Rasendünger - die wichtigsten Inhaltsstoffe

Immer mehr Rasendünger kommen auf den Markt - wie findet man sich bei dem Angebot zurecht?Ein Mangel an Mineralien und Spurenelementen kann dazu führen, dass der Rasen kahle Stellen oder einen lichten Wuchs aufweist. Strahlt der Rasen nicht in einem satten Grün und bildet keine schöne, homogene Grünfläche, bedarf es einer entsprechenden Rasenpflege. Je höher die Beanspruchung des Rasens ausfällt, desto intensiver und gezielter erfolgt die unterstützende Pflege.

Eine ausgewogene Düngung hilft den Gräsern fehlende Nährstoffe aufzunehmen und verhindert die Ausbreitung von Unkraut.

Dabei sollte jedoch nicht das Motto "viel hilft viel" um sich greifen, sondern auf eine richtige Zusammensetzung des Düngers geachtet werden.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Dünger und ihre Wirkung

Von den Grundstoffen wie Wasser und Sauerstoff, die der Rasen für ein gesundes Wachstum benötigt, sind Stickstoff, Phosphor, Magnesium und Kalium die Hauptnährstoffe. Diese Elemente findet man üblicherweise in einem Rasendünger, in geeigneter Zusammensetzung. Ein ausgewogenes Mischungsverhältnis ist die Grundvoraussetzung für eine gute Rasenentwicklung. Dabei wird dem Stickstoff die größte Bedeutung beigemessen und dient hauptsächlich als Wachstumsmotor.

Spezielle Spurenelemente wie Schwefel, Calcium, Eisen oder Zink können dem Rasen bei Bedarf in geringen Mengen zugefügt werden. Sie sind jedoch meist nur in Form von Spezial-Düngern erhältlich und selten für einen grundlegenden Nährstoffmangel verantwortlich.
  • Stickstoff: Fördert Wachstums- und Regenerationsfähigkeit der Gräser, sorgt für eine gesunde Grünfärbung
  • Phosphor: Fördert speziell das Wurzelwachstum, regelt als Energieträger wesentlich den Stoffwechsel
  • Magnesium: Unterstützt die Grünfärbung der Gräser, beugt Gelbfärbung vor
  • Kalium: Erhöht Widerstandskraft und Belastbarkeit des Rasens, schützt vor Trocken- und Kälteperioden und vermindert den Krankheitsbefall
Eine gleichmäßige Nährstoffzufuhr begünstigt den Erhalt gesunden Rasens während der gesamten Vegetationsperiode. Da das Wachstum der Gräser etwa zum Frühjahrsbeginn einsetzt, ist der Bedarf an Stickstoff zu diesem Zeitpunkt am größten. Auch die übrigen wichtigen Nährstoffe werden jetzt vom Rasen dringend benötigt. Bei der ersten Düngung ist der Stickstoffgehalt jedoch ausschlaggebend für die Nährstoffmischung, um das Wachstum entsprechend anzukurbeln.

Stickstoff-Dünger:
Im März bis April sollte die Sticksstoffkomponente im Dünger dominieren, um ein schnelles Ergrünen ohne Stoßwachstum zu erzielen. Der Hauptnährstoff fördert sowohl
das oberirdische Blattwachstum als auch die Wurzelmasse ansich. Als Wachstumsmotor sorgt der hohe Anteil an Stickstoff im Frühjahr für den optimalen Start des Rasens. Insbesondere bei häufig und tief geschnittenen Rasenflächen muss der Stickstoff-Bedarf speziell berücksichtigt werden. Stickstoffformen im Dünger liegen in unterschiedlichen mineralischen Verbindungen vor. Häufig werden sie in Kombination mit Ammonium oder Nitrat angeboten. Durch übermäßige Ausbringung des Düngers können diese pflanzenverfügbaren Stickstoffformen jedoch zu Auswaschungsverlusten führen.

Kalium-Dünger:
Wenn die Tage heißer werden und die Rasenfläche häufiger genutzt wird, verlagert sich der Nährstoffbedarf. Der Sommer stellt mitunter die stärkste Belastung für den Rasen dar, sodass hier auf ausreichend Kalium nicht verzichtet werden darf. Es schützt die Gräser vor dem Austrocknen und vermeidet Verbrennungen. Zwar darf die Regenerationsfähigkeit des Stickstoffs nicht außer Acht gelassen werden, der Schwerpunkt bleibt jedoch der Kaliumgehalt.

Von Frühjahr bis Herbst gibt es verschiedene Phasen, in denen sich die Ausbringung von Rasendünger lohntGegen Ende des Jahres ist eine Vorsorge für den Winter ratsam. Die Gräser werden aufgrund

des Nährstoffmangels anfällig für Krankheiten. Es empfiehlt sich ein ausgewogener Herbst- bzw. Kaliumdünger gegen die Winterhärte. Der Herbstdünger ist stickstoffarm und soll besonders die Wurzeln stärken, um optimal durch den Winter zu kommen.

Langzeitdünger:

Langzeitdünger versorgen die Gräser mit einer dosierten Rasenernährung und gewährleisten die Speicherung der Nährstoffe im Boden über einen längeren Zeitraum. Das ausgewogene Verhältnis von Stickstoff, Kalium, Phosphor und Magnesium sorgt in Rasenlangzeitdüngern für eine konstante Nährstoffversorgung der Gräser. Der spezielle Dünger wird im Frühjahr ausgebracht und gewährleistet ein gleichmäßiges Dichtewachstum, schützt vor Verbrennungen und beugt Nitratauswaschung vor. Die Wirkungsmechanismen der Hauptnährstoffe sind etwa für 6 bis 8 Monate gegeben und machen den Rasen über das Jahr strapazierfähig.

Wissenswertes zu Rasendünger in Kürze
  • Die Rasendüngung ist eine wichtige Grundlage für schönen und gepflegten Rasen. Gelbliche oder blasse Grasfärbung sowie Lücken auf Rasenflächen deuten auf einen Nährstoffmangel hin.
  • Gras benötigt wie jede andere Pflanze spezielle Nährstoffe, um gesund wachsen zu können. Rasendünger ist optimal auf die Bedürfnisse von Rasengräsern abgestimmt.
  • Rasendünger enthält die Grundnährstoffe Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium.
Rasen düngen - der richtige Zeitpunkt

Der Rasen wird im Frühjahr und Herbst gedüngt. Vor dem Düngen wird der Rasen vertikutiert, um abgestorbene Pflanzenteile und Unkraut zu entfernen. Außerdem wirkt sich das Vertikutieren positiv auf die Bodenqualität aus. Die erste Düngung erfolgt im Frühling, wenn die Gräser neues Grün austreiben. In der Regel beginnt die Vegetationszeit Anfang März bis April.

Rasenpflege - Rasenmähen

Das Rasen mähen ist ein wichtiger und unentbehrlicher Bestandteil der Rasenpflege. Das regelmäßige Mähen wirkt der Unkrautbildung entgegen und sorgt für einen dichten Wuchs. Der Rasen wird das erste Mal im Frühjahr gemäht. Um das Gras nicht unnötig zu strapazieren, sollte der erste Schnitt nicht kürzer als drei Zentimeter sein. Danach kann der Rasen wieder normal geschnitten werden.