch verlassene Nester anderer Tiere. Die Lebenserwartung der Baummarder beträgt in freier Natur etwa zehn Jahre.

Der Baummarder wird auch Edelmarder genannt, weil sein Fell früher als Pelz beliebt war und er deswegen zeitweise stark gejagt wurde. Hierdurch ist der Baummarder in manchen Gebieten selten geworden.

Unterschiede zwischen Baummarder und Steinmarder

Baummarder und Steinmarder lassen sich am besten durch den Fleck an ihrer Kehle unterscheiden. Der Kehlfleck im Fell des Baummarders ist unten abgerundet und hat eine gelbliche Farbe. Beim Steinmarder ist dieser Fleck weiß und gegabelt und kann sich bis auf die Vorderbeine hinunterziehen. Ein weiterer Unterschied besteht in der Farbe der Nase. Beim Baummarder ist sie dunkel, beim Steinmarder hell. Außerdem hat der Baummarder einen etwas längeren Körper als der Steinmarder und meidet die Nähe von Menschen, während der Steinmarder sich auch gern in der Nähe von Siedlungen aufhält.