Rasen Düngen mit Kalk - Rasen kalken

Rasen kalkenDer Stolz eines jeden Gartenbesitzers ist ein satter grüner Rasen. Ist er zudem noch frei von Unkraut und gleichmäßig, wird der Rasen zum Aushängeschild jedes Gartens. Damit dies auch so bleibt, benötigt er eine entsprechende Pflege. Das beinhaltet neben dem Vertikutieren, Mähen und Düngen auch das Kalken des Rasens.

Warum Rasen kalken?

Durch die fehlende Pflege verbraucht der Rasen im Winter all seine Nährstoffe und der ph-Wert sinkt. Die Folge ist ein zu saurer Boden, der dem Moos und Gänseblümchen eine Lebensgrundlage

verschafft. Durch das Kalken wird der Säure-Basis-Haushalt des Bodens reguliert und der Rasen bekommt für ein aktives Wurzelwachstum eine optimale Versorgung mit Magnesium und Calcium.

Erfahrene Gärtner kalken ihren Rasen bei feuchtem Wetter vor dem Düngen bereits im März. Dann liegen die Temperaturen meist über sieben Grad Celsius und der Boden kann den Dünger aufnehmen.

Rasen sollte nur gekalkt werden, wenn der Boden sauer, also der ph-Wert zu niedrig ist. Sind auf der Rasenfläche Pflanzen wie Klee zu sehen, könnte dies ein Anzeichen für einen zu hohen ph-Wert sein. Durch zusätzliches Kalken erhöht sich der ph-Wert erneut und dem Rasen wird die Lebensgrundlage genommen.

RasendüngerWer nicht sicher ist, ob der ph-Wert zu hoch oder zu niedrig ist, sollte dem Boden einem ph-Test unterziehen.

Kalkmenge abhängig vom ph-Wert

Gemessen am ph-Wert und der Bodenart benötigt die Rasenfläche folgende Kalkung:

Leichter Boden
  • ph-Wert unter 5,3 - 150 bis 200 Gramm Kalk pro Quadratmeter
  • ph-Wert zwischen 5,3 und 5,7 - 120 bis 180 Gramm Kalk pro Quadratmeter
  • ph-Wert über 5,7 - Rasenfläche darf nicht gekalkt werden
Mittlerer Boden
  • ph-Wert unter 5,7 - 300 bis 400 Gramm Kalk pro Quadratmeter
  • ph-Wert zwischen 5,7 und 6,5 - 180 bis 250 Gramm Kalk pro Quadratmeter
  • keine Kalkung bei ph-Wert über 6,5
Schwerer Boden
  • ph-Wert unter 6,3 - nicht mehr als 400 Gramm Kalk pro Quadratmeter aufbringen
  • ph-Wert zwischen 6,3 und 6,9 - 250 bis 350 Gramm Kalk pro Quadratmeter
  • ph-Wert bei schweren Böden über 6,9 - nicht kalken
Bei der Menge des Kalkes sollten unbedingt die Angaben des Herstellers beachtet
werden.

Welche Utensilien werden zum Kalken benötigt?

Um den Rasen kalken zu können, muss die Rasenfläche vorbereitet werden. Dazu werden Rasenmäher, Vertikutierer, Rechen und Unkrautstecher benötigt. Hinzu kommen für das Kalken neben dem Rasen-Kalk ein Streuwagen oder Düngerstreuer oder ein Eimer für kleinere Rasenflächen.

Wie wird die Rasenfläche gekalkt?

Im ersten Schritt wird der Rasen recht tief abgemäht. In der Regel beträgt die Schnitthöhe nicht weniger als vier Zentimeter. Um verfilztes Moos und Unkraut aus der Rasenoberfläche zu entfernen, eignet sich ein Vertikutierer. Nach dem Vertikutieren kann mit dem Kalken begonnen werden.
Anders als beim Düngen kann man beim Kalken des Rasens nicht viel verkehrt machen. Bekommt der Rasen eine Hand zu viel Kalk, verbrennt er nicht gleich wie beim Düngen. Gartenbesitzer mit einer kleinen Rasenfläche nutzen zum Kalken die Hand. Größere Rasenflächen sollten mit einem Streuwagen oder Düngerstreuer bearbeitet werden, um die gleichmäßige Verteilung zu garantieren. Das Tragen von Handschuhen ist unerlässlich, um

einen direkten Kontakt mit der Haut zu vermeiden.
Im Handel wird der Rasenkalk als Granulat, Perlen oder fein gekörnt angeboten. Wichtig ist, dass der Rasenkalk trocken ist und einen hohen Magnesiumanteil besitzt. Magnesium sorgt für eine satte grüne Farbe des Rasens. Wird der Rasen in einer trockenen Phase gekalkt, schließt sich ein Wässern der Rasenfläche nach dem Kalken an. Dadurch ist gewährleistet, dass der Kalk schneller in den Boden eindringen kann. Nach einer kurzen Ruhepause von etwa vier Wochen kann der Rasen nun problemlos gedüngt werden.

Rasenmähen- wichtiger Pflegebestandteil

Das Mähen ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Rasenpflege. Regelmäßiges Mähen sorgt für ein üppiges Wachstum des Rasens und schränkt die Unkrautbildung ein. Es wird gemäht, wenn das Gras frisches Grün ausgetrieben hat. Im Frühjahr sollte der Rasen nicht zu kurz geschnitten werden, damit er nicht zu sehr strapaziert wird. Es empfiehlt sich eine Schnittlänge von drei bis fünf Zentimetern. Wir der Rasen kürzer gemäht, können sich die Halme nicht ausreichend erholen. Im späten Frühjahr, wenn sich das Gras von der Winterzeit erholt hat und üppig wächst, kann wieder normal gemäht werden.

Rasenpflege - das Vertikutieren

Das Vertikutieren und Kalken wirkt der Unkrautbildung entgegen. Haben sich Unkräuter und Moos bereits auf der Rasenfläche ausgebreitet, geht man schrittweise dagegen vor. Zunächst wird die Wiese gründlich vertikutiert, um das Unkraut zu entfernen. Das Vertikutieren ist sehr effektiv und eignet sich für die Anwendung auf altem und jungem Rasen. Vertikutiergeräte entfernen das Unkraut sowie abgestorbenes Gras und sorgen dadurch für ein gesundes Wachstum der Rasenfläche. Für das Vertikutieren kann man eine einfache Harke oder auch elektrischen Geräte verwenden.

Rasenflächen düngen

Auch das Düngen ist wichtig für die Rasenpflege. Spezielle Rasendünger sorgen für eine gezielte Nährstoffversorgung des Bodens. Es wird generell nach Vorgabe und bei Regenwetter gedüngt. Das Regenwasser sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Düngers und den Nährstofftransport in den Boden. Bei trockenem Wetter kann es leicht zu Verbrennungen der Rasen- Fläche kommen. Vorzugsweise wird die Wiese im April und Juli gedüngt.